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Bundesbank testet Prividiums Open-Source-Engine

Die Open-Source-Stellung des Permissioning-Kerns beseitigt die Single-Vendor-Abhängigkeit, die regulierte Institute von Permissioned Chains fernhielt, und ermöglicht es der Bundesbank, ihren eigenen Settlement-Knoten mit öffentlichem Code zu betreiben

Matter Labs, der Entwickler hinter ZKsync, hat die Permissioning-Engine von Prividium als Open Source veröffentlicht. Prividium ist dessen Distributed-Ledger-Technologie-Plattform für Finanzinstitute. Die Deutsche Bundesbank ist die erste Institution, die die Open-Source-Engine in ihrer eigenen Infrastruktur testet und einsetzt. Matter Labs wird die Zusammenarbeit mit der Zentralbank bei Design und Tests der Plattform fortsetzen.

Warum das wichtig ist

Der Großteil des Prividium-Stacks war bereits öffentlich, einschließlich des ZKsync-OS-Kerns, des Atlas-Sequencers, des Airbender-Provers, der Interoperabilitäts-Verträge und des Block-Explorers. Die Permissioning-Engine war das fehlende Puzzleteil: der Code, der entscheidet, wer auf der Chain lesen und schreiben darf.

CEO Alex Gluchowski sagte gegenüber The Block, die häufigste Rückmeldung regulierter Institute sei gewesen, dass ein rein kommerzieller Kern eine Single-Vendor-Abhängigkeit bedeute, die sie in kritischer Infrastruktur nicht akzeptieren könnten. Open-Sourcing des Kerns beseitige diese Barriere strukturell.

Gluchowski ordnete den Schritt in größeren Dimensionen ein: Open Weights hätten für KI getan, was Open Source nun für die Finanzinfrastruktur tue. Eine Zentralbank, die öffentlichen Code betreibe, sei das deutlichste Signal dafür, wohin sich institutionelle DLT entwickle.

Marktauswirkungen

Der Einsatz erfolgt, während das Eurosystem Pontes vorantreibt, ein Projekt zur Anbindung von Markt-DLT-Plattformen an die TARGET-Zahlungsdienste der Eurozone, mit einem ersten Launch im dritten Quartal 2026. Die eigenständige Permissioning-Engine von Prividium fügt sich in diese Roadmap ein: Ein Institut kann eine Permissioned Chain mit öffentlichem Code ohne kommerzielle Vereinbarung betreiben, während Admin-Tools und Systemintegrationen kommerzielle Produkte bleiben. Die Rolle des $ZK-Tokens ändert sich durch die Ankündigung nicht.

Verwandte Tokens
$ZK

Häufig gestellte Fragen

  1. Was ist Prividium und wie unterscheidet es sich vom regulären ZKsync?

    Prividium ist Matter Labs' Permissioned-DLT-Plattform für Finanzinstitute, die auf ZKsyncs Stack aufbaut, aber Smart-Contract- und Token-Daten in der eigenen Umgebung des Betreibers hält und Zero-Knowledge-Proofs zur Verifikation nutzt.

  2. Warum hat Matter Labs die Permissioning-Engine jetzt als Open Source veröffentlicht?

    CEO Alex Gluchowski erklärte, regulierte Institute hätten wiederholt die Single-Vendor-Abhängigkeit von einem rein kommerziellen Permissioning-Kern als inakzeptabel für kritische Infrastruktur bezeichnet. Open-Sourcing beseitigt diese Barriere strukturell.

  3. Was genau testet die Bundesbank?

    Die Bundesbank ist die erste Institution, die die neu als Open Source veröffentlichte Permissioning-Engine von Prividium in ihrer eigenen Infrastruktur testet und einsetzt. Matter Labs zufolge wird die Zusammenarbeit bei Design und Tests der Plattform fortgesetzt.

  4. Ändert sich dadurch die Rolle des $ZK-Tokens?

    Nein. Gluchowski sagte gegenüber The Block, die Ankündigung ändere nur, welche Teile der Prividium-Software öffentlicher Code sind. Die Rolle des $ZK-Tokens ändere sich nicht. Admin-Tools und Systemintegrationen bleiben kommerzielle Produkte.

  5. Wie fügt sich dies in die breitere Tokenisierungs-Roadmap der EZB ein?

    Der Einsatz erfolgt, während das Eurosystem Pontes aufbaut, ein System zur Anbindung von Markt-DLT-Plattformen an die TARGET-Zahlungsdienste der Eurozone, mit einem ersten Launch im dritten Quartal 2026. Die eigenständige Permissioning-Engine von Prividium fügt sich in diese Roadmap ein.

Quellenangabe
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