Jiang Zhuoer, CEO von BTCTOP — einem der größten Bitcoin-Mining-Unternehmen Chinas — argumentiert, dass die gehebelte BTC-Position von MicroStrategy weitaus widerstandsfähiger ist, als Bären annehmen, selbst in einem schweren Rückgangsszenario. Seine zentrale Behauptung: Wenn BTC auf 30.000 $ fallen würde, würde das Hebelverhältnis von Strategy nur von etwa 5 % auf rund 10 % steigen, ein Niveau, das er als handhabbar und nicht existenziell betrachtet.
Warum es wichtig ist
Jiang's Analyse widerspricht der Erzählung, dass Strategy eine Zeitbombe für gezwungene Verkäufe ist. Er weist auf zwei strukturelle Gründe hin, warum signifikante Nettoverkäufe unwahrscheinlich sind. Erstens hat Strategy seine gesamte Marktidentität darauf aufgebaut, niemals BTC zu verkaufen — dieses Image zu brechen würde die Prämie, die Investoren für MSTR-Aktien zahlen, zerstören und einen Verkauf selbstzerstörerisch machen. Zweitens ist der STRC-Zinsdeckungsmechanismus intern konsistent: Strategy kann Buchgewinne erzielen, indem es frühzeitig, kostengünstige BTC verkauft, um STRC-Zinszahlungen zu decken, und dann frische STRC-Erlöse in neue BTC-Käufe reinvestiert, wodurch die Nettokäufer-Erzählung sowohl auf dem Papier als auch in der Praxis erhalten bleibt.
Marktauswirkungen
Für Miner und gehebelte BTC-Inhaber, die das makroökonomische Risiko beobachten, hat diese Einschätzung eines großen chinesischen Mining-CEOs Gewicht. Sie deutet darauf hin, dass selbst ein Rückgang auf 30.000 $ — was ungefähr einem Rückgang von 30 % gegenüber den aktuellen Niveaus entspricht — keine Kaskade gezwungener BTC-Liquidationen von Strategy auslösen würde. Das entfernt eines der häufig zitierten systemischen Tail-Risiken für den breiteren Markt und ist ein konstruktives Signal für alle, die Worst-Case-Szenarien einpreisen.