Alan Greenspan, der von 1987 bis 2006 als Vorsitzender der Federal Reserve amtierte, ist im Alter von 100 Jahren gestorben. Als Schüler der Ökonomin Ayn Rand wurde er später zu einem der einflussreichsten Notenbanker in der Geschichte der USA und führte die Fed über vier Präsidentschaften hinweg.
Warum es wichtig ist
Greenspans Amtszeit umspannte den Schwarzen Montag von 1987, den Boom und Bust der Dotcom-Ära, die Rezession von 2001 und die frühen Jahre des Immobilienbooms, der in der Finanzkrise von 2008 endete. Seine Bemerkung über „irrationale Euphorie" im Jahr 1996, seine Zurückhaltung bei der direkten Regulierung von Hypothekenderivaten und die Zinssenkungen nach dem 11. September prägten die politischen Debatten, die die moderne Fed definieren.
Auswirkungen auf den Markt
Anleihen- und Aktienfutures zeigten keine unmittelbare Reaktion. Greenspan war fast zwei Jahrzehnte lang nicht mehr im öffentlichen Amt und hatte keinen operativen Einfluss auf die aktuelle Geldpolitik der Fed, auch wenn Märkte und Historiker sein Erbe niedriger Zinsen und liquiditätsgetriebener Märkte neu bewerten werden, das zur Vorlage für die Ära nach 2008 wurde.
Häufig gestellte Fragen
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Wer war Alan Greenspan?
Greenspan war von 1987 bis 2006 Vorsitzender der Federal Reserve und die 13. Person in diesem Amt. Er leitete die US-Geldpolitik unter den Präsidenten Reagan, George H.W. Bush, Clinton und George W. Bush.
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Wie lange führte Greenspan die Federal Reserve?
Fast 19 Jahre, was seine Amtszeit zu einer der längsten in der Geschichte der Fed macht. Er wurde 1987 von Präsident Reagan ernannt und im Februar 2006 von Ben Bernanke abgelöst.
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Welche Krisen bewältigte Greenspan als Fed-Vorsitzender?
Den Börsencrash am Schwarzen Montag 1987, die LTCM-Krise 1998, den Dotcom-Boom und -Bust, die Rezession von 2001 sowie die frühe Phase des Immobilienbooms, der in der Finanzkrise von 2008 endete.
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Was hielt Greenspan von Bitcoin?
Greenspan war ein lautstarker Skeptiker. 2013 nannte er Bitcoin eine „Blase" und erklärte, es könne ohne staatliche Rückendeckung nicht als stabiler Wertspeicher dienen, erkannte aber den Reiz der zugrundeliegenden Blockchain-Technologie an.
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Wie wird Greenspans Vermächtnis heute beurteilt?
Während seiner Amtszeit wurde er weithin als „der Maestro" gefeiert, zog aber später anhaltende Kritik für seinen deregulierenden Kurs auf sich, insbesondere bei Hypothekenderivaten, den viele Ökonomen als Wegbereiter der Finanzkrise von 2008 sehen.