Das FBI bestätigte, dass die nordkoreanische Gruppe TraderTraitor hinter dem Diebstahl von mehr als 6 Milliarden US-Dollar von Binance steckt, und forderte Kryptounternehmen auf, Transaktionen mit Bezug zu Hunderten identifizierten Adressen zu blockieren. In der Mitteilung wurden mehr als 600 Ethereum-Adressen, knapp 20 Bitcoin-Adressen und eine Solana-Adresse aufgeführt. Binance erklärte, 90 % der gestohlenen Kryptowährungen ersetzt zu haben, und kündigte an, Kundenauszahlungen am Sonntag wieder aufzunehmen.
Warum das wichtig ist
Die Aufforderung des FBI richtet sich nicht nur an zentralisierte Börsen. Genannt werden THORNode und RPC-Node-Betreiber, Instant-Börsen, DeFi-Dienste, Blockchain-Analysefirmen und andere Anbieter virtueller Vermögenswerte. Sie sollen Transaktionen von Adressen blockieren, die TraderTraitor zur Geldwäsche genutzt hat.
Die aufgeführten Adressen machen nur einen Teil eines wachsenden Netzwerks aus. Chainalysis-CEO Jonathan Levin sagte, die Angreifer hätten bereits Tausende Adressen genutzt und könnten in den kommenden Wochen Zehntausende weitere einsetzen, während die Gelder über Bridges, Instant-Börsen und Swapper fließen. Chainalysis beschrieb außerdem automatisierte Geldwäschemechanismen, die die Spur verwischen sollen, indem Gelder zwischen Adressen hin- und hergeschoben werden.
Auswirkungen auf den Markt
Stablecoin-Emittenten hatten mehr als 2,4 Milliarden US-Dollar der gestohlenen Gelder eingefroren, doch die Angreifer wuschen weiterhin einen Großteil des Rests. Die Kombination aus Adresssperren und dem Einfrieren von Vermögenswerten könnte die Wege einschränken, über die die Erlöse bewegt werden. Gleichzeitig erhöht das wachsende Netzwerk den Prüfaufwand für Dienste, die BTC-, ETH- und SOL-Transaktionen abwickeln.
Das FBI identifizierte TraderTraitor als nordkoreanische Hackergruppe. Chainalysis erwartet, dass sich die Geldwäscheaktivitäten auf weitere Dienste ausweiten. Der Fall setzt Anbieter von Krypto-Infrastruktur unter Druck, schnell auf neue Adressen zu reagieren, während Ermittler die gestohlenen Gelder verfolgen.
Häufig gestellte Fragen
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Welche Adressen identifizierte das FBI im Zusammenhang mit dem Binance-Diebstahl?
Das FBI führte mehr als 600 Ethereum-Adressen, knapp 20 Bitcoin-Adressen und eine Solana-Adresse auf, die mit Geldern aus dem Hack in Verbindung stehen.
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Welche Kryptodienste forderte das FBI auf, Transaktionen zu blockieren?
Die Aufforderung nennt THORNode- und RPC-Node-Betreiber, Instant-Börsen, DeFi-Dienste, Blockchain-Analysefirmen und andere Anbieter virtueller Vermögenswerte.
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Wie viele Adressen könnten die Angreifer für die Geldwäsche nutzen?
Chainalysis zufolge haben die Angreifer bereits Tausende Adressen genutzt. In den kommenden Wochen könnte die Zahl auf Zehntausende steigen.
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Wie viel der gestohlenen Gelder hatten Stablecoin-Emittenten eingefroren?
Stablecoin-Emittenten hatten mehr als 2,4 Milliarden US-Dollar der gestohlenen Gelder eingefroren, während die Angreifer einen Großteil des Rests weiter wuschen.
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Was sagte Binance zum Ersatz der Gelder und zu Kundenauszahlungen?
Binance erklärte, 90 % der gestohlenen Kryptowährungen ersetzt zu haben, und kündigte an, Kundenauszahlungen am Sonntag wieder aufzunehmen.
CoinDesk