Die Citigroup, die US-Bankengruppe mit einem Volumen von 2,7 Billionen Dollar, bringt eine Krypto-Plattform an den Start, die tokenisierte Depositary Receipts ausgeben soll, welche Anteile an privaten Unternehmen repräsentieren. Die Bank erklärte, sie führe bereits Gespräche mit einigen der größten Privatunternehmen der Welt im Vorfeld des Rollouts.
Warum es zählt
Citi ist die erste große US-Universalbank, die ihre Bilanz und ihren Kundenstamm unmittelbar an die Tokenisierung von Private-Equity-Beteiligungen knüpft. Die erste Phase richtet sich an ausländische Investoren – ein Segment, das historisch durch Akkreditierungsanforderungen und Mindestcheck-Größen vom US-Privatmarkt ausgeschlossen war – und nutzt On-Chain-Depositary-Receipts als Distributionsschiene.
Marktauswirkungen
Der Schritt formalisiert eine These, die der Real-World-Asset-Sektor seit zwei Jahren einpreist: Der nächste Milliardenblock an Tokenisierungsflüssen wird bankgeführt erfolgen, nicht über Retail-DeFi-Rails. Tokenisierter Privatkredit und Private Equity waren die am schnellsten wachsende RWA-Unterkategorie nach TVL, und ein von Citi vergebener Wrapper ordnet die Anlageklasse für institutionelle Allokateure neu, die auf einen Tier-1-Gegenspieler gewartet haben.
Zu beobachten: Welche Privatunternehmen zuerst unterschreiben, ob die Receipts über die DTC oder über eine parallele Abwicklungsstruktur gecleart werden, und wie schnell die Bank die Plattform auch für Aktien börsennotierter Unternehmen öffnet.