Am 14. Mai hat der Bankenausschuss des Senats dafür gestimmt, den Digital Asset Market CLARITY Act an die Vollversammlung des Senats weiterzuleiten – im Rahmen eines überparteilichen Markups das umfassendste US-Kryptoregulierungsgesetz der Geschichte. Die Gesetzgebung setzt den Schlusspunkt unter zehn Monate Verhandlung und würde die bundesstaatliche Zuständigkeit für digitale Vermögenswerte ausdrücklich aufteilen: Die CFTC erhält weitreichende Befugnisse über Krypto-Spotmärkte, während die SEC die Aufsicht über Digital-Asset-Wertpapiere und primäre Investment-Contract-Angebote behält.
Warum es zählt
Das Gesetz beendet einen jahrzehntelangen Zuständigkeitsstreit zwischen CFTC und SEC, der US-Kryptofirmen in einer regulatorischen Grauzone operieren ließ. Patrick Witt, Geschäftsführer des White House Presidential Advisory Committee on Digital Assets, beschrieb das Markup als Politik, die „nicht nur gute Politik, sondern notwendige Politik ist, damit die Vereinigten Staaten ihre Führungsposition auf den globalen Finanzmärkten behaupten können". Senatorin Elizabeth Warren widersprach scharf und argumentierte, CLARITY werde „die massiven Interessenkonflikte durch Donald Trump und seine Familie im Kryptobereich turbobeschleunigen".
Der Kompromiss zu Stablecoin-Rewards ist der inhaltliche Zankapfel. Traditionelle Bankenlobbys, darunter die American Bankers Association und das Bank Policy Institute, haben mit Blick auf mögliche Einlagenabflüsse heftig gegen den ursprünglichen Text gekämpft. Die verabschiedete Version verbietet ausdrücklich passive Renditen auf ungenutzten Stablecoin-Salden, erlaubt aber aktivitätsbasierte Rewards, die an direkte Plattformtransaktionen wie Gas-Gebühren und Utility-Zahlungen gekoppelt sind – ein Schlupfloch, das überparteiliche Unterstützung sicherte.
Marktauswirkungen
Coinbase-CEO Brian Armstrong bezeichnete das Markup als entscheidenden Sieg und erklärte, das Gesetz werde das US-Finanzsystem „schneller, günstiger und zugänglicher" machen. Galaxy Digital zeigt sich „vorsichtig optimistisch" und gibt der Verabschiedung des Gesetzes im Jahr 2026 eine Wahrscheinlichkeit von 55 %, während Senatorin Cynthia Lummis warnte, jeder Verzögerung könnte eine umfassende Kryptoregulierung bis Ende des Jahrzehnts verschieben.
Der Weg zu Präsident Trumps Schreibtisch bis zum 4. Juli ist eng: Abstimmung mit dem Text des Senatsausschusses für Landwirtschaft vom Januar, eine 60-Stimmen-Supermehrheit im Senat sowie die Abstimmung mit H.R.
Häufig gestellte Fragen
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Was regelt der CLARITY Act konkret?
Er teilt die bundesstaatliche Zuständigkeit für digitale Vermögenswerte auf: Die CFTC erhält weitreichende Befugnisse über Krypto-Spotmärkte, während die SEC die Aufsicht über Digital-Asset-Wertpapiere und primäre Investment-Contract-Angebote behält. Das Gesetz ist der Abschluss zehnmonatiger überparteilicher…
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Warum hat die Bankenlobby gegen die Stablecoin-Bestimmungen gekämpft?
American Bankers Association und Bank Policy Institute warnten, Stablecoin-Rewards könnten Einlagenabflüsse von klassischen Banken auslösen. Die Gesetzgeber reagierten mit einem Verbot passiver Renditen auf ungenutzten Salden, ließen jedoch aktivitätsbasierte Rewards für direkte Transaktionen wie Gas-Gebühren und…
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Wie verläuft der Weg vom Ausschuss bis zum Inkrafttreten?
Das Gesetz muss zunächst mit dem Text des Senatsausschusses für Landwirtschaft vom Januar abgestimmt werden, dann eine 60-Stimmen-Supermehrheit im Senat erreichen und schließlich mit H.R. 3633 zusammengeführt werden, dem Digital-Asset-Gesetz, das das Repräsentantenhaus im Juli 2025 verabschiedet hat. Befürworter…
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Wie wahrscheinlich ist es, dass der CLARITY Act 2026 verabschiedet wird?
Galaxy Digital ist „vorsichtig optimistisch" und gibt eine Wahrscheinlichkeit von 55 % an, dass das Gesetz 2026 in Kraft tritt. Senatorin Cynthia Lummis hat gewarnt, ein Stocken in einer Phase könne eine umfassende Kryptoregulierung bis Ende des Jahrzehnts verzögern.
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Warum gilt die Abstimmung im Senatsausschuss als historischer Meilenstein?
Es ist das erste Mal, dass ein umfassender bundesstaatlicher Rahmen für digitale Vermögenswerte einen Senatsausschuss überparteilich passiert hat – damit endet ein Jahrzehnt juristischer Unklarheit zwischen CFTC und SEC, das US-Kryptofirmen in einer regulatorischen Grauzone operieren ließ.