Ein überarbeiteter Entwurf des CLARITY Act, der die Vorlagen der Senate Banking und Agriculture Committees zusammenführt, wird in dieser Woche erwartet und dürfte den Text um rund 70 Seiten erweitern. Die Ethikregel zu Interessenkonflikten in Section 604, die Senatsdemokraten zur Vorbedingung für ihre Stimmen gemacht haben, ist darin jedoch nicht enthalten. Ohne diese Formulierung wirkt es strukturell schwierig, vor der Augustpause die sieben oder mehr demokratischen Stimmen zu sichern, die nötig sind, um die Cloture-Hürde von 60 Stimmen zu nehmen. Republikaner halten 53 Sitze, daher bewegt sich die Rechnung ohne parteiübergreifende Zustimmung nicht.
Galaxy Research hat seine Chancen für eine Verabschiedung 2026 von 75% nach der Freigabe im Senate Banking Committee auf etwa 50-50 gesenkt, während Prognosemärkte eine Verabschiedung vor August mit rund 37% einpreisen. Diese Zahl spiegelt den engen Zeitplan ebenso wie die inhaltliche Blockade wider.
Warum das wichtig ist
Der Ethikstreit ist das zentrale Hindernis, seit Demokraten erstmals ihre vollständigen Forderungen vorgelegt haben, und diese Dynamik hat sich mit dem zusammengeführten Entwurf nicht verändert. Sen. Kirsten Gillibrand war unmissverständlich: keine Ethikformulierung, keine demokratischen Stimmen. Der Ethikzusatz von Van Hollen wurde im Ausschuss entlang der Parteilinien mit 13-11 abgelehnt, und das Weiße Haus hat signalisiert, dass es keine Formulierung akzeptieren wird, die gezielt den Präsidenten betrifft, ein direkter Verweis auf die Krypto-Bestände und Geschäftsinteressen der Familie Trump. Jede Regelung, die stark genug wäre, um Gillibrand zufriedenzustellen, ist nach Definition der Regierung genau jene Art, die sie ablehnen will. Der zusammengeführte Entwurf umgeht das Problem, indem er die Regelung vollständig auslässt, was bei der demokratischen Stimmenzahl nichts löst.
Marktauswirkungen
Senate Majority Leader John Thune hat gesagt, er wolle den Gesetzentwurf im Juli ins Plenum bringen. Die Wochen vom 20. Juli und 27. Juli sind die beiden Zeitfenster, die aktiv diskutiert werden, beide unmittelbar vor der Augustpause. Wird das Sommerfenster verpasst, setzt der Kalender zurück, ohne klaren Mechanismus, um den Prozess neu zu starten, bevor die Positionierung für die Zwischenwahlen übernimmt. Der optimistische Pfad besteht weiter: Die Ethikformulierung wird im Drei- bis Vier-Wochen-Fenster nach Veröffentlichung des Entwurfs gelöst, eine Plenarabstimmung findet Ende Juli statt, und der Gesetzentwurf erreicht Anfang August den Schreibtisch des Präsidenten.
Häufig gestellte Fragen
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Was ist die Ethikregel in Section 604, die im Zentrum des CLARITY-Streits steht?
Es handelt sich um eine Formulierung zu Interessenkonflikten, die hohen Regierungsbeamten, gewählten Amtsträgern und ihren unmittelbaren Familienangehörigen untersagen würde, während ihrer Amtszeit finanzielle Interessen an Krypto-Assets zu halten oder davon zu profitieren. Sen. Kirsten Gillibrand hat demokratische…
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Warum lehnt das Weiße Haus die Ethikregel ab?
Die Regierung hat erklärt, sie werde keine Formulierung akzeptieren, die gezielt den Präsidenten betrifft, was Kritiker als Verweis auf die Krypto-Bestände und Geschäftsinteressen der Familie Trump lesen. Der Ethikzusatz von Van Hollen wurde im Ausschuss entlang der Parteilinien mit 13-11 abgelehnt.
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Wie viele demokratische Stimmen braucht CLARITY, um den Senat zu passieren?
Mindestens sieben. Republikaner halten 53 Sitze, daher braucht es sieben oder mehr Demokraten, um die Cloture-Hürde von 60 Stimmen zu nehmen. Da die Ethikregel im zusammengeführten Entwurf fehlt, wirkt diese Rechnung vor August strukturell schwierig.
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Welche realistischen Zeitfenster gibt es für eine CLARITY-Plenarabstimmung?
Senate Majority Leader John Thune zielt auf Juli, wobei die Wochen vom 20. Juli und 27. Juli aktiv diskutiert werden. Beide Zeitfenster liegen unmittelbar vor der Augustpause, nach der die Positionierung für die Zwischenwahlen voraussichtlich die Kapazitäten des Senats bindet.
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Was passiert mit den Kryptomärkten, wenn CLARITY das Juli-Fenster verpasst?
Analysten erwarten, dass sich die Aussichten auf eine Verabschiedung 2026 deutlich verschlechtern und der Kalender ohne klaren Neustartmechanismus vor den Zwischenwahlen zurückgesetzt wird. Institutionelle Akteure nennen das Flickwerk einzelstaatlicher Regelungen und Regulierung per Klage weiter als größte Hürde für…