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Coinbase verfehlt Q2-Ziele: Wall Street ringt um Boden

Analysten machen überwiegend einen schwachen Markt verantwortlich, nicht die Umsetzung, sind sich aber uneins, wann die Handelsvolumina zurückkehren. Der Rekord-Marktanteil von 10,3% und der Stablecoin-Vorstoß sind der langfristige Ausgleich.

Coinbase verfehlt Q2-Ziele: Wall Street ringt um Boden
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Coinbase verfehlt Q2-Ziele: Wall Street ringt um Boden
Coinbase verfehlt Q2-Ziele: Wall Street ringt um Boden

Coinbase verfehlte im zweiten Quartal bei nahezu allen wichtigen Finanzkennzahlen die Erwartungen der Wall Street. Der Umsatz lag bei 1,22 Mrd. US-Dollar, das bereinigte EBITDA bei 208 Mio. US-Dollar, da niedrigere Kryptopreise und gedämpfte Handelsvolumina sowohl die Transaktionserlöse als auch das Abo-Geschäft belasteten. Auch der Ausblick für das dritte Quartal lag unter dem Konsens, woraufhin mehrere Häuser ihre Schätzungen und Kursziele senkten. Die Aktie lag vorbörslich um rund 6% im Minus.

Analysten waren sich weitgehend einig, dass die Enttäuschung eher eines der schwächsten Krypto-Handelsumfelder der letzten Jahre widerspiegelt als operative Probleme. Uneinigkeit herrschte beim Timing: pessimistische Häuser halten weitere Kürzungen der Gewinnprognosen für nötig, optimistische verweisen auf Marktanteilsgewinne und Diversifizierung als Gründe, durch den Zyklus hindurchzublicken.

Warum es wichtig ist

Der klarste Konsenspunkt unter optimistischen Häusern war, dass Coinbase weiter Marktanteile gewann, obwohl die Branche schrumpfte. Das Unternehmen erreichte im Quartal einen Rekordanteil von 10,3% am globalen Krypto-Handelsvolumen, den dritten Quartalsanstieg in Folge. Benchmark, Oppenheimer, Clear Street und Cantor werteten dies alle als Beleg dafür, dass sich Handelsaktivität in Stressphasen auf größere regulierte Handelsplätze verlagert.

Auch die Diversifizierung machte messbare Fortschritte. Prediction Markets überschritten eine annualisierte Umsatzrate von 100 Mio. US-Dollar, Coinbase One kam auf mehr als eine Million zahlende Abonnenten, und die Circle-Partnerschaft für USDC wurde zu bestehenden Konditionen verlängert, womit ein wichtiger Belastungsfaktor wegfiel. Mehrere Analysten verwiesen auf Derivate, wo Coinbase stabile Handelsvolumina meldete, obwohl das Management sagte, der breitere Derivatemarkt sei zweistellig zurückgegangen.

Marktauswirkung

Die Debatte dreht sich nun darum, ob die Krypto-Handelsvolumina schnell genug zurückkehren, um die Gewinne zu stützen. Barclays, mit einem Underweight-Rating für die Aktie, erklärte, die Transaktionserlöse im Juli und der Ausblick für das dritte Quartal deuteten darauf hin, dass die Konsensschätzungen weiter zu hoch seien, und warnte, die Prognosen könnten ohne Erholung deutlich fallen. Compass Point argumentierte ähnlich, die Hoffnungen rund um den vorgeschlagenen CLARITY Act könnten überzogen sein, und die Aktie könnte weiter nachgeben, falls die Krypto-Marktgesetzgebung im Senat stockt.

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Häufig gestellte Fragen

  1. Wie hat Coinbase im Q2 2025 abgeschnitten?

    Coinbase verfehlte bei nahezu allen wichtigen Kennzahlen die Erwartungen und meldete 1,22 Mrd. US-Dollar Umsatz sowie 208 Mio. US-Dollar bereinigtes EBITDA. Auch der Ausblick für das dritte Quartal lag unter Konsens, und die Aktie fiel vorbörslich um rund 6%.

  2. Was nannten Analysten als Hauptgrund für die Enttäuschung?

    Die meisten Analysten machten eines der schwächsten Krypto-Handelsumfelder der letzten Jahre verantwortlich, mit niedrigeren Preisen und gedämpften Volumina, nicht unternehmensspezifische Umsetzungsprobleme.

  3. Wie viel Marktanteil gewann Coinbase?

    Coinbase erklärte, in Q2 einen Rekordanteil von 10,3% am globalen Krypto-Handelsvolumen erreicht zu haben, den dritten Quartalsanstieg in Folge. Benchmark, Oppenheimer, Clear Street und Cantor hoben diese Zahl hervor.

  4. Wie diversifiziert Coinbase über den Spot-Handel hinaus?

    Das Unternehmen expandiert in Prediction Markets, die inzwischen über 100 Mio. US-Dollar annualisierte Umsatzrate liegen, Derivate, Abos wie Coinbase One mit mehr als 1 Mio. zahlenden Abonnenten, Stablecoins über die USDC-Partnerschaft mit Circle und seine Base-Blockchain.

  5. Warum sind Analysten bei der Coinbase-Aktie gespalten?

    Pessimistische Häuser wie Barclays und Compass Point erwarten weitere Schätzungskürzungen, falls die Handelsvolumina nicht bald anziehen. Optimistische Häuser wie William Blair, Cantor, Benchmark und Oppenheimer sehen in Marktanteilsgewinnen und Diversifizierung einen Grund, den Kursrückgang nach den Zahlen als…

Quellenangabe
Aggregiert von CoinDesk · Verifiziert · Zuletzt aktualisiert vor 24d
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