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Rootstock reagiert auf Bitcoin-DeFi-Liquidity-Drain mit neuem Fokus

Bitcoin-basierte dezentrale Finanzprojekte verengen ihren Fokus zunehmend auf Nischen-Zielgruppen, da die Liquidität im…

Bitcoin-basierte dezentrale Finanzprojekte verengen ihren Fokus zunehmend auf Nischen-Zielgruppen, da die Liquidität im breiteren DeFi-Sektor weiter abfließt. Das sagte Richard Green, Director of Institutional and Ecosystem bei Rootstock Labs, im Gespräch mit The Block auf der BTC Prague. Demnach haben sich die crypto-nativen Trader und Hedgefonds, die früher die einfachsten Kunden für Bitcoin-DeFi-Produkte waren, weitgehend zurückgezogen, während Kapital aus den DeFi-Märkten fließt.

Green verwies darauf, dass das in DeFi-Protokollen gebundene Gesamtkapital von rund 180 Mrd. $ im vergangenen Oktober auf etwa 70 Mrd. $ heute gefallen ist. „The liquidity's gone", sagte er.

Warum es wichtig ist

Der Rückzug hat verändert, wie Rootstock und seine Wettbewerber Wachstum denken. Statt die gesamte Bandbreite der Krypto-Nutzer anzusprechen, konzentriert sich das Unternehmen auf bestimmte Kohorten: Bitcoin-Treasury-Firmen, Miner und langfristige BTC-Holder, die an BTC-Verleih und Renditeprodukten interessiert sind. Green beschrieb die Strategie als „not shallow and wide, it's very narrow and deep" – eine Überlebenshaltung für einen Sektor, dessen TVL in neun Monaten mehr als 60 % seines Werts verloren hat.

Der Strategiewechsel kommt weniger als eine Woche nachdem das Bitcoin-Layer-2-Projekt Botanix angekündigt hat, sein Netzwerk abzuwickeln, mit Verweis auf schwindende Nachfrage nach Bitcoin-nativem DeFi und unzureichende Gebühren, um den Betrieb aufrechtzuerhalten. Green sagte, er sehe die Schließung nicht als Beweis dafür, dass Bitcoin-DeFi verschwunden sei, sondern als Signal dafür, wo die verbliebene Nachfrage tatsächlich sitzt.

Marktauswirkungen

In den überlebenden Niesen verwies Green auf Mining-Unternehmen, die Bitcoin-besicherte Kredite suchen, sowie auf institutionelle Investoren, die tokenisierte Fondstrategien rund um Bitcoin erkunden. Während Spot-Bitcoin-ETFs weiterhin neues Kapital absorbieren, stehen Bitcoin-DeFi-Projekte vor einer schwierigeren Überzeugungsarbeit: Inhaber von passivem BTC-Exposure dazu zu bringen, ihre Coins für Lending oder Rendite onchain einzusetzen. Die schmalere adressierbare Zielgruppe erhöht die Hürde beim Product-Market-Fit, bündelt aber den verbleibenden Flow auf weniger Plattformen.

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Häufig gestellte Fragen

  1. Was sagte Rootstocks Richard Green über die Nachfrage nach Bitcoin DeFi?

    Green sagte, Bitcoin-basierte DeFi-Projekte verengten ihren Fokus auf Nischen-Zielgruppen wie Bitcoin-Treasury-Firmen, Miner und langfristige Holder, und bezeichnete die Strategie als „not shallow and wide, it's very narrow and deep".

  2. Wie stark ist das in DeFi gebundene Gesamtkapital gefallen?

    Nach Green und den Daten von The Block ist das TVL in DeFi-Protokollen von rund 180 Mrd. $ im vergangenen Oktober auf etwa 70 Mrd. $ heute gesunken.

  3. Warum hat das Bitcoin-Layer-2 Botanix sein Netzwerk eingestellt?

    Botanix kündigte an, den Betrieb abzuwickeln, und verwies auf schwindende Nachfrage nach Bitcoin-nativem DeFi sowie unzureichende Gebühren, um das Netzwerk am Laufen zu halten.

  4. Wer nutzt Bitcoin-DeFi-Produkte aktuell noch?

    Green nannte Mining-Unternehmen, die Bitcoin-besicherte Kredite suchen, sowie institutionelle Investoren, die tokenisierte Fondstrategien rund um Bitcoin erkunden, als die aktiven Nachfrageinseln.

  5. Wie wirken sich Spot-Bitcoin-ETFs auf das Wachstum von Bitcoin DeFi aus?

    Green sagte, ETFs seien zum primären Einstieg für neue Bitcoin-Investoren geworden und zwingen Bitcoin-DeFi-Projekte, stärker aufzuklären und Anreize zu schaffen, Nutzer vom passiven ETF-Exposure zum Onchain-Einsatz von BTC zu bewegen.

Quellenangabe
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