Kongress und die Bundesfinanzaufsichtsbehörden haben die Krypto-Politikmaschinerie vergangene Woche einen Gang hochgeschaltet: der Steuerausschuss des Repräsentantenhauses (Ways and Means) hielt eine substanzielle Anhörung zur Steuergesetzgebung für digitale Vermögenswerte ab, die CFTC veröffentlichte einen Vorschlag für eine schärfere Aufsicht über Prognosemärkte, der ehemalige SEC- und CFTC-Vorsitzende Gary Gensler reichte einen Amicus-Brief ein, in dem er argumentierte, dass „Swaps" im Sinne des Dodd-Frank nie Sportwetten-Verträge abdecken sollten, und ein Panel des Second Circuit wies Sam Bankman-Frieds Berufung gegen seine Verurteilung wegen Betrugs und Verschwörung aus dem Jahr 2023 zurück und stellte fest, dass Bundesrichter Lewis Kaplan bei der Prozessführung nicht über seine Befugnisse hinausgegangen war.
Warum das wichtig ist
Die Anhörung im Ways and Means-Ausschuss fiel durch das auf, was nicht geschah: keine parteipolitischen Sticheleien, keine rhetorischen Spitzen gegen Präsident Donald Trump, und nur eine Handvoll Abgeordneter stellten angesichts des aktuellen wirtschaftlichen Umfelds die Dringlichkeit der Krypto-Besteuerung infrage. Die Mitglieder stellten überwiegend technische Fragen zu Diskussionsentwürfen von Gesetzesvorlagen, die regeln, wie digitale Vermögenswerte besteuert werden sollen, wo die derzeitige Politik Lücken aufweist und wie ein künftiges Mark-up die Blockaden zwischen den Parteien überbrücken könnte. Der versöhnliche Ton liest sich als Signal, dass die Krypto-Steuergesetzgebung nun als nächstes großes politisches Vorhaben nach dem Marktstruktur-Gesetz positioniert ist – vorausgesetzt, dieses Gesetz wird verabschiedet.
Was die Prognosemärkte angeht, legt der neue CFTC-Vorschlag dar, wie die Behörde Glücksspiel für Zwecke der Swap-Klassifizierung definieren will – ein definitorischer Kampf, der entscheiden wird, welche Prognoseverträge der Bundesaufsicht unterliegen und welche an die Glücksspielaufsichtsbehörden der Bundesstaaten verwiesen werden. Genslers Amicus-Brief – eingereicht zusammen mit anderen Stellen und Bundesstaaten – verfolgt die entgegengesetzte Richtung und argumentiert, dass „Swaps" nie dazu gedacht waren, etwas einzubeziehen, das Sportwetten ähnelt. Gleichzeitig reichte die CFTC eine neue Klage gegen New Mexico ein und argumentiert, dass sportbezogene Prognosemärkte Swaps seien, die unter die Bundes-, nicht die Staatsgerichtsbarkeit fallen.
Häufig gestellte Fragen
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Was ist bei der Anhörung des Ways and Means-Ausschusses des Repräsentantenhauses zur Krypto-Besteuerung geschehen?
Die Anhörung am letzten Dienstag bestand überwiegend aus substanziellen, technischen Fragen der Abgeordneten zu Diskussionsentwürfen für die Besteuerung digitaler Vermögenswerte. Der Ton war bemerkenswert versöhnlich – keine parteipolitischen Sticheleien – und die Sitzung ist als nächstes großes politisches Vorhaben…
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Was hat die CFTC für Prognosemärkte vorgeschlagen?
Die CFTC hat einen Vorschlag veröffentlicht, der darlegt, wie sie Glücksspiel für die Zwecke der Swap-Klassifizierung definieren würde. Diese definitorische Entscheidung bestimmt, welche Prognosemarkt-Verträge der Bundesaufsicht unterliegen und welche an die Glücksspielaufsichtsbehörden der Bundesstaaten fallen. Die…
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Was hat Gary Genslers Amicus-Brief argumentiert?
Der Brief, eingereicht zusammen mit anderen Stellen und Bundesstaaten, argumentierte, dass der Begriff „Swaps" im Sinne des Dodd-Frank nie dazu gedacht war, etwas einzubeziehen, das Sportwetten ähnelt, und wandte sich gegen die Einstufung sportartbezogener Prognosemärkte als Swaps auf Bundesebene.
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Warum verklagt die CFTC New Mexico wegen Prognosemärkten?
Die CFTC reichte am Freitag eine Klage gegen New Mexico ein und argumentiert, dass sportbezogene Prognosemärkte Swaps seien und von Bundesaufsichtsbehörden statt von staatlichen Glücksspielbehörden reguliert werden sollten – ein direkter Test der Zuständigkeitsgrenzen.
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Was ist mit Sam Bankman-Frieds Berufung geschehen?
Ein Panel des Second Circuit wies Bankman-Frieds Berufung gegen seine Verurteilung wegen Betrugs und Verschwörung aus dem Jahr 2023 zurück und stellte fest, dass Bundesrichter Lewis Kaplan weder über seine Rolle hinausgegangen sei noch Fehler bei der Leitung des Strafprozesses gemacht habe. Es wurden keine Gründe für…