Block Inc., der von Jack Dorsey geführte Mutterkonzern von Cash App, hat zugestimmt, 45 Millionen Dollar zu zahlen, um Vorwürfe der Generalstaatsanwälte aus nahezu allen US-Bundesstaaten beizulegen, das Unternehmen habe Kunden nicht vor Betrug geschützt und über die Sicherheit der App getäuscht. Die New Yorker Generalstaatsanwältin Letitia James erklärte bei der Bekanntgabe der Einigung am Mittwoch, Block habe Cash App als Plattform mit Schutzmechanismen vergleichbar mit denen einer traditionellen Bank vermarktet, ohne über eine konsequente Betrugserkennung und eine funktionierende Kundenhotline für Betrugsmeldungen zu verfügen.
„New Yorkern wurde versprochen, dass Cash App eine sichere Plattform zur Geldüberweisung sei, doch in Wirklichkeit setzte die App sie massenhaftem Betrug aus“, erklärte James in der Stellungnahme. Die Aufseher sagten, Block habe gewusst, dass der Betrug zunahm, habe jedoch stattdessen auf Marketing gesetzt, anstatt zu warnen, und habe sich gezielt an unbanked und unterbanked Nutzer gewandt, für die Cash App häufig das Hauptfinanzkonto darstellte.
Warum es wichtig ist
Die Bundesstaaten kritisierten besonders die Social-Promo-Aktion „Cash App Friday“, bei der Nutzer ihre individuellen App-Kennungen posten konnten, um Preise zu gewinnen. Betrüger scrapten diese Kennungen, kontaktierten die Nutzer, behaupteten, sie hätten gewonnen, und brachten sie dazu, ihre Anmeldedaten preiszugeben. Die Ermittler stellten fest, dass Block über das Schema Bescheid wusste und die Aktion weiterlief, während Mitarbeiter darauf vorbereitet wurden, betrogene Kunden zu erwarten.
Die Einigung ist überparteilich und deckt Verbraucherschutz-Themen ab, die bislang traditionellen Banken vorbehalten waren, nicht jedoch App-basierten Zahlungsverkehr. Genau diese Unterscheidung sollten andere Fintech- und Krypto-Wallet-Betreiber aufmerksam lesen.
Auswirkungen auf den Markt
Block hat im Rahmen der Vergleichsvereinbarung kein Fehlverhalten eingeräumt. Ein Sprecher bezeichnete die Angelegenheit als „historische Aspekte unseres Geschäfts“ und verwies auf jüngste Investitionen in Verbraucherschutz und Compliance. Im Rahmen der Einigung muss Block künftig Support für Betrugsbeschwerden vorhalten, rund um die Uhr Live-Kundenservice anbieten und aufhören, Behauptungen zur angeblichen Sicherheit von Cash App aufzustellen.
Die Block-Aktie gab am Tag der Bekanntgabe um rund 1,5 Prozent nach, eine verhaltene Reaktion, die darauf hindeutet, dass die Anleger die Einigung weitgehend eingepreist hatten; Analysten hatten die Untersuchung mit Beteiligung mehrerer Bundesstaaten bereits seit Monaten verfolgt.
Häufig gestellte Fragen
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Was hat Block im Zusammenhang mit Cash App mutmaßlich falsch gemacht?
Generalstaatsanwälte aus nahezu allen US-Bundesstaaten warfen Block vor, Cash App mit einem traditionellem Bankschutz vergleichbare Schutzmechanismen beworben zu haben, ohne über eine konsequente Betrugserkennung und eine funktionierende Kundenhotline für Betrugsmeldungen zu verfügen. Die Bundesstaaten erklärten,…
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Wie viel zahlt Block im Cash-App-Vergleich?
Block stimmte zu, 45 Millionen Dollar zur Beilegung der Vorwürfe aus den Bundesstaaten zu zahlen. Die Einigung verpflichtet das Unternehmen außerdem, Support für Betrugsbeschwerden vorzuhalten, rund um die Uhr Live-Kundenservice anzubieten und keine Sicherheitsbehauptungen mehr über Cash App aufzustellen.
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Was war die „Cash App Friday“-Aktion und warum wurde sie kritisiert?
Bei „Cash App Friday“ konnten Nutzer ihre individuellen App-Kennungen posten, um an Preisverlosungen teilzunehmen. Die Aufseher sagten, Betrüger hätten diese Kennungen gescrapet, die Nutzer kontaktiert, einen Gewinn vorgegeben und sie dazu gebracht, ihre Anmeldedaten preiszugeben. Die Ermittler erklärten, Block habe…
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Hat Block im Cash-App-Vergleich Fehlverhalten eingeräumt?
Nein. Block hat im Rahmen der Vergleichsvereinbarung kein Fehlverhalten eingeräumt. Ein Unternehmenssprecher bezeichnete die Angelegenheit als historische Aspekte des Geschäfts und verwies auf jüngste Investitionen in Verbraucherschutz, Kundenservice und Compliance.
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Wie hat die Block-Aktie auf den Cash-App-Vergleich reagiert?
Die Block-Aktie fiel am Tag der Bekanntgabe um rund 1,5 Prozent, eine verhaltene Reaktion, die darauf hindeutet, dass die Anleger die Untersuchung mit Beteiligung mehrerer Bundesstaaten nach monatelanger Berichterstattung weitgehend eingepreist hatten.
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