Der Senatsbankenausschuss hat kurz nach Mitternacht am Dienstag den vollständigen Text des Clarity Act veröffentlicht und damit eine Anhörung und Abstimmung im Ausschuss am Donnerstag über das bislang folgenreichste US-Gesetz zur Krypto-Marktstruktur vorbereitet. Die Gesetzgebung würde digitale Vermögenswerte formell in den bestehenden Finanzregulierungsrahmen einfügen, festlegen, welche Behörde welche Aktivität überwacht, und langjährige Branchenforderungen zu Stablecoins und dezentraler Finanzwirtschaft kodifizieren.
Der 78-seitige Entwurf hält für eine Kryptoindustrie, die seit Monaten Zugang zu Hinterzimmerrunden hatte, wenige Überraschungen bereit, enthält aber weiterhin die beiden Streitpunkte, die die Verhandlungen geprägt haben. Beim Thema Stablecoin-Renditen spiegelt der Text den Kompromiss wider, auf den sich die Verhandlungsführer im Ausschuss geeinigt hatten, obwohl die American Bankers Association das Wochenende nutzte, um Mitglieder für strengere Grenzen zu mobilisieren — mit dem Argument, renditeträchtige Stablecoins könnten versicherte Einlagen und Hypothekenfinanzierungen absaugen. Bei DeFi übernimmt der Entwurf den Blockchain Regulatory Certainty Act und schützt nicht-verwahrende Softwareentwickler vor einer Einstufung als Geldtransmitter — eine Haltung, die der DeFi Education Fund unterstützte und gleichzeitig zusagte, alle Änderungsanträge im Plenum zu kennzeichnen, die diesen Schutz aufweichen.
Warum es zählt
Eine Zustimmung im Ausschuss würde eine jahrelange Pattsituation bei der Frage beenden, wie die USA Krypto auf Bundesebene regulieren, und den Weg für eine Zusammenführung mit der parallelen Fassung des Senatsausschusses für Landwirtschaft ebnen, bevor im Plenum 60 Senatoren erforderlich sind. Das Weiße Haus peilt offiziell einen Abschluss bis zum 4. Juli an; Senatorin Kirsten Gillibrand prognostiziert die erste Augustwoche. In jedem Fall muss der Entwurf noch eine Befangenheitsklausel aufnehmen, die außerhalb der Zuständigkeit des Bankenausschusses liegt, die aber Demokraten — angeführt von Gillibrand — zur harten Vorbedingung für die endgültige Verabschiedung gemacht haben. Der Krypto-Berater des Weißen Hauses, Patrick Witt, hat die Forderung als nicht verhandelbar bezeichnet, wenn sie eine bestimmte Amtsträgerin oder einen bestimmten Amtsträger gezielt benennt — womit die Ethikformulierung zum wahrscheinlichsten Bruchpunkt des Gesetzes wird.
Marktauswirkungen
Für Stablecoin-Emittenten ist die Renditeregulierung der bindende Engpass: Die Bankenlobby, die dies als Bedrohung durch Einlagenverdrängung framt, wird den Druck auf zulässige Belohnungsstrukturen auch nach einer Ausschussverabschiedung aufrechterhalten.
Häufig gestellte Fragen
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Was regelt der Clarity Act?
Es ist der Krypto-Marktstrukturentwurf des Senatsbankenausschusses, der digitale Vermögenswerte formell in den bestehenden US-Finanzregulierungsrahmen einordnet und Regeln zu Stablecoin-Renditen sowie nicht-verwahrenden DeFi-Entwicklern kodifiziert.
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Wann stimmt der Ausschuss über den Clarity Act ab?
Der Senatsbankenausschuss wird am Donnerstag in einer Anhörung über den Entwurf abstimmen, nachdem der Text kurz nach Mitternacht am Dienstag veröffentlicht worden war.
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Warum wehren sich US-Banken gegen die Stablecoin-Renditeregeln?
Die American Bankers Association argumentiert, renditeträchtige Stablecoins könnten versicherte Einlagen ersetzen und Hypothekenfinanzierungen entziehen, und hat das Wochenende genutzt, um Abgeordnete für eine Verschärfung der Formulierung vor der Ausschussabstimmung zu lobbyieren.
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Wie behandelt der Entwurf DeFi-Entwickler?
Der Text übernimmt den Blockchain Regulatory Certainty Act und schützt nicht-verwahrende Softwareentwickler davor, als Geldtransmitter eingestuft zu werden — eine Haltung, die der DeFi Education Fund unterstützte und Änderungsanträge zu beobachten versprach.
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Was ist das größte verbleibende Hindernis für die endgültige Verabschiedung?
Eine Befangenheitsklausel außerhalb der Zuständigkeit des Bankenausschusses, die Demokraten unter Führung von Senatorin Kirsten Gillibrand zur harten Vorbedingung für die Verabschiedung gemacht haben — und die das Weiße Haus als nicht verhandelbar bezeichnet, wenn sie eine bestimmte Amtsinhaberin oder einen bestimmten…