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Bitcoin: 63%-HODL-Welle signalisiert Alterung statt Nachfrage

Der Anstieg spiegelt wider, dass Coins Altersbänder überschreiten. Aussagen über Besitzverhältnisse, verlorene Bestände und neue Akkumulation bleiben ohne Daten zu Kapitalflüssen und Ausgabeverhalten offen.

Der Anteil des Bitcoin-Bestands, der zuletzt vor mindestens einem Jahr bewegt wurde, erreichte am 18. September 63,3 Prozent, nach 62,32 Prozent einen Monat zuvor. Der Anstieg erfolgte, während das Band für ein bis zwei Jahre von 13,52 auf 14,57 Prozent zunahm und das Band für sechs bis zwölf Monate von 19,10 auf 17,53 Prozent sank.

Warum das wichtig ist

Diese gegenläufigen Bewegungen stehen im Einklang damit, dass Coins allein durch ihr Unbewegtbleiben die Altersgrenze von einem Jahr überschreiten. HODL-Wellen ordnen nicht ausgegebene Transaktions-Outputs nach ihrer letzten Bewegung auf der Blockchain ein. Sie zeigen daher die Altersverteilung und nicht die Absicht der Anleger. Eine Übertragung zwischen Wallets, die vom selben Eigentümer oder Verwahrer kontrolliert werden, kann das Alter eines Outputs zurücksetzen. Verlorene Coins können dagegen in älteren Bändern verbleiben, ohne dass dies auf bewusstes Halten hindeutet.

Die Daten erlauben daher nur eine begrenzte Schlussfolgerung: Der Bitcoin-Bestand ist älter geworden, während der innerhalb eines Monats bewegte Anteil von 7,30 auf 7,03 Prozent sank. Daraus lässt sich weder ableiten, dass Käufer zuletzt Coins akkumuliert haben, noch dass das zum Verkauf verfügbare Angebot knapper geworden ist.

Auswirkungen auf den Markt

Der HODL-Wert für die Einjahresfrist sollte am besten als Signal für eine Alterung und nicht als eigenständiger bullisher Katalysator betrachtet werden. Um die These einer neuen Akkumulation zu bestätigen, müssten bereinigte Bestandsveränderungen auf Entitätsebene, Börsenflüsse und das Ausgabeverhalten in dieselbe Richtung weisen.

Diese Unterscheidung ist wichtig, weil die Bruttoanteile der Kohorten nicht erkennen lassen, ob Einheiten den Besitzer wechselten, intern verschoben wurden oder einfach inaktiv blieben. Die Warnung von Coinbase im November 2025 vor einer Migration zwischen internen Wallets zeigte, dass große On-Chain-Volumina entstehen können, ohne Verkäufe am Markt widerzuspiegeln. Allerdings wird dieses Ereignis nicht als Ursache der aktuellen Verschiebung bezeichnet.

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Häufig gestellte Fragen

  1. Was ließ den Bitcoin-HODL-Anteil für ein Jahr auf 63,3 Prozent steigen?

    Der Anstieg stand im Einklang damit, dass Coins im Unbewegtbleiben die Einjahresgrenze überschritten. Das Band für ein bis zwei Jahre nahm zu, während das Band für sechs bis zwölf Monate zurückging.

  2. Beweist die HODL-Welle, dass Anleger zuletzt Bitcoin akkumuliert haben?

    Nein. HODL-Wellen messen das Alter nicht ausgegebener Transaktions-Outputs, nicht die Absicht der Anleger, Besitzverhältnisse oder jüngste Käufe. Eine neue Akkumulation muss durch andere On-Chain-Messgrößen bestätigt werden.

  3. Warum nahm das Bitcoin-Band für ein bis zwei Jahre zu?

    Coins, die zuletzt ungefähr vor einem Jahr bewegt wurden, können durch lang genuges Unbewegtbleiben in das Band für ein bis zwei Jahre gelangen.

  4. Was kann den Bitcoin-Bestand jünger erscheinen lassen, ohne dass ein Verkauf stattfindet?

    Eine Übertragung zwischen Wallets, die vom selben Eigentümer oder Verwahrer kontrolliert werden, kann die Uhr für die letzte Bewegung eines Outputs zurücksetzen. Dadurch können Coins jünger erscheinen, ohne dass sich der wirtschaftliche Eigentümer ändert.

  5. Welche Daten könnten einen neuen Akkumulationstrend bei Bitcoin bestätigen?

    Bereinigte Bestandsveränderungen auf Entitätsebene, Börsenflüsse und das Ausgabeverhalten müssten übereinstimmen. Der Anstieg der HODL-Welle allein misst weder das zum Verkauf verfügbare Angebot noch eine Verknappung des liquiden Angebots.

Quellenangabe
Aggregiert von CryptoSlate · Verifiziert · Zuletzt aktualisiert vor 8h
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