JPMorgan teilte Kunden am Mittwoch mit, dass die sinkenden Chancen, dass der Clarity Act in diesem Jahr den US-Senat passiert, einen wichtigen Katalysator für die Kryptomärkte entfernen, auch wenn Tokenisierung und institutionelle Adoption weiter voranschreiten. Analysten um Nikolaos Panigirtzoglou stellten fest, dass Prognosemärkte inzwischen nur noch eine 37%ige Chance signalisieren, dass das Gesetz vor Jahresende durchkommt, nachdem der Senat vor der Sommerpause anderen Vorlagen Vorrang eingeräumt hatte und die Verhandlungen über Ethikbestimmungen, Durchsetzung, DeFi, Stablecoin-Renditen und Geldwäschebekämpfungsregeln festgefahren waren.
Warum das wichtig ist
Der Clarity Act gilt weithin als Eckpfeiler der nächsten Phase der institutionellen Krypto-Adoption in den USA. Indem das Gesetz die Zuständigkeit für digitale Vermögenswerte zwischen SEC und CFTC aufteilt und einen klareren Rahmen für Intermediäre, Tokenisierung und dezentrale Projekte schafft, würde es Banken, Brokern, Börsen und Vermögensverwaltern die regulatorische Sicherheit geben, die sie brauchen, um in digitale Vermögenswerte zu expandieren. JPMorgan warnte, dass ohne das Gesetz dieselbe Tokenisierungswelle, die eigentlich auf öffentlichen Blockchain-Netzwerken reiten sollte, stattdessen von bestehender Marktinfrastruktur absorbiert werden könnte, was eine der zentralen langfristigen Thesen von Krypto schwächen würde.
Marktauswirkungen
Einige institutionelle Rückenwinde bewegen sich ohnehin unabhängig vom Zeitplan, so die Bank. Sie verwies auf die 400-Millionen-Dollar-Investition von Citadel Securities in Crypto.com und die Genehmigung der ersten in den USA regulierten unbefristeten Krypto-Futures-Kontrakte durch die CFTC. Der Bericht nannte auch Risiken im aktuellen Entwurf, darunter Bestimmungen, die es einigen tokenisierten Wertpapieren und Derivaten erlauben könnten, außerhalb der Aufsicht von SEC oder CFTC gehandelt zu werden, sowie die Anwendung lockererer Geldwäschebekämpfungsstandards als im traditionellen Finanzwesen. Jefferies warnte zudem erst im vergangenen Monat, dass der Gesetzentwurf selbst nach dem Durchbruch im Senate Banking Committee noch vor erheblichen Hürden steht. Das stützt die Ansicht, dass der Weg zur Verabschiedung enger ist, als der Markt eingepreist hatte.
Häufig gestellte Fragen
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Was sagte JPMorgan zum Clarity Act?
JPMorgan teilte Kunden am Mittwoch mit, dass die sinkenden Chancen auf eine Verabschiedung des Clarity Act im US-Senat in diesem Jahr ein Rückschlag für die Kryptomärkte sind und einen wichtigen Katalysator für die institutionelle Adoption entfernen, auch wenn die Tokenisierung weiter voranschreitet.
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Was ist der Clarity Act und was würde er bewirken?
Der Clarity Act würde die Zuständigkeit für digitale Vermögenswerte zwischen SEC und CFTC aufteilen und einen klareren Regulierungsrahmen für Krypto-Intermediäre, Tokenisierung und dezentrale Projekte schaffen. Das würde Banken und Vermögensverwaltern mehr Sicherheit für eine Expansion geben.
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Wie hoch sind die Chancen, dass der Clarity Act dieses Jahr verabschiedet wird?
Prognosemärkte preisen inzwischen nur noch eine 37%ige Chance ein, dass das Gesetz vor Jahresende durchkommt. Zuvor hatte der Senat anderen Vorlagen vor der Sommerpause Vorrang eingeräumt, und die Verhandlungen stockten.
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Warum hält JPMorgan Verzögerungen für schlecht für Krypto?
Die Analysten um Nikolaos Panigirtzoglou warnten, je länger der Gesetzentwurf verschoben wird, desto größer ist das Risiko, dass Tokenisierung und blockchainbasierte Anwendungen von bestehender Marktinfrastruktur absorbiert werden, statt öffentlichen Krypto-Netzwerken zuzufließen.
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Welche institutionellen Krypto-Bewegungen laufen bereits?
JPMorgan verwies auf die 400-Millionen-Dollar-Investition von Citadel Securities in Crypto.com und die Genehmigung der ersten in den USA regulierten unbefristeten Krypto-Futures-Kontrakte durch die CFTC als Rückenwind, der unabhängig vom Zeitplan des Gesetzes wirkt.