Coinbase und Ethena prüfen eine Konstruktion, die ungenutzte USDC-Bestände in aktivitätsbasierte Rendite umwandelt. Es ist ein Workaround, der Stablecoin-Belohnungen am Laufen halten soll, falls der CLARITY Act mit einem Verbot passiver Rendite verabschiedet wird. Der Mechanismus stützt sich auf tokenisierte Rendite-Schienen und nicht auf Zinsen, die auf Token-Beständen gezahlt werden, also genau auf jene Argumentation, gegen die Banken im letzten Quartal beim Kongress lobbyiert haben.
Warum es zählt
Der Lobbying-Streit dreht sich darum, ob Stablecoin-Emittenten und Börsen Reserve-Renditen an Halter weitergeben dürfen. Banken argumentieren, passive Belohnungen verwischten die Grenze zwischen Zahlungsinstrument und einem depotähnlichen Produkt. Krypto-Plattformen halten dagegen, ein Rendite-Verbot treibe die Aktivität ins Ausland. Eine aktivitätsbasierte Struktur, bei der Belohnungen an On-Chain-Teilnahme statt an das bloße Halten geknüpft sind, sitzt genau in der Lücke, die beide Seiten bislang nicht definieren wollten.
Marktauswirkungen
Für USDC geht es darum, ob der größte regulierte Dollar-Stablecoin in den USA seine Rendite-Story gegen Tether wettbewerbsfähig halten kann, dessen Belohnungsmechanik in einer anderen regulatorischen Spur läuft. Für DeFi zeigt Ethenas Beteiligung, dass tokenisierte Rendite-Infrastruktur als nächste Settlement-Schicht ernst genommen wird. Der strukturelle Test ist, ob die Aufseher die Aktivitäts-Definition akzeptieren oder sie als umetikettierte passive Belohnung behandeln.
Häufig gestellte Fragen
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Was sieht der CLARITY Act zur Stablecoin-Rendite vor?
Der CLARITY Act, der gerade den Kongress durchläuft, enthält Regelungen, die es Stablecoin-Emittenten und Börsen untersagen würden, passive Rendite an Halter zu zahlen. Diese Ausnahme haben Banken durchgesetzt, damit Stablecoin-Belohnungen nicht mit Einlagenprodukten konkurrieren.
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Wie unterscheidet sich aktivitätsbasierte Rendite von passiven Belohnungen?
Aktivitätsbasierte Rendite knüpft Belohnungen an On-Chain-Teilnahme wie Verleih oder Liquiditätsbereitstellung, passive Belohnungen werden einfach fürs Halten des Tokens gezahlt. Die Konstruktion von Coinbase und Ethena stützt sich auf tokenisierte Rendite-Schienen statt auf Zinsen auf Token-Bestände.
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Warum setzen sich Banken für ein Verbot von Stablecoin-Rendite ein?
Banken argumentieren, dass Rendite auf Stablecoins die Grenze zwischen Zahlungsinstrument und depotähnlichem Produkt verwische und so unfaire Wettbewerbsbedingungen schaffe. Sie haben im letzten Quartal beim Kongress lobbyiert, um ein Rendite-Verbot in den CLARITY Act aufzunehmen.
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Was bedeutet das für USDC im Vergleich zu USDT?
Ein funktionierender Workaround hält die Rendite-Story von USDC wettbewerbsfähig gegen Tether, das in einer anderen regulatorischen Spur operiert. USDC ist der größte regulierte Dollar-Stablecoin in den USA, daher ist der Erhalt seiner Belohnungsmechanik für die Marktposition wichtig.
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Welche Rolle spielt Ethena in dieser Konstruktion?
Ethena bringt tokenisierte Rendite-Infrastruktur ein, die als Settlement-Schicht für aktivitätsbasierte Belohnungen dienen könnte. Die Beteiligung zeigt, dass tokenisierte Rendite als institutionelle Schiene ernst genommen wird, nicht nur als DeFi-Primitiv.