Stripe, Visa und Mastercard stehen kurz vor dem Launch einer gemeinsamen Stablecoin-Plattform; Coinbase führt laut einem CoinDesk-Bericht Gespräche über einen Beitritt. Keines der Unternehmen wollte sich on the record äußern, und Mastercard hatte bis zum Redaktionsschluss nicht reagiert.
Der Schritt fällt in eine Phase, in der die Stablecoin-Marktkapitalisierung laut CoinGecko-Daten bei rund 325 Milliarden US-Dollar liegt – und in der jedes der drei Kartennetzwerke bereits tief in den Schienen steckt: Stripe übernahm die Stablecoin-Infrastrukturfirma Bridge für 1,1 Milliarden US-Dollar, Mastercard übernahm BVNK, und Visa hat seinen Stablecoin-Settlement-Pilot auf neun Blockchains ausgeweitet.
Warum es zählt
Eine gemeinsame Plattform würde den Issuer-seitigen Stack bündeln, den Stripe, Visa und Mastercard parallel über Akquisitionen und Pilots aufgebaut haben. Der Move ist strukturell – er zieht Kartennetzwerk-Settlement, Merchant-On-Ramps und Exchange-Custody in eine Konsortiumsschicht zusammen, statt sie Banken oder neuen Fintech-Akteuren zu überlassen. Coinbases mögliche Rolle ergänzt die regulierte US-Exchange-Custody für eine Gruppe, deren Payment-seitige Integration bereits etabliert ist.
Marktauswirkungen
Die Konstellation ist vor allem für Stablecoin-Issuance und Merchant-seitige Prozessoren relevant, denen die Aussicht droht, von einem Konsortium mit den Bankbeziehungen und der Kartennetzwerk-Reichweite zur Preissetzung intermediert zu werden. Die 325-Milliarden-Basis ist der Consumer-Bestand; die Plattform ist der Chokepoint, den das Konsortium darüber kontrollieren würde.
Häufig gestellte Fragen
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Warum ist die Plattform für den breiteren Stablecoin-Markt relevant?
Ein Konsortium mit den Bankbeziehungen und der Reichweite der Kartennetzwerke würde die Preisgestaltung für Issuance und Merchant-Prozessoren bestimmen und die Plattform zum Chokepoint über der Consumer-Basis von 325 Milliarden US-Dollar machen.