Liquid Network hat 3.400 der 4.000 BTC zurückgewonnen, die nach der Sicherheitslücke am Sonntag aus dem Föderations-Wallet abgezogen wurden. Damit sind noch rund 598 BTC im Wert von etwa 47 Millionen Dollar ausstehend.
Der Angriff hat nahezu die gesamte Reserve geleert, sodass nur 197 BTC im Wallet verblieben, und L-BTC zeitweise ohne ausreichende Deckung gelassen.
Blockstream und Föderationsmitglieder haben Bridge-Nodes deaktiviert und Liquid pausiert, während sie Fixes an der betroffenen Infrastruktur vorgenommen haben. Das Netzwerk muss zudem einen Chain-Split beheben, der während der Pause entstanden ist, und weitere Sicherheitsverbesserungen abschließen, bevor es wieder anläuft.
Warum es wichtig ist
Liquid ist eine Bitcoin-Sidechain von Blockstream. Das Modell beruht darauf, dass jedes L-BTC eins zu eins mit Bitcoin in einem gemeinsamen Föderations-Wallet hinterlegt ist. Die fehlende Reserve hat deshalb das Vertrauen in den Token direkt bedroht. Andere auf Liquid ausgegebene Assets, darunter tether, waren vom Diebstahl nicht betroffen.
Die Angreifer haben sich als White-Hat-Hacker zu erkennen gegeben und über Nachrichten kommuniziert, die sie in Bitcoin-Transaktionen eingebettet haben. Nachdem die betroffenen Bridge-Nodes gepatcht waren, haben sie den Großteil der Mittel zurückgegeben, was die unmittelbare Knappheit an Sicherheiten entschärft, den Vorfall aber ungelöst lässt.
Auswirkungen auf den Markt
Die Rückgabe von 3.400 BTC reduziert den weiterhin gefährdeten Betrag, doch die operativen und Sicherheitsrisiken des Netzwerks bleiben erheblich, solange 598 BTC fehlen. Liquid bleibt pausiert, und Börsen wurden angewiesen, L-BTC-Ein- und -Auszahlungen einzufrieren. Nutzer müssen nicht aktiv werden, doch Blockstream warnte davor, Bitcoin an Liquid-Peg-in-Adressen zu senden, bis ein sicherer Neustart bestätigt ist.
Der nächste Prüfstein ist, ob die Betreiber die Chain wiederherstellen, die vollständige Deckung von L-BTC verifizieren und das Marktvertrauen nach einem Angriff zurückgewinnen können, der Schwächen in einer zentralen Föderations- und Bridge-Schicht offengelegt hat.
Häufig gestellte Fragen
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Wie viel Bitcoin hat Liquid aus der Sicherheitslücke zurückgewonnen?
Liquid hat 3.400 der 4.000 BTC zurückgewonnen, die aus dem Föderations-Wallet abgezogen wurden. Rund 598 BTC im Wert von etwa 47 Millionen Dollar bleiben ausstehend.
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Warum war das fehlende Bitcoin ein Problem für L-BTC?
Jedes L-BTC soll eins zu eins mit Bitcoin im Föderations-Wallet hinterlegt sein. Der Abzug hat nur 197 BTC in der Reserve gelassen und L-BTC zeitweise ohne ausreichende Deckung gelassen.
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Was unternimmt Liquid vor dem Neustart?
Blockstream und Föderationsmitglieder arbeiten an weiteren Fixes, verbessern die Sicherheit, beheben einen Chain-Split und bereiten einen sicheren Neustart vor. Bridge-Nodes wurden deaktiviert und das Netzwerk bleibt pausiert.
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Waren andere Assets auf Liquid betroffen?
Andere auf Liquid ausgegebene Assets, darunter tether, waren nicht betroffen. Die Auswirkungen konzentrierten sich auf das Bitcoin-Föderations-Wallet und die Sicherheiten hinter L-BTC.
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Müssen Nutzer aktiv werden?
Laut Samson Mow ist keine Aktion der Nutzer erforderlich. Er warnte davor, Bitcoin an Liquid-Peg-in-Adressen zu senden, bis der Neustart des Netzwerks bestätigt ist.