Ein stärker als erwarteter Arbeitsmarktbericht für Mai hat den Konsens über Zinssenkungen auf den Kopf gestellt und Bitcoin sowie Gold gleichzeitig nach unten gedrückt, während die Händler den geldpolitischen Kurs der Federal Reserve neu bewerteten. Goldman Sachs erwartet nun, dass die Fed die Zinsen bis Ende 2026 hält und die Senkungen bis Juni und Dezember 2027 verzögert — eine dramatische Wende im Vergleich zu den kurzfristigen Lockerungen, die die Märkte noch vor wenigen Wochen eingepreist hatten.
Warum es wichtig ist
Der makroökonomische Pivot ist deutlich. Vor zwei Wochen ging es in der Debatte darum, wann die Zinssenkungen beginnen würden; heute preist der Markt eine Wahrscheinlichkeit von 75,5 % für Zinserhöhungen bis zum Jahresende ein. Das ist keine schrittweise Neuausrichtung — es ist eine vollständige Umkehrung des taubenhaften Narrativs, das sowohl risikobehaftete Vermögenswerte als auch harte Geldabsicherungen unterstützt hatte. Wenn sowohl Bitcoin als auch Gold gleichzeitig verkauft werden, signalisiert das, dass die Bewegung durch den Druck auf die Realzinsen und nicht durch eine spezifische Stimmung im Kryptomarkt getrieben wird: steigende Zinserwartungen erhöhen die Opportunitätskosten für das Halten von nicht rentierlichen Vermögenswerten insgesamt.
Marktauswirkungen
Für Bitcoin speziell verstärkt die Korrelation mit Gold während makroökonomisch bedingter Zinsschocks sein zunehmend institutionalisiertes Verhalten — es wird als makroökonomisches Asset gehandelt, nicht als spekulativer Ausreißer. Die Goldman Sachs-Prognose, die Zinsen bis 2026 zu halten, setzt einen langanhaltenden Gegenwind für risikobehaftete Positionierungen. Händler sollten den nächsten CPI-Bericht und alle Kommentare der Fed im Auge behalten, um Anzeichen dafür zu erkennen, dass die Arbeitsmarktdaten als einmaliges Ereignis oder als Trendbestätigung behandelt werden.
Häufig gestellte Fragen
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Warum haben Bitcoin und Gold nach dem Arbeitsmarktbericht für Mai gemeinsam verkauft?
Beide Vermögenswerte sind nicht rentierlich, sodass ein stärkerer Arbeitsmarktbericht, der die Wahrscheinlichkeit von Zinserhöhungen erhöht, die Opportunitätskosten für das Halten dieser Vermögenswerte steigert. Wenn der Druck auf die Realzinsen die Bewegung antreibt, tendieren Bitcoin und Gold dazu, zu korrelieren,…
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Was prognostiziert Goldman Sachs jetzt für die Zinssenkungen der Fed?
Goldman Sachs erwartet, dass die Fed die Zinsen bis Ende 2026 hält und die Senkungen bis Juni und Dezember 2027 verzögert, was eine scharfe Umkehrung des kurzfristigen Lockerungskonsenses darstellt, der vor nur zwei Wochen vorherrschte.
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Welche Wahrscheinlichkeit schreiben die Märkte Zinserhöhungen bis zum Jahresende zu?
Nach dem Arbeitsmarktbericht für Mai preisen die Märkte eine Wahrscheinlichkeit von 75,5 % für Zinserhöhungen bis Ende 2026 ein, im Vergleich zu einem Konsens vor wenigen Wochen, der sich auf den Zeitpunkt der Zinssenkungen konzentrierte, anstatt auf die Möglichkeit weiterer Straffungen.