Preise werden geladen…
🩸BEARISH

Stablecoin-Gesetz: Banken verschärfen Lobbykampagne im Senat

Die ABA überschüttet Senatoren mit Anrufen vor der Ausschusssitzung des Bankenausschusses am Donnerstag und warnt, zinsbringende Stablecoins könnten von heute rund 300 Mrd. $ auf bis zu 2 Bio. $ wachsen und die Einlagen abziehen, die Banken für Kredite vergeben…

Die American Bankers Association baut vor einer für Donnerstag angesetzten Befassung des Bankenausschusses eine aggressive Lobbykampagne gegen Teile des Digital Asset Market Clarity Act des Senats auf und warnt, die Stablecoin-Bestimmungen im aktualisierten Entwurf könnten weiterhin Bankeinlagen untergraben und die Finanzstabilität schwächen. In einem Aufruf, der an Bankvorstände im ganzen Land verteilt wurde, hat die Gruppe Banken und ihre Mitarbeiter aufgefordert, sich sofort an Senatoren zu wenden, um strengere Beschränkungen für Zahlungs-Stablecoins im Kryptomarktstrukturgesetz zu fordern.

Die ABA argumentiert, der jüngste Entwurf lasse – selbst nach monatelanger Banklobbyarbeit, Treffen und Input – immer noch Raum für Kryptofirmen, zinsähnliche Belohnungen anzubieten, die Verbraucher dazu bewegen könnten, Geld von traditionellen Bankkonten abzuziehen. Bankenverbände halten dagegen, dass zinsbringende Stablecoins als Ersatz für versicherte Einlagen fungieren könnten und damit Mittel abschöpfen, auf die Banken für die Vergabe von Hypotheken, Unternehmenskrediten und anderen Kreditformen angewiesen sind. ABA-Ökonomen haben außerdem davor gewarnt, dass die Zulassung von Zinsen den Markt schnell von heute rund 300 Milliarden Dollar auf bis zu 2 Billionen Dollar anwachsen lassen könnte.

Warum es wichtig ist

Der Streit um Zinsen hat bereits den GENIUS Act des Senats, den auf Stablecoins fokussierten Gesetzentwurf, der früher im Zyklus vorankam, verkompliziert und droht nun, den umfassenderen Vorstoß zur Marktstruktur zu verlangsamen. Die Abgeordneten einigten sich schließlich auf einen Kompromiss, der Stablecoin-Zinsen, die Depositenzinsen ähneln, verbieten würde, gleichzeitig aber aktivitätsbasierte Bonusprogramme nach dem Modell von Kreditkartenpunkten erlaubt – große Bankengruppen sagen jedoch, diese Ausnahme sei immer noch zu lasch und drücken weiter beim Kongress auf schärfere Leitplanken.

Auswirkungen auf den Markt

Der Streit steht unter einer harten legislativen Uhr: Vor den Midterm-Wahlen bleiben nur noch etwa zehn Wochen Senatssitzungszeit, und konkurrierende Interessen buhlen um diese Bandbreite. Der Council of Economic Advisers des Weißen Hauses hat argumentiert, der Einsatz von Stablecoins werde das Bankensystem nicht beschädigen; die ABA konterte im April, die Regierung habe die falsche Frage gestellt, da das Risiko in der Zulassung von Zinsen liege, nicht in deren Verbot.

Häufig gestellte Fragen

  1. Was ist der Clarity Act und was regelt er?

    Der Digital Asset Market Clarity Act ist das Krypto-Marktstrukturgesetz des Senats. Er zieht den aufsichtsrechtlichen Rahmen für digitale Vermögenswerte ab, einschließlich Zahlungs-Stablecoins, und geht am Donnerstag in die Befassung des Bankenausschusses des Senats.

  2. Warum kämpfen Banken im Clarity Act gegen Stablecoin-Zinsen?

    Bankenverbände argumentieren, zinsbringende Stablecoins könnten versicherte Einlagen ersetzen und damit Mittel abziehen, auf die Banken für Hypotheken und Unternehmenskredite angewiesen sind, was die Finanzstabilität bedrohe.

  3. Wie groß könnte der Stablecoin-Markt bei zugelassenen Zinsen werden?

    ABA-Ökonomen haben gewarnt, die Zulassung zinsbringender Stablecoins könne den Markt schnell von heute rund 300 Milliarden Dollar auf bis zu 2 Billionen Dollar anwachsen lassen und den Druck auf die Bankenmittel weiter verschärfen.

  4. Was sah der frühere Kompromiss zum GENIUS Act zu Stablecoin-Zinsen vor?

    Die Abgeordneten, die den GENIUS Act früher im Zyklus verhandelten, einigten sich darauf, Stablecoin-Zinsen, die Depositenzinsen ähneln, zu verbieten, gleichzeitig aber aktivitätsbasierte Bonusprogramme nach dem Modell von Kreditkartenpunkten zuzulassen. Große Bankengruppen drücken weiterhin auf schärfere Leitplanken.

  5. Wie viel Zeit bleibt dem Kongress für Krypto-Gesetzgebung?

    Vor den Midterm-Wahlen bleiben nur noch etwa zehn Wochen Senatssitzungszeit, und konkurrierende politische Prioritäten buhlen um diese Bandbreite – was das Risiko erhöht, dass umfassende Krypto-Gesetzgebung vor der Schlussabstimmung ins Stocken gerät.

Quellenangabe
Aggregiert von CoinDesk · Verifiziert · Zuletzt aktualisiert vor 56d
Original öffnen →