Ether.fi will bis zum Ende dieses Quartals die letzte strukturelle Verbindung zu EigenLayer kappen, nachdem weniger als 1 % seiner Assets im Restaking verblieben sind. CEO Mike Silagadze sagte, die Entscheidung sei auf steigende Risiken und fehlende nennenswerte Renditen zurückzuführen. Die wirtschaftliche Lage hat sich im gesamten Sektor verschlechtert: Restaking sicherte im betrachteten Wochenzeitraum 10,02 Milliarden US-Dollar und generierte Gebühren von 99.977 US-Dollar. Liquid Staking sicherte 51,87 Milliarden US-Dollar und nahm 27,35 Millionen US-Dollar ein. Pro gesichertem Dollar erzielte gewöhnliches Liquid Staking rund 53-mal mehr.
Warum das wichtig ist
Restaking sollte es ermöglichen, mit gestaktem ETH zusätzliche Dienste abzusichern und so mit demselben Kapital eine zweite Rendite zu erzielen. Doch die Dienste, die diese Sicherheit einkauften, erwirtschafteten nicht genug Einnahmen, um sowohl die Basisrendite des Stakings als auch einen zusätzlichen Aufschlag zu bezahlen. Punkteprogramme, die Einzahlungen subventioniert hatten, liefen im Laufe des Jahres 2025 aus. Im April 2025 wurde zudem Slashing aktiviert. Damit kam ein reales Strafrisiko hinzu, ohne dass die Rendite entsprechend stieg.
Die fünf größten verbliebenen Liquid-Restaking-Token meldeten im zweiten Quartal 2026 zusammen einen Bruttogewinn von 953.350 US-Dollar, gegenüber 2,18 Millionen US-Dollar drei Quartale zuvor. Bei einigen Protokollen wurden EIGEN-Rewards sowohl als Einnahmen als auch als Kosten an Einzahler weitergegeben, sodass daraus kein Gewinn entstand. Die Zahlen im Artikel deuten darauf hin, dass die verbleibenden Gewinne aus gewöhnlichen Staking-Gebühren stammten, nicht aus der Restaking-Ebene.
Auswirkungen auf den Markt
Der Kelp-Bridge-Exploit machte ein weiteres Risiko von Liquid Restaking deutlich: das Risiko der Wrapped-Token. Ein Angreifer erzeugte 116.500 ungedeckte rsETH im Wert von rund 293 Millionen US-Dollar und nutzte sie anschließend als Sicherheit auf Aave. In den darauffolgenden Tagen flossen rund 6 Milliarden US-Dollar aus Aave ab. Die möglichen uneinbringlichen Schulden werden auf 123 bis 230 Millionen US-Dollar geschätzt. Der Angriff richtete sich gegen eine Cross-Chain-Bridge, nicht gegen den Restaking-Mechanismus von EigenLayer. Er verdeutlichte jedoch die zusätzlichen Software- und Besicherungsrisiken von Liquid-Restaking-Token.
Ether.fi setzt nun stärker auf Karten, Kredite, Vaults und weitere Neobank-Dienste, statt sich auf Restaking zu verlassen. Laut Silagadze stieg der Anteil der Karte am monatlichen Umsatz von 17 % im Januar auf 46 % im Juli. Zahlen von DefiLlama zeigen hingegen, dass der Bruttogewinn von 18,71 Millionen US-Dollar im dritten Quartal 2025 auf 9,99 Millionen US-Dollar im zweiten Quartal 2026 sank. Die unterschiedlichen Entwicklungen erklären sich durch verschiedene Kennzahlen: Das Unternehmen nannte den Umsatz und eine auf die Zukunft gerichtete Run-Rate, während DefiLlama den zurückliegenden Bruttogewinn ausweist. Für Restaking stellt sich grundsätzlich die Frage, ob die Nachfrage nach der bereitgestellten Sicherheit ein profitables Geschäft ohne Einzahlungsanreize tragen kann.
Häufig gestellte Fragen
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Warum beendet ether.fi die strukturelle Verbindung zu EigenLayer?
CEO Mike Silagadze sagte, Restaking biete keine nennenswerte Rendite, bringe aber wahrgenommene Risiken mit sich. Ether.fi will weniger als 1 % seiner Assets im Restaking belassen.
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Wie fielen die Gebühren beim Restaking im Vergleich zu Liquid Staking aus?
Restaking sicherte im betrachteten Wochenzeitraum 10,02 Milliarden US-Dollar und generierte Gebühren von 99.977 US-Dollar. Liquid Staking sicherte 51,87 Milliarden US-Dollar und brachte 27,35 Millionen US-Dollar ein, rund 53-mal mehr pro gesichertem Dollar.
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Was geschah beim Kelp-Bridge-Exploit?
Ein Angreifer erzeugte 116.500 ungedeckte rsETH im Wert von rund 293 Millionen US-Dollar und hinterlegte sie auf Aave als Sicherheit, um Ether zu leihen. In den folgenden Tagen flossen rund 6 Milliarden US-Dollar aus Aave ab.
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Wie entwickeln sich die Gewinne von Liquid-Restaking-Protokollen?
Die fünf größten verbliebenen Liquid-Restaking-Token erzielten im zweiten Quartal 2026 zusammen 953.350 US-Dollar Bruttogewinn, gegenüber 2,18 Millionen US-Dollar drei Quartale zuvor.
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Wie will ether.fi die Einnahmen aus dem Restaking ersetzen?
Ether.fi baut Karten, Kredite, Vaults und weitere Neobank-Dienste aus. Laut Silagadze stieg der Anteil der Karte am Monatsumsatz von 17 % im Januar auf 46 % im Juli.