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Jamie Dimon warnt: CLARITY Act zu Stablecoin-Zinsen „explodiert

Die Warnung des JPMorgan-Chefs fällt mitten in die Senatsabstimmung über die Zusammenführung der Versionen von Bankenausschuss und Agrarausschuss – die Belohnungsfrage hat bereits ein Markup verzögert und könnte…

Jamie Dimon warnt: CLARITY Act zu Stablecoin-Zinsen „explodiert
Jamie Dimon warnt: CLARITY Act zu Stablecoin-Zinsen „explodiert
Jamie Dimon warnt: CLARITY Act zu Stablecoin-Zinsen „explodiert
Jamie Dimon warnt: CLARITY Act zu Stablecoin-Zinsen „explodiert

Jamie Dimon, CEO von JPMorgan Chase, sagte am Freitag, der aktuelle Entwurf des Digital Asset Market Clarity Act würde es Stablecoin-Emittenten de facto erlauben, Zinsen auf Einlagen „ohne den Schutz, den sie haben sollten" zu zahlen, und prognostizierte, das System würde „letztlich explodieren", wenn er in der vorliegenden Form verabschiedet würde. Auf die Frage von Maria Bartiromo bei Fox Business, ob er mit dem Gesetz zufrieden sei, antwortete Dimon nein und warnte: „Die Banken werden das so nicht akzeptieren." Die Äußerungen verschärfen einen seit Monaten schwelenden Streit zwischen Wall-Street-CEOs und Coinbase-CEO Brian Armstrong darüber, ob zins­tragende Stablecoin-Produkte wie Bankeinlagen reguliert werden sollten.

Warum das wichtig ist

Der CLARITY Act ist das Marktstrukturgesetz, das formalisieren soll, wie die SEC und die CFTC digitale Vermögenswerte beaufsichtigen. Der Bankenausschuss des Senats hat seine Version Anfang des Monats verabschiedet, der Agrarausschuss des Senats bereits Anfang des Jahres seine eigene; Vertreter der beiden Gremien führen die Texte nun zusammen, bevor der gesamte Senat abstimmt – das Repräsentantenhaus und Präsident Trump stehen noch aus. Die Bestimmung zu Stablecoin-Belohnungen ist der Reibungspunkt, der bereits das Markup im Bankenausschuss ausgebremst hat, und Dimons Framing eines möglichen „Explodierens" – aus dem Mund des Chefs der größten US-Bank – erhöht die politischen Kosten, die Forderungen der Bankenseite nach Gleichbehandlung beim Verbraucherschutz, bei den Reserveanforderungen und bei der Aufsicht über zins­tragende Produkte zu ignorieren.

Marktauswirkungen

Der Konflikt ist struktureller Natur und nicht token­spezifisch. Bankenchefs – darunter Brian Moynihan von Bank of America, Charlie Scharf von Wells Fargo und Jane Fraser von Citigroup – haben Armstrongs Argumente öffentlich zurückgewiesen; Moynihan soll ihm gesagt haben: „Wenn du eine Bank sein willst, dann sei eben eine Bank." Dimon sagte Armstrong beim Davoser Treffen, er sei „vollkommen leer" – in einem Gespräch, das das Wall Street Journal berichtete. Für Stablecoin-Emittenten ist das praktische Risiko legislativer Natur: Ein Gesetz, das zins­tragende Belohnungen streicht, würde einen zentralen Vertriebskanal eindrücken und die Privatkundennachfrage zurück in Geldmarktfonds und Bankeinlagen lenken; ein Gesetz, das diese Belohnungen unter einer schlanken Aufsicht bewahrt, hält den bisherigen Wachstumspfad offen – lässt aber die Bankenlobby weiter dagegen opponieren.

Häufig gestellte Fragen

  1. Was ist der CLARITY Act und was würde er bewirken?

    Der Digital Asset Market Clarity Act ist das vorgeschlagene US-Marktstrukturgesetz, das die bundesweite Aufsicht über digitale Vermögenswerte zwischen der SEC und der CFTC aufteilen soll. Es würde zudem Regeln für Stablecoin-Emittenten festlegen, darunter Reserveanforderungen, Verbraucherschutz und den Umgang mit…

  2. Warum kämpft Jamie Dimon gegen Stablecoin-Belohnungen?

    Dimon argumentiert, dass zins­tragende Stablecoin-Produkte funktionell wie zins­zahlende Bankeinlagen seien, aber nicht denselben Kapital-, Liquiditäts- und Verbraucherschutzregeln unterlägen. Er hat gewarnt, der aktuelle Entwurf des CLARITY Act erlaube es Emittenten, einlagenähnliche Renditen ohne bankähnliche…

  3. Wo steht der CLARITY Act im Kongress?

    Der Bankenausschuss des Senats hat seine Version Anfang des Monats verabschiedet, der Agrarausschuss des Senats seine eigene bereits Anfang des Jahres. Mitarbeiter beider Gremien führen die beiden Texte nun zusammen, bevor der gesamte Senat abstimmt; danach wären noch die Verabschiedung im Repräsentantenhaus und die…

  4. Was ist die Position von Coinbase-CEO Brian Armstrong?

    Armstrong hat argumentiert, Stablecoin-Belohnungen seien Produktmerkmale und keine Einlagen, und dass traditionelle Banken Lobbyarbeit betreiben, um sie einzudämmen, weil die Programme mit den einlagenfinanzierten Geschäftsmodellen der Banken konkurrieren. Er hat sich dafür eingesetzt, zins­tragende Belohnungen im…

  5. Was passiert mit Stablecoin-Emittenten, wenn Belohnungen eingeschränkt werden?

    Eine Beschränkung zins­tragender Belohnungen würde einen zentralen Vertriebskanal für Stablecoin-Emittenten eindrücken und die renditesuchende Privatkundennachfrage voraussichtlich zurück in Bankeinlagen und Geldmarktfonds lenken. Der gegenteilige Ausgang – Belohnungen unter schlanker Aufsicht zu erhalten – bewahrt…

Quellenangabe
Aggregiert von CoinDesk · Verifiziert · Zuletzt aktualisiert vor 48d
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