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Bitcoin trotzt 4,9 % Rendite zweijähriger US-Anleihen

Das makroökonomische Umfeld verschärft sich, doch Bitcoin hält sich über dem Mai-Hoch und dem 50-Wochen-Durchschnitt. Damit werden die Wochenschlusskurse zum entscheidenden Test für den Ausbruch.

Die Rendite zweijähriger US-Staatsanleihen stieg nach einem Anstieg um 20 Basispunkte nahezu über Nacht auf 4,9 %, während die Rendite zehnjähriger Anleihen 5,1 % erreichte. Der Leitzins der Fed liegt weiterhin bei 4 %, wodurch eine Lücke zwischen der kurzfristigen Geldpolitik und der Marktschätzung eines neutralen Zinssatzes besteht. Auch Energiepreise und Dollar ziehen an. Dennoch ist Bitcoin über sein Mai-Hoch gestiegen und notiert weiterhin über seinem gleitenden 50-Wochen-Durchschnitt.

Warum das wichtig ist

Der makroökonomische Druck kommt aus mehreren Richtungen. Höhere Energiepreise verstärken die Inflationssorgen und treiben das lange Ende der Treasury-Kurve nach oben. Ein stärkerer Dollar belastet Risikoanlagen zusätzlich, während der S&P 500 nach seinem Hoch Mitte August ins Stocken geraten ist und nur rund 1,5 % unter seinem Höchststand liegt.

Die zentrale geldpolitische Frage lautet, ob die Federal Reserve schnell genug reagiert. Die Analyse kommt zu dem Schluss, dass die Fed der Rendite zweijähriger Anleihen nur langsam folgt. Diese gilt häufig als Näherungswert für die Markterwartungen und den neutralen Zinssatz. Da der Leitzins ungefähr einen ganzen Prozentpunkt unter diesem Näherungswert liegt, könnte es schwierig bleiben, die Inflation einzudämmen, ohne die Finanzbedingungen länger straff zu halten.

Auswirkungen auf den Markt

Gold und Silber haben sich im Zeitraum von Mitte September bis Mitte Oktober schwach entwickelt. Damit bestätigen sie weitgehend die These, dass steigende Renditen und ein stärkerer Dollar die Rohstoffpreise belasten würden. Bitcoin bildet die Ausnahme. Historische Golden-Cross-Konstellationen führten häufig zunächst zu einem Rückgang und anschließend zu einer Rally. Die aktuelle Bewegung folgt diesem Muster trotz des allgemein schwierigen Umfelds für Risikoanlagen.

Der nächste Test ist der Wochenschluss. Jeder höhere Schlusskurs über der Ausbruchszone liefert Bitcoin-Bullen weitere Hinweise darauf, dass das Tief erreicht wurde. Ein Rückfall unter $83K würde das Risiko eines Rücksetzers im vierten Quartal wieder erhöhen, auch wenn dieser Rücksetzer nicht zwingend ein neues Tief markieren müsste. Für Breakout-Trader liegt das zentrale Risiko in einem gescheiterten Ausbruch. Für Anleger mit einem regelmäßigen Kaufplan ist der Unterschied zwischen einem tieferen Tief und einem makroökonomisch höheren Tief weniger wichtig als der langfristige Akkumulationsplan.

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Häufig gestellte Fragen

  1. Warum sind steigende Renditen von US-Staatsanleihen ein Problem für Bitcoin?

    Höhere Renditen können die Finanzbedingungen verschärfen und die Nachfrage nach Risikoanlagen verringern. Die Analyse bringt steigende Renditen zudem mit stärkeren Inflations- und Dollarrisiken in Verbindung.

  2. Welche Renditen von US-Staatsanleihen werden in dieser Analyse hervorgehoben?

    Die Rendite zweijähriger US-Staatsanleihen wird mit 4,9 % angegeben, die zehnjähriger Anleihen mit 5,1 %. Der Leitzins der Fed liegt bei 4 %.

  3. Warum wird Bitcoin als Ausnahme bezeichnet?

    Bitcoin ist über sein Mai-Hoch gestiegen und notiert weiterhin über seinem gleitenden 50-Wochen-Durchschnitt, obwohl Dollar, Energiepreise und Renditen von US-Staatsanleihen steigen.

  4. Was würde den aktuellen Bitcoin-Ausbruch schwächen?

    Ein Wochenschluss unter $83K würde das Risiko eines Rücksetzers im vierten Quartal wieder erhöhen. Laut der Analyse würde dieser Rücksetzer nicht zwangsläufig ein neues Tief hervorbringen.

  5. Was ist das wichtigste nächste Marktsignal?

    Entscheidend ist, wo Bitcoin die Woche beendet. Wiederholt höhere Schlusskurse über der Ausbruchszone würden den Bullen zusätzliche Bestätigung liefern, dass das Tief erreicht wurde.

Quellenangabe
Aggregiert von Benjamin Cowen · Verifiziert · Zuletzt aktualisiert vor 28d
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