Coinbase hat am Dienstag mitgeteilt, Centrifuge als bevorzugte Tokenisierungs-Infrastruktur ausgewählt und eine strategische Beteiligung an dem Unternehmen gezeichnet. Damit positioniert Coinbase das RWA-native Protokoll als Standard-Emissionsschicht für tokenisierte Vermögenswerte im gesamten Coinbase-Ökosystem – einschließlich Produkten auf Base. Die erste Welle institutioneller Assets soll in den kommenden Wochen auf Base an den Start gehen.
Die Partnerschaft umfasst tokenisierte ETFs, Kredite und strukturierte Produkte und liefert Coinbase einen Infrastruktur-Partner für externe Asset Manager, die onchain emittieren wollen. Ein Exklusivvertrag scheint es nicht zu sein. Coinbase Asset Management hatte zuletzt bereits angrenzende Schritte unternommen – in der Vorwoche kündigte das Unternehmen einen CUSHY-Stablecoin-Kreditfonds an, der über Superstates FundOS ausgegeben wird, und im März wurde Apex Group damit beauftragt, eine Anteilsklasse des Bitcoin Yield Fund auf Base zu tokenisieren.
Warum es zählt
Centrifuge überschritt Mitte 2025 die Marke von einer Milliarde Dollar an Total Value Locked und liegt laut DeFiLlama inzwischen bei rund 1,66 Mrd. Dollar. Bereits heute bedient das Protokoll Onchain-Strategien für Apollo, Janus Henderson und S&P Dow Jones Indices. Die Coinbase-Beziehung ist ein signifikanter Distributions-Hebel: Das Protokoll erhält über Base den direkten Zugang zu einer der größten Onchain-Nutzerbasen, während Coinbase eine praxiserprobte Emissionsschiene bekommt, ohne sie selbst aufbauen zu müssen.
Der Kontext ist der breitere Sektor tokenisierter Real-World Assets, der onchain auf rund 27 Mrd. Dollar gewachsen ist – davon entfallen rund 16 Mrd. Dollar auf tokenisierte Treasuries und Fixed-Income-Produkte. Anführen tun das Feld derzeit Securitize und Ondo Finance, gemeinsam mit den Stablecoin-Emittenten Tether und Circle, deren tokenisierte Gold- und Geldmarktprodukte die Konsumentenseite der Kategorie verankern. Coinbase Ventures war bereits seit einer strategischen Runde 2022 an Centrifuge beteiligt; die jetzige Partnerschaft vertieft somit eine bestehende Linie, statt eine neue aufzumachen.
Marktauswirkung
Die RWA-Kategorie wartet seit Längerem auf ein institutionell belastbares Distributions-Signal, das klassische Asset Manager mit einer Onchain-Emissionsschicht verbindet – inklusive regulatorischer und Custody-Glaubwürdigkeit.
Häufig gestellte Fragen
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Was haben Coinbase und Centrifuge am Dienstag angekündigt?
Coinbase erklärte, Centrifuge als bevorzugte Tokenisierungs-Infrastruktur ausgewählt und eine strategische Beteiligung gezeichnet zu haben. Damit positioniert Coinbase Centrifuge als Standard-Emissionsschicht für tokenisierte Vermögenswerte im gesamten Coinbase-Ökosystem, einschließlich Base.
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Welche Produkttypen deckt die Partnerschaft ab?
Die Partnerschaft umfasst tokenisierte ETFs, Kredite und strukturierte Produkte. Die erste Welle institutioneller Assets soll in den kommenden Wochen auf Base starten, wobei die Vereinbarung laut Bericht nicht als exklusiv beschrieben wird.
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Wie groß ist Centrifuge und welche institutionelle Bilanz hat das Protokoll?
Centrifuge überschritt Mitte 2025 die Marke von einer Milliarde Dollar an Total Value Locked und liegt laut DeFiLlama inzwischen bei rund 1,66 Mrd. Dollar. Bereits heute bedient das Protokoll Onchain-Strategien für Apollo, Janus Henderson und S&P Dow Jones Indices.
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Wo ordnet sich der Coinbase-Centrifuge-Deal in der breiteren RWA-Landschaft ein?
Tokenisierte Real-World Assets sind onchain auf rund 27 Mrd. Dollar gewachsen, wovon tokenisierte Treasuries und Fixed-Income-Produkte rund 16 Mrd. Dollar ausmachen. Anführen tun den Sektor derzeit Securitize und Ondo Finance, während Tether und Circle die Konsumentenseite verankern.
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War Coinbase bereits vor diesem Deal in Centrifuge investiert?
Ja. Coinbase Ventures beteiligte sich 2022 an einer strategischen Runde von Centrifuge; die Ankündigung vom Dienstag vertieft damit eine bestehende Beziehung, statt eine neue Linie aufzumachen.