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Bybit beendet F1-Sponsoring: CEO nennt sinkenden Markenwert

Ben Zhous Rechnung ist die eigentliche Geschichte: F1-Rechte werden in der Aktivierung immer teurer, die Zielgruppenüberschneidung rechnet sich nicht mehr, und dieselbe Hospitability-Liste wird zunehmend zur Belastung.

Bybit beendet F1-Sponsoring: CEO nennt sinkenden Markenwert
Bybit beendet F1-Sponsoring: CEO nennt sinkenden Markenwert

Bybit-CEO Ben Zhou erklärte, die Börse habe ihr Formel-1-Sponsoring bei Red Bull nicht verlängert, weil der wirtschaftliche Wert der Partnerschaft von Jahr zu Jahr gesunken sei, während die Kosten für die Aktivierung der Rechte weiter gestiegen seien. In einem Interview mit When Shift Happens am 23. April wies Zhou darauf hin, dass allein der Betrieb des Aktivierungsteams mehr kosten könne als die Sponsoringgebühr selbst, wodurch eine Verlängerung weit jenseits der Rentabilitätsschwelle liege.

Warum das wichtig ist

Die Krypto-Sponsoring-Deals in der F1 erreichten ihren Höhepunkt im Bullenmarkt 2021–2022, als eine Welle von Börsen – Bybit, Crypto.com, OKX, FTX (mittlerweile aufgelöst) – Premium-Gebühren zahlten, um sich mit der meistgesehenen Motorsportserie der Welt zu verbinden. Zhous Argumentation deutet darauf hin, dass sich die Rechnung verschoben hat: Die Rechtegebühren sind hartnäckig hoch, die Aktivierungskosten skalieren mit den globalen Rennkalendern, und die Markenrendite-Kurve flacht ab, sobald der Neuigkeitswert nachlässt. Ein Sponsor, der es nicht schafft, Logo-Impressionen in aktive Nutzer umzuwandeln, zahlt im Grunde genauso viel für Hospitability wie für Marketing.

Marktauswirkungen

Zhou wies zudem auf einen ungewöhnlichen Reibungspunkt hin: Dieselben VIP-Gäste wurden Jahr für Jahr eingeladen, was einen Druck zur „Beziehungs­pflege“ und Erwartungen erzeugte, die einen eigenen Kostenfaktor darstellten. Bybit gibt an, nun nach Branding-Möglichkeiten mit besserem Preis-Leistungs-Verhältnis Ausschau zu halten – wahrscheinlich ein zielgerichteterer Sport- oder Regional-Engagement statt einer weiteren globalen Top-Serie. Das Signal für den breiteren Sponsoring-Markt: Tier-One-Deals werden zunehmend anhand der Aktivierungsökonomie neu bewertet, nicht anhand des Schlagzeilenpreises.

Häufig gestellte Fragen

  1. Warum hat Bybit sein F1-Sponsoring bei Red Bull beendet?

    CEO Ben Zhou erklärte, der kommerzielle Wert des F1-Sponsorings sei von Jahr zu Jahr gesunken, während die Kosten für die Aktivierung der Rechte weiter gestiegen seien. Er wies darauf hin, dass allein der Betrieb des Aktivierungsteams die Sponsoringgebühr übersteigen könne.

  2. Wie viel hat Bybit für den F1-Deal bezahlt?

    Im Interview wurden keine konkreten Beträge genannt. Zhou formulierte das Kostenproblem relativ – das Umsetzungsteam könne mehr kosten als die Sponsoringgebühr, wodurch eine Verlängerung außerhalb des Break-even-Bereichs liege.

  3. Welche anderen Krypto-Unternehmen haben F1-Sponsorings?

    Die Welle der Krypto-F1-Sponsorings 2021–2022 umfasste Crypto.com, OKX und FTX neben Bybit. FTX brach im November 2022 zusammen, womit auch der Deal endete.

  4. An welcher Art von Sponsoring ist Bybit künftig interessiert?

    Zhou sagte, Bybit prüfe Branding-Möglichkeiten mit besserem Preis-Leistungs-Verhältnis und denke dabei eher an ein gezielteres regionales oder sportspezifisches Engagement als an eine weitere globale Tier-One-Serie wie die F1.

  5. Was bedeutet das für den breiteren Krypto-Sponsoring-Markt?

    Es deutet darauf hin, dass Tier-One-Sportdeals zunehmend anhand der Aktivierungskosten neu bewertet werden – also der Kosten für die globale Umsetzung der Rechte – und nicht anhand des reinen Logo-Werts. Sponsoren legen ein schärferes Augenmerk auf die Nutzerkonversions-Rechnung.

Quellenangabe
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