ETHGas entwickelt Institutional Blockspace, einen Dienst, mit dem Banken und Handelsfirmen Platz in künftigen Ethereum-Blöcken reservieren, Validatoren auswählen und Gegenparteien auf die Einhaltung von Sanktionen prüfen können. Die Transaktionen würden weiterhin im öffentlichen Ethereum-Netzwerk abgewickelt. Das Projekt gibt an, dass derzeit rund 5 % des Netzwerks auf qualifizierte Validatoren entfallen. Bis Jahresende soll der Anteil auf 20 bis 30 % oder mehr steigen.
Warum das wichtig ist
Mit Vorabreservierungen könnten Institutionen große Transaktionen besser planen, statt bei der Auftragserteilung um Blockspace konkurrieren zu müssen. ETHGas zufolge könnte dies das öffentliche Ethereum für Finanzunternehmen praktikabler machen. Andernfalls könnten sie auf private Netzwerke oder separate Layer-1- und Layer-2-Blockchains ausweichen, wodurch die Liquidität fragmentiert werden kann.
Der Dienst bietet Validatoren außerdem die Möglichkeit, Blockkapazität im Voraus zu verkaufen. Es gibt jedoch eine wichtige Einschränkung: Derzeit sind Validatoren finanziell nicht verpflichtet, eine Entschädigung zu leisten, wenn sie ihre Zusagen nicht einhalten. Gründer Kevin Lepsoe sagte, die Entschädigung sei auf null festgesetzt, zugleich gebe es Mechanismen, über die der Markt einen Preis bestimmen könne.
Auswirkungen auf den Markt
Die Abdeckung durch Validatoren beeinflusst, wie schnell eine Reservierung erfüllt werden kann. Ein Modell von Delphi Digital, das in einem Bericht zitiert wird, der im Rahmen einer bezahlten Vereinbarung mit ETHGas erstellt wurde, schätzt die durchschnittliche Wartezeit bei einer Abdeckung von 5 % auf rund vier Minuten. Bei 30 % seien es etwa 40 Sekunden. Dem Modell zufolge liegt die Wahrscheinlichkeit, dass bei der aktuellen Abdeckung innerhalb einer Minute ein geeigneter Validator verfügbar wird, bei 23 %. Dabei handelt es sich um Modellschätzungen, nicht um Live-Daten.
Der Bericht nennt Blockspace-Zusagen in Höhe von rund 800 Millionen US-Dollar sowie eine dreijährige Vereinbarung über Ether im Wert von etwa 3 Milliarden US-Dollar mit ether.fi, die auch die exklusive Nutzung der Pre-Confirmation-Plattform von ETHGas umfasst. Weder Lepsoe noch der Bericht nannten eine Bank, die Institutional Blockspace im produktiven Betrieb nutzt. Eine breitere Beteiligung von Validatoren und durchsetzbare Lieferbedingungen bleiben wichtige Prüfsteine für die institutionellen Ambitionen des Dienstes.
Häufig gestellte Fragen
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Wie können Institutionen mit ETHGas Ethereum-Blockspace reservieren?
Institutional Blockspace ermöglicht es Banken und Handelsfirmen, Platz in künftigen Blöcken zu reservieren, Validatoren auszuwählen und Gegenparteien auf die Einhaltung von Sanktionen zu prüfen. Die Transaktionen würden weiterhin auf dem öffentlichen Ethereum abgewickelt.
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Welcher Anteil des Ethereum-Validatorennetzwerks ist derzeit für den Dienst qualifiziert?
ETHGas-Gründer Kevin Lepsoe zufolge machen qualifizierte Validatoren etwa 5 % des Ethereum-Netzwerks aus. Das Projekt strebt bis Jahresende einen Anteil von 20 bis 30 % oder mehr an.
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Was schätzt das Modell von Delphi zu den Wartezeiten bei Reservierungen?
Das Modell schätzt die durchschnittliche Wartezeit bei 5 % Abdeckung auf rund vier Minuten und bei 30 % auf etwa 40 Sekunden. Es handelt sich um ein Modell, nicht um Live-Daten.
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Welche finanziellen Folgen hat es, wenn ein Validator eine Zusage verfehlt?
Validatoren sind derzeit finanziell nicht verpflichtet, eine Entschädigung zu leisten, wenn sie ihre Zusagen nicht einhalten. Lepsoe sagte, die Entschädigung sei auf null festgesetzt.
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Ist bekannt, ob eine Bank Institutional Blockspace produktiv nutzt?
Weder Lepsoe noch der Delphi-Bericht nannten eine Bank, die den Dienst produktiv nutzt. Der Bericht beschreibt jedoch Blockspace-Zusagen und eine Vereinbarung mit ether.fi.
CoinDesk