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Bitcoin-Miner stabilisieren Texas’ Stromnetz bei Rekordlast

ERCOT verzeichnete am 22. Juli vorläufig 91.308 MW mit über 20 GW Reserve, doch während Mining-Standorte auf KI-Hosting umstellen, wird die abschaltbare Last, die zugleich als Notbremse des Staates dient, zunehmend aufgebraucht…

ERCOT lieferte am 22. Juli gegen 17 Uhr vorläufig 91.308 Megawatt, einen Tag nachdem die Nachfrage bereits 87.403 MW erreicht und den seit August 2023 bestehenden Rekord von 85.508 MW gelöscht hatte. An keinem der beiden Nachmittage wurde ein Sparappell ausgelöst, und das System verfügte zum Spitzenzeitpunkt über mehr als 20 Gigawatt Reserve. Wenige Tage später teilte der Netzbetreiber den Regulierern mit, die Nachfrage könne sich innerhalb von sechs Jahren ungefähr auf 175.000 MW verdoppeln.

Dieses Polster stammte teilweise von großen flexiblen Verbrauchern, vor allem Bitcoin-Mining-Anlagen, die freiwillige Lastreduktionsverträge mit ERCOT unterzeichnet hatten. Riot Platforms meldete im August 2023 eine Lastreduktion von über 95% während der Spitzenstunden und nahm in diesem Monat 31,7 Millionen Dollar ein, 24,2 Millionen Dollar an Reduktionsguthaben und 7,4 Millionen Dollar an Erlösen aus Laststeuerung, gegen 333 Bitcoin im Wert von rund 8,9 Millionen Dollar. Der Hashprice hat sich seitdem von einem Junirekordtief von 27,20 Dollar auf etwa 32 Dollar erholt, liegt aber weiterhin rund 35% unter dem Oktoberwert von 49,40 Dollar des Vorjahres, weshalb diese Abschaltungen heute günstig bleiben.

Welche Bedeutung das hat

Das ERCOT-Modell wurde um eine ungewöhnliche Strukturrealität herum gebaut: Texas hielt sein Netz bewusst elektrisch von den Nachbarn isoliert, um der bundesstaatlichen Aufsicht zu entgehen, und konnte sich daher im Februar 2021 beim Wintersturm Uri nicht durch Importe retten. Was es stattdessen gewann, war die Möglichkeit, großen Rechenzentren für das Abschalten bei Knappheit zu zahlen. Senate Bill 6, im Juni 2025 unterzeichnet, kodifiziert diese Idee, schreibt Lastreduktionsprotokolle für neue Großverbraucher vor und drängt ERCOT, Lastreduktionen von Kunden mit 75 MW oder mehr Bedarf zu beschaffen. Rund 90% der Anschlusswarteschlange von 438.000 MW entfallen mittlerweile auf Rechenzentren, was die politische Position der Miner verschoben hat: Sie konkurrieren nicht mehr nur untereinander um günstigen Strom, sondern mit KI-Betreibern um dieselben Netzanschlussplätze.

Auswirkungen auf den Markt

Die Flexibilität, auf die Texas in diesem Sommer setzt, ist teilweise das Ergebnis eines schlechten Mining-Jahres. Die Netzwerkschwierigkeit ist seit Januar um etwa 14% gefallen, was 2026 auf den ersten jährlichen Rückgang in der Geschichte von Bitcoin zusteuern lässt, da bereits zahlreiche Maschinen vom Netz genommen wurden. Eine Bitcoin-Erholung dreht die Rechnung um: Ein höherer Hashprice hebt den Großhandelspreis, den ein Miner sehen muss, bevor sich das Abschalten lohnt. Gleichzeitig schrumpft der reduzierbare Anteil von innen heraus. Riot's Rockdale-Campus, der Standort hinter den Gutschriften von 2023, beherbergt jetzt ein geleastes AMD-Rechenzentrum. Batterien entluden am 22. Juli rekordverdächtige 11.980 MW, und Solar erreichte mit rund 34.700 MW einen Rekord, der die Abendlast mit einer Kapazität abdeckt, die ein Mining-Betrieb nicht bieten kann.

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Häufig gestellte Fragen

  1. Welchen Nachfragerekord hat ERCOT am 22. Juli aufgestellt?

    ERCOT lieferte am 22. Juli gegen 17 Uhr vorläufig 91.308 Megawatt, einen Tag nach einem Wert von 87.403 MW, der bereits die seit August 2023 bestehende Marke von 85.508 MW übertraf.

  2. Wie helfen Bitcoin-Miner, das texanische Stromnetz auszugleichen?

    Miner mit freiwilligen Lastreduktionsverträgen mit ERCOT können innerhalb weniger Minuten abschalten, wenn die Großhandelspreise steigen oder Knappheitsereignisse eintreten. Riot meldete im August 2023 über 95% Lastreduktion in den Spitzenstunden und nahm in diesem Monat 31,7 Millionen Dollar an Gutschriften und…

  3. Warum reduziert der KI-Schwenk diese Flexibilität?

    Rund 90% der Anschlusswarteschlange von 438.000 MW bei ERCOT entfallen mittlerweile auf Rechenzentren, und KI-Mieter unterzeichnen Verfügbarkeitsverträge, die die Option ausschließen, an einem heißen Nachmittag abzuschalten. Riot's Rockdale-Campus, der Standort hinter den Lastreduktionsgutschriften von 2023,…

  4. Was ist Senate Bill 6 und was verlangt sie?

    Senate Bill 6, im Juni 2025 unterzeichnet, schreibt Lastreduktionsprotokolle für Großverbraucher auf Übertragungsspannungsebene vor, die nach dem 31. Dezember 2025 ans Netz gehen, und weist ERCOT an, Lastreduktionen von Kunden mit 75 MW oder mehr Bedarf wettbewerblich zu beschaffen.

  5. Warum reagiert die Lastreduktionsrechnung empfindlich auf den Hashprice?

    Ein Preprint von Texas A&M und Harvard zeigt, dass die Mining-Last sinkt, wenn die Stromkosten steigen, die Reaktion jedoch schwächer ausfällt, wenn der Hashprice höher ist. Riot's Unterlagen weisen im ersten Quartal 2026 Nettostromkosten von 3,0 Cent pro kWh aus, während der Hashprice weiterhin rund 35% unter dem…

Quellenangabe
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