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Krypto-IPO-Boom pausiert: KI-Boom lenkt Tech-Börsengänge um

Die Handelsvolumina liegen YTD rund 75 % niedriger, Ledger und ConsenSys legen ihre NYSE-Pläne auf Eis – während Bitcoin-Miner, die auf KI-Compute setzen, als „digitale REITs" still leise outperformen.

Die IPO-Pipeline im Krypto-Sektor kommt ins Stocken. Sean Farrell, Leiter der Digital-Asset-Strategie bei Fundstrat, sagte gegenüber CoinDesks Public Keys, dass die Krypto-Handelsvolumina Year-to-date um rund 75 % zurückgegangen seien. Das drückt auf die Bewertungen der börsennotierten Krypto-Firmen und zwingt Unternehmen, die Wall-Street-Banker bereits an Bord geholt hatten, ihre Börsengänge zu pausieren. Ledger hatte dem Vernehmen nach Goldman Sachs, Jefferies und Barclays für einen geplanten NYSE-Börsengang über 4 Milliarden Dollar mandatiert, bevor das Vorhaben auf Eis gelegt wurde; auch der MetaMask-Entwickler ConsenSys verzögert. Farrell merkte an, viele Krypto-IPO-Prozesse seien bereits „70 % bis 80 % auf dem Weg" – die Firmen stünden also parat, um zuzuschlagen, sobald sich die Märkte erholen.

Warum das wichtig ist

Die Pause ist kein branchenweiter Risikoappetit-Einbruch, sondern eine Rotation. KI-bezogene Tech-Werte stoßen weiterhin auf starke Nachfrage, und Farrell bezeichnete den aktuellen IPO-Markt als „weit offen" für Unternehmen, die mit künstlicher Intelligenz verknüpft sind. Treiber sind die Capex-Ausgaben der Hyperscaler für KI-Infrastruktur, die weiter Kapital anziehen, selbst wenn Inflationsdruck und ein robuster Arbeitsmarkt die von der Fed erwarteten Zinssenkungen weiter in die Ferne rücken. Krypto-Unternehmen bleiben stärker dem Druck fallender Token-Preise und schwächerer Retail-Handelsaktivität ausgesetzt – genau das Umfeld, das Underwriter vor der Preissetzung eines IPOs als stabil brauchen.

Auswirkungen auf den Markt

Eine Ecke des Krypto-Marktes performt genau deshalb überdurchschnittlich, weil sie KI-Nachfrage monetarisiert. Farrell sagte, viele Bitcoin-Miner verfügten über Energieinfrastruktur und Stromabnahmeverträge, die sich für KI-Rechenzentrumskapazität umnutzen ließen, und Investoren bewerteten diese Miner zunehmend als „digitale REITs". KI-bezogene Krypto-Infrastrukturwerte nannte er „einen großartigen Ort zum Verstecken" in Phasen breiterer Krypto-Schwäche – ein bedeutsamer Regimewechsel für einen Sektor, der historisch als High-Beta-Proxy für Token-Preise gehandelt wurde.

Der andere Ausreißer ist Hyperliquid, das Farrell als eines der wenigen Krypto-Ökosysteme hervorhob, die 2026 outperformen. Er bezifferte den trailing-twelve-month-Umsatz auf rund 850 Millionen Dollar und erklärte, die jüngste USDC-Partnerschaft mit Coinbase könne weitere 150 Millionen Dollar an annualisierten, nichtzyklischen Erlösen beisteuern.

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Häufig gestellte Fragen

  1. Warum pausieren Krypto-Unternehmen ihre IPO-Pläne?

    Fundstrats Sean Farrell erklärte CoinDesk, die Krypto-Handelsvolumina lägen YTD rund 75 % niedriger, was die Bewertungen unter Druck setze und Börsengänge unattraktiv mache. Die Firmen wollen die Bewertungen für bestehende Investoren maximieren und warten auf eine Markterholung.

  2. Welche Krypto-Firmen haben ihre IPOs verschoben?

    Der Hardware-Wallet-Hersteller Ledger und der MetaMask-Entwickler ConsenSys gehören zu den Unternehmen, die ihre IPO-Pläne pausiert haben. Ledger hatte dem Vernehmen nach Goldman Sachs, Jefferies und Barclays für einen geplanten NYSE-Börsengang über 4 Milliarden Dollar an Bord geholt.

  3. Warum stellen Bitcoin-Miner auf KI-Infrastruktur um?

    Viele Miner kontrollieren Energieinfrastruktur und Stromabnahmeverträge, die sich für die Nachfrage nach KI-Rechenzentrumskapazität umnutzen lassen. Das Vermieten von Strom und Kapazität an KI-Firmen hat höhere Renditen gebracht als das reine Bitcoin-Mining.

  4. Warum outperformt Hyperliquid während des Krypto-IPO-Abschwungs?

    Fundstrat schätzt, dass Hyperliquid in den letzten zwölf Monaten rund 850 Millionen Dollar Umsatz erzielt hat, und die Coinbase-USDC-Partnerschaft könnte weitere 150 Millionen Dollar an annualisierten, nichtzyklischen Erlösen beisteuern. Das wachsende Interesse an seinen Pre-IPO-Handelsmärkten ist ein zusätzlicher…

  5. Welchen regulatorischen Risiken sieht sich Hyperliquid ausgesetzt?

    CME Group und Intercontinental Exchange haben Berichten zufolge bei den Regulatoren darauf gedrängt, Hyperliquids Angebote genauer zu prüfen. Farrell sagte, die Aufsicht könnte Produkte ins Visier nehmen, die an US-Aktien oder Rohstoffhandel gekoppelt sind, argumentierte jedoch, die Prüfung signalisiere auch, dass die…

Quellenangabe
Aggregiert von CoinDesk · Verifiziert · Zuletzt aktualisiert vor 49d
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