Die American Bankers Association hat eine Morning-Consult-Umfrage unter 2.000 US-Erwachsenen vorgelegt, der zufolge 57 % der Amerikaner finden, der Kongress solle Kryptofirmen verbieten, Zinsen auf Stablecoins anzubieten, falls diese Praxis das Kreditgeschäft von Gemeinwohlbanken bedrohen könnte — bei einer Fehlertoleranz von rund 2 %. Dieselbe Umfrage zeigt allerdings auch, dass 30 % der Befragten in den nächsten zwölf Monaten digitale Vermögenswerte kaufen oder nutzen wollen und 17 % bereits welche besitzen — Zahlen, auf die die Krypto-Branche verweisen wird, um zu belegen, dass die ABA-Rahmung die tatsächliche öffentliche Aufnahmebereitschaft überzeichnet.
Warum es zählt
Die Umfrage fällt in einen politisch aufgeladenen Moment: Dem Senat bleiben nur noch wenige Wochen bis zur Sommerpause, um den überparteilichen Stablecoin-Kompromiss des Senatsbankenausschusses mit dem Begleitgesetz des Senatsausschusses für Landwirtschaft zusammenzuführen und ein Marktstrukturpaket auf den Schreibtisch von Präsident Donald Trump zu bringen. ABA-Präsident und CEO Rob Nichols präsentierte die Umfragewerte als direkte Warnung an die Gesetzgeber und erklärte, die Amerikaner wollten keine Regeln, die „Kreditvergabe und Wirtschaftswachstum untergraben“. Der Bankenausschuss hat bereits eine Kompromissformulierung entworfen, doch die Banken drängen weiterhin auf Last-Minute-Änderungen an den Zinsabschnitten — insbesondere an den Ausnahmen, die es Krypto-Plattformen ermöglichen würden, Belohnungsprogramme rund um die aktive Nutzung von Stablecoins zu betreiben, vergleichbar mit Kreditkartenpunkten.
Marktauswirkungen
Die politische Lesart ist eindeutig. Die Schlagzeile von 57 % gibt der Bankenlobby Deckung, ein strikteres Verbot jedes verzinslichen Stablecoin-Produkts zu fordern — jene strukturelle Bedrohung für das Einlagengeschäft der Banken, die die Branche seit Monaten anführt. Gegendruck ist sichtbar: Eine separate, von CoinDesk in Auftrag gegebene Wählerumfrage ergab, dass 52 % digitale Vermögenswerte als mehr als eine vorübergehende Modeerscheinung betrachten, und die Blockchain Association führt diese Woche 160 ehemalige Strafverfolgungs-, Sicherheits- und Geheimdienstbeamte durch Senatsbüros, um für einen fertigen Gesetzentwurf zu werben. Auch die Fragestellung der Umfrage — die Stablecoin pauschal als Risiko für die Kreditvergabe unterstellte — eröffnet der Krypto-Seite die Möglichkeit, die Rahmung als suggestiv zu kritisieren.
Häufig gestellte Fragen
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Was hat die neue Umfrage der American Bankers Association eigentlich ergeben?
Eine Morning-Consult-Umfrage unter 2.000 US-Erwachsenen ergab, dass 57 % der Meinung sind, der Kongress solle Kryptofirmen verbieten, Zinsen auf Stablecoins anzubieten, falls dies das Kreditgeschäft von Gemeinwohlbanken gefährden könnte — bei einer Fehlertoleranz von rund 2 %.
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Warum lobbyieren Banken im Clarity Act gegen Stablecoin-Zinsen?
Banken argumentieren, dass jede Rendite auf Stablecoins — selbst Belohnungen für aktive Nutzung — Einlagen aus verzinslichen Gemeinwohlbank-Konten abziehen und die traditionelle Kreditvergabe beschädigen würde.
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Was erlaubt der aktuelle Entwurf des Clarity Act tatsächlich bei Stablecoin-Zinsen?
Nach der bisherigen Formulierung dürfen Krypto-Plattformen keine Zinsen auf statische Stablecoin-Bestände zahlen, aber Belohnungsprogramme für die aktive Nutzung der Token anbieten — ähnlich wie Kreditkartenpunkteprogramme.
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Wo steht der Clarity Act derzeit im Senat?
Der Senatsbankenausschuss hat einen überparteilichen Kompromiss verabschiedet, der jedoch noch mit einem Begleitgesetz des Senatsausschusses für Landwirtschaft zusammengeführt werden muss, bevor es zur Abstimmung kommt — bei nur noch wenigen Wochen bis zur August-Pause.
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Zeigte die ABA-Umfrage auch Unterstützung für Krypto und Stablecoins?
Ja — 30 % der Befragten wollen in den nächsten zwölf Monaten digitale Vermögenswerte kaufen oder nutzen, 17 % besitzen bereits welche, und 24 % sagten, Krypto und Stablecoins könnten ihnen persönlich bedeutende Vorteile bringen.