Bitcoin hielt sich nahe 75.000 $ durch eine Woche, die ihn eigentlich brechen sollte, und schluckte sowohl eine Zinserhöhung der Federal Reserve als auch die Ablehnung des Clarity Act im Senat mit 49 zu 50 ohne echte Neubewertung. Das Scheitern der Abstimmung löste zwar innerhalb von 24 Stunden Long-Liquidationen in Höhe von 571 Millionen Dollar aus, und Coinbase (COIN) sowie Circle (CRCL) gaben jeweils um 10 % nach, bevor sie am Freitag wieder zulegten, doch der Spotmarkt selbst reagierte kaum.
Warum das wichtig ist
Die Widerstandskraft deutet auf die Positionierung hin, nicht auf Glück. Jag Kooner, Leiter Derivate bei Bitfinex, sagte, die Händler hätten nicht auf eine Verabschiedung des Gesetzes gesetzt, sodass nur wenige Positionen abzuwickeln waren. Die dauerhaftere Folge ist, dass die Branche weiter ohne gesetzliche Regeln bleibt und die US-Krypto-Regulierung auf einen behördengesteuerten Pfad gedrängt wird: Die SEC hat bereits eine bedingte Innovation Exemption herausgegeben, die qualifizierten Plattformen den Handel mit tokenisierten US-Aktien erlaubt, und Führungskräfte rechnen damit, dass die SEC und die CFTC ihre Regelsetzung auf Basis bestehender Befugnisse fortsetzen.
Bitwise-CIO Matt Hougan sieht weiterhin zweieinhalb Jahre eines Krypto-freundlichen Regulierungsregimes vor sich und bezeichnet jeden kurzfristigen Abverkauf wegen "Clarity-Act-Stimmung" als Gelegenheit, warnt jedoch, dass der Weg ohne das Gesetz holpriger wird.
Marktauswirkungen
Nexo-Dispatch-Analyst Ilya Kalchev ordnet die Konstellation als Konsolidierung ein, nicht als Ausbruch: Bitcoin muss zunächst 77.950 $ überwinden, dann 79.300 $ und 80.000 $, wobei ein Anstieg über 80.000 $ den Weg zu 81.400 $ öffnet, während ein Fall unter 75.000 $ die Erholung in Frage stellen würde. Der September-Arbeitsmarktbericht am 2. Oktober und der CPI am 14. Oktober sind die nächsten makroökonomischen Tests, und anhaltende ETF-Zuflüsse oder erneute Spotkäufe wären das klarste Ausbruchssignal.
Vineet Budki von Sigma Capital hält sich mit einer Bodenruf zurück und verweist auf den Vierjahreszyklus und das hohe Zinsniveau, während Mati Greenspan von Quantum Economics anmerkt, dass Bitcoin historisch unter regulatorischem Druck besser performt hat als bei regulatorischer Klarheit.
Häufig gestellte Fragen
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Warum hielt sich Bitcoin nahe 75.000 $ nach der Fed-Zinserhöhung und dem Scheitern des Clarity Act?
Die Derivate-Positionierung erklärt es: Wenige Händler hatten auf die Verabschiedung des Gesetzes gesetzt, daher hinterließ die Ablehnung mit 49 zu 50 im Senat nur wenige abzuwickelnde Positionen. Bitfinex' Jag Kooner sagte, die moderaten Spotreaktion zeige einen Markt, der mit einem legislativen Durchbruch nie…
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Wie hoch waren die Liquidationen nach der gescheiterten Abstimmung zum Clarity Act?
In den ersten 24 Stunden nach dem Scheitern der Abstimmung wurden Long-Futures-Positionen in Höhe von 571 Millionen Dollar liquidert. Auch die börsennotierten Krypto-Firmen Coinbase und Circle gaben um etwa 10 % nach, bevor sie am Freitag wieder zulegten.
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Welche Bitcoin-Preismarken sind jetzt relevant?
Nexo-Dispatch-Analyst Ilya Kalchev sieht bei 77.950 $ die erste Hürde, danach bei 79.300 $ und 80.000 $. Ein Anstieg über 80.000 $ könnte den Weg zu 81.400 $ öffnen, während ein Fall unter 75.000 $ die Erholung in Frage stellen würde.
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Was passiert nun mit der US-Krypto-Regulierung, nachdem der Clarity Act gescheitert ist?
Analysten erwarten, dass die SEC und die CFTC Regeln über bestehende Befugnisse statt per Gesetz vorantreiben. Die SEC hat bereits eine befristete, bedingte Innovation Exemption herausgegeben, die qualifizierten Krypto-Plattformen den Handel mit tokenisierten US-Aktien erlaubt.
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Welche makroökonomischen Katalysatoren für Bitcoin stehen als Nächstes an?
Laut Kalchev sind der September-Arbeitsmarktbericht am 2. Oktober und die CPI-Veröffentlichung am 14. Oktober die nächsten Tests. Anhaltende ETF-Zuflüsse oder erneute Spotkäufe wären das klarste Zeichen, dass Bitcoin sich auf einen Ausbruch aus seiner Range vorbereitet.
CoinDesk