Bitcoin hält sich über $63.000 nach einem Anstieg von 4 % am Sonntag, wobei der Preis nun nahe dem 200-Wochen-Durchschnitt liegt — einem Niveau, das historisch als langfristige Unterstützung und als wichtiger Kampfplatz zwischen Bullen und Bären an Wendepunkten im Zyklus diente. Der Anstieg wurde teilweise durch den Hinweis von Strategy Executive Chairman Michael Saylor auf weitere BTC-Käufe angestoßen, ein Signal, das die Märkte ernst nehmen, angesichts der aggressiven Akkumulation des Unternehmens in der Vergangenheit.
Warum es wichtig ist
Der 200-Wochen-MA ist nicht nur eine technische Linie — er ist das Niveau, das den Boden Mitte 2022 definiert hat, und das aktuelle Setup zieht direkte Vergleiche nach sich. Alex Kuptsikevich, Chefmarktanalyst bei FxPro, stellte fest, dass der Stimmungsindex auf einstellige Werte gefallen ist: "Die Situation ähnelt der Mitte 2022. Unter ähnlichen Bedingungen zu dieser Zeit schwächte sich der Abwärtsdruck, aber eine vollwertige Umkehr fand erst viele Monate später statt." Diese Einordnung dämpft die optimistische Sichtweise: Stabilisierung ist nicht dasselbe wie ein bestätigter Boden.
Marktauswirkungen
Das offene Interesse an BTC-Futures ist von einem Rekord von 901.000 BTC auf 716.000 BTC innerhalb von nur vier Tagen eingebrochen, was auf erzwungene Long-Liquidationen und nicht auf aggressive neue Short-Positionierungen hinweist — ein strukturell saubereres Setup für eine Erholung. Die implizite Volatilität hat nachgelassen, wobei der 30-Tage-BVIV-Index von einem Höchststand von fast 59 % auf 50 % zurückgegangen ist. Der Optionsfluss auf Deribit ist optimistisch, wobei alle fünf am häufigsten gehandelten Instrumente Calls sind, einschließlich eines $170.000-Strike, der am 25. Dezember verfällt. Ein Risiko bleibt: Die Gamma-Dynamik der Händler rund um die $60.000-Marke könnte Schwankungen in beide Richtungen verstärken, wenn der Preis diesen Bereich erneut erreicht.
CoinDesk