Reza Bundy, CEO von Atlas Capital, erwartet, dass Bitcoin in den kommenden sechs Monaten um bis zu 70% fällt — mit einer Zielspanne von $26.000 bis $30.000 — bevor der Kurs in den Folgejahren auf bis zu $500.000 steigt. Im Gespräch mit CoinDesk auf der Proof-of-Talk-Konferenz in Paris begründete Bundy den kurzfristigen Ausblick als direktes Echo seines Chefökonomen und Atlas-Mitgründers Nouriel Roubini — des Ökonomen, der die Subprime-Krise von 2008 vorhersagte und Bitcoin bereits seit 2017 öffentlich skeptisch sieht.
Bundy verankerte die kurzfristige Prognose an den Aktienmärkten: Sollte der S&P 500 einen halb so großen Drawdown wie 2008 erleiden, erwartet er, dass Bitcoin den Aktienverlust grob verdoppelt. Zudem argumentierte er, Bitcoin sei als Inflationsschutz gescheitert und handele inzwischen wie ein hochvolatiler Risikowert im Gleichschritt mit Tech-Aktien — eine Kritik, die auch Milliardär Mark Cuban nach der Reduzierung seiner eigenen Position geäußert hatte.
Warum das wichtig ist
Der Bundy-Ausblick sitzt an der Schnittstelle zweier gegensätzlicher Kräfte innerhalb einer einzigen Firma. Roubini hatte in einem jüngsten Bloomberg-Beitrag erneut bekräftigt, Bitcoin sei eine "Pseudo-Anlageklasse" — ein reines Spekulationsobjekt ohne inneren Wert, klar abzugrenzen von Gold als echtem Hedge. Bundy übernimmt diese Lesart für die nächsten sechs Monate, weist sie aber für das Jahrzehnt zurück.
Seine längerfristig bullishe Spanne ruht auf vier Makropfaden: "Controlled Expansion" (40% Wahrscheinlichkeit) führt Bitcoin auf $150.000-$250.000; "Fiscal Dominance" (25%) — Staaten decken ihre Schulden über die Notenpresse — treibt ihn auf $250.000-$500.000; "Global Conflict" (20%) beginnt mit einem scharfen Panikverkauf, bevor es die Safe-Haven-These bestätigt; und "Deflationary Recession" (15%) lässt Bitcoin schwach, bis die Zentralbanken die Liquidität wiederherstellen. Die Store-of-Value-These beruht nach Bundys Lesart auf steigender Staatsverschuldung, Gelddrucken der Zentralbanken und schwindendem Vertrauen in Fiat — Satoshis ursprüngliches Argument, neu gefasst für ein Zeitalter der Souveränverschuldung.
Marktwirkung
Die Zahl, die die Bildschirme bewegen wird, ist das Ziel von $26K-$30K — ein Niveau, das bei den Zyklustiefständen von Ende 2022 ansetzt und die Überzeugung im gesamten Spot-ETF-Komplex auf die Probe stellen würde.
Häufig gestellte Fragen
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Wer ist Reza Bundy und was ist Atlas Capital?
Bundy ist CEO von Atlas Capital, einer Investmentberatung, deren Chefökonom und Mitgründer Nouriel Roubini ist — der Ökonom, der als "Dr. Doom" bekannt ist, weil er die Subprime-Krise 2008 vorhersagte und Bitcoin seit 2017 öffentlich kritisiert.
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Was ist Bundys kurzfristiges Bitcoin-Kursziel?
Bundy erwartet, dass Bitcoin in den kommenden sechs Monaten um bis zu 70% fällt, mit einer Zielspanne von $26.000 bis $30.000 — verankert an einem Szenario, in dem der S&P 500 einen etwa halb so großen Drawdown wie 2008 erleidet.
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Wie lautet Bundys langfristige Bitcoin-Prognose?
Er projiziert eine langfristige Spanne von $150.000 bis $500.000, abhängig davon, welcher von vier globalen Makropfaden eintritt — Controlled Expansion, Fiscal Dominance, Global Conflict oder Deflationary Recession.
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Warum gilt Bitcoin für Bundy als gescheiterter Inflationsschutz?
Er argumentiert, Bitcoin habe sich in jüngsten Phasen geopolitischer Spannungen und Dollarschwäche nicht als Hedge verhalten und werde inzwischen als hochvolatiler Risikowert im Gleichschritt mit Tech-Aktien gehandelt — eine Kritik, die auch Milliardär Mark Cuban teilt.
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Was ist die "Techno-Dollar"-Strategie und enthält sie Bitcoin?
Sie ist Atlas Capitals Allokationsstrategie, umgesetzt über den USAF ETF an der Nasdaq, die mit KI-Modellen zwischen Gold, Nahrungsmitteln, Immobilien und Verteidigungstechnologie rotiert. Bundy hält Bitcoin aus dem Fonds heraus, bis der prognostizierte Kurzfrist-Crash vorüber ist; eine tokenisierte Version soll…