Der HYPE-Token von Hyperliquid fiel am Donnerstag um rund 11 % auf etwa $67, nachdem Arthur Hayes, Mitgründer von BitMEX und einer der prominentesten Bullen des Assets, offengelegt hatte, dass er seine gesamte Position verkauft hatte — nur wenige Tage, nachdem er sein $150-Kursziel erneut bekräftigt hatte.
Hayes rahmente den Ausstieg als makroökonomische Vorsicht und nicht als Wandel seiner Investmentthese und verwies auf steigende Ölpreise im Zuge des Iran-Konflikts, eine Reihe hochkarätiger KI-Börsengänge, die in den kommenden Monaten erwartet werden, sowie seine Einschätzung, dass die breiteren Finanzmärkte zwischen jetzt und September ihren Höhepunkt erreichen könnten. Die Kehrtwende löste in der Krypto-Szene scharfe Kritik aus, da er den Token zuvor sehr öffentlich unterstützt hatte — unter anderem mit einem Essay im März, in dem er einen Pfad zu $150 skizzierte — und veranlasste Arthur Cheong, den Gründer von DeFiance Capital, den Schritt als „die Verkörperung eines Typen, der seine Position überhandelt" zu bezeichnen.
Warum es zählt
Der Vorfall verdeutlicht ein Spannungsfeld, das das gesamte Jahr über über HYPE geschwebt hat: Die Fundamentaldaten waren durchweg solide, doch der Kurs ist ihnen davongelaufen. Markus Thielen von 10x Research, der HYPE lautstark unterstützt, erklärte, Hyperliquid bleibe „eines der beeindruckendsten Unternehmen in Krypto", und verwies auf Bruttomargen von rund 77 %, ein vollständig Onchain-Orderbuch sowie ein Token-Rückkaufprogramm, das aus den Protokolleinnahmen finanziert wird. Allerdings wurde der Token bei den jüngsten Hochs nahe $75 mit rund dem 25-fachen der prognostizierten Gebühreneinnahmen gehandelt — nahe seinem höchsten Multiple des vergangenen Jahres — während die Protokolleinnahmen weiterhin deutlich unter ihrem Peak lagen.
Hayes' Timing fällt zudem in ein sich eintrübendes Marktumfeld. Bitcoin rutschte diese Woche in Richtung $60.000 und näherte sich seinen 2026er Tiefstständen, und HYPEs Gewinn von 100 % im Vormonat hatte den Anstieg laut Thielen bereits in überdehntes Terrain geführt.
Auswirkungen auf den Markt
HYPE verzeichnet trotz des Rutschs am Donnerstag weiterhin ein Plus von rund 166 % seit Jahresbeginn und zählt nach wie vor zu den bestehenden Assets in Krypto, doch zwei konkrete Belastungsfaktoren rahmen den nächsten Schritt: das hohe Gebühreneinnahmen-Multiple nahe der Hochs sowie ein größerer Token-Unlock im Juni, der laut Thielen zusätzlichen Verkaufsdruck auslösen könnte.
Häufig gestellte Fragen
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Warum hat Arthur Hayes seine HYPE-Position verkauft?
Hayes rahmente den Ausstieg als makroökonomische Vorsicht und nicht als Wandel seiner HYPE-These und verwies auf steigende Ölpreise im Zuge des Iran-Konflikts, eine Reihe von KI-Börsengängen in den kommenden Monaten sowie seine Einschätzung, dass die breiteren Finanzmärkte zwischen jetzt und September ihren Höhepunkt…
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Wie weit unter seinem $150-Ziel ist Hayes tatsächlich aus HYPE ausgestiegen?
HYPE fiel am Donnerstag auf rund $67, nachdem Hayes den Verkauf offengelegt hatte — rund 55 % unter seinem $150-Ziel und deutlich unter den Rekordhochs nahe $75, die Anfang der Woche erreicht wurden.
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Was sagte Markus Thielen von 10x Research zur Bewertung von HYPE?
Thielen erklärte, Hyperliquid bleibe „eines der beeindruckendsten Unternehmen in Krypto", wies jedoch darauf hin, dass HYPE bei den jüngsten Hochs nahe $75 mit rund dem 25-fachen der prognostizierten Gebühreneinnahmen gehandelt wurde — nahe seinem höchsten Multiple des vergangenen Jahres — während die…
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Ist HYPE in diesem Jahr weiterhin einer der bestperformenden Krypto-Assets?
Ja. Selbst nach dem Rutsch am Donnerstag verzeichnete HYPE ein Plus von rund 166 % seit Jahresbeginn und zählte weiterhin zu den bestperformenden Assets in Krypto, zog sich jedoch von den Rekordhochs zurück.
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Welchen kurzfristigen Belastungen steht HYPE nach dem Selloff gegenüber?
Zwei konkrete Belastungsfaktoren rahmen laut Thielen nun den nächsten Schritt: ein hohes Gebühreneinnahmen-Multiple nahe der Hochs sowie ein größerer Token-Unlock im Juni, der zusätzlichen Verkaufsdruck auslösen könnte.