Schätzungsweise 20% der Bitcoin-Miner arbeiten bei den aktuellen Preisen derzeit unprofitabel, wobei der Erlös pro Hash unter den Grenzkosten der Produktion für die teuerste Kohorte des Netzwerks liegt.
Warum das wichtig ist
Kapitulation der Miner war historisch gesehen ein Ereignis mit Zwangsverkäufen. Wenn unwirtschaftliche Rigs vom Netz gehen, erhält die verbleibende Hashrate einen größeren Anteil an der Blockbelohnung, und die überlebenden Rigs gehören meist den Betreibern mit den niedrigsten Kosten, oft vertikal integriert mit günstigem Strom. Die erste Welle des diesmaligen Stresses zeigte sich in den Quartalszahlen der börsennotierten Miner: schrumpfende Margen, steigende Stromkosten und eine strategische Hinwendung zu KI-Compute-Hosting als Absicherung gegen das reine BTC-Preisrisiko.
Auswirkungen auf den Markt
Der Stress zeigt sich auch auf Netzwerkebene. Difficulty-Anpassungen haben begonnen, den Rückgang der Hashrate aufzufangen, doch die Verzögerung zwischen Rig-Abschaltungen und Difficulty-Neuberechnung sorgt dafür, dass Miner-Wallets weiterhin in einen weicheren Markt verkaufen, um die Betriebskosten zu decken. Da rund jede fünfte Rig unter Wasser steht, ist der Verkaufsdruck aus erzwungener Distribution eine strukturelle Belastung für den kurzfristigen Preis, bis die Difficulty neu justiert wird oder BTC das Niveau zurückerobert, für das diese Rigs ursprünglich ausgelegt waren.
Häufig gestellte Fragen
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Gab es Miner-Kapitulation in der Bitcoin-Geschichte schon einmal?
Ja. Vergleichbarer Stress trat am Bärenmarkt 2018 und während des Rückgangs Mitte 2022 auf. In beiden Fällen klangen die Zwangsverkäufe ab, sobald die Difficulty nach unten angepasst wurde und die Betreiber mit den niedrigsten Kosten einen größeren Anteil an der Blockbelohnung übernahmen.
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