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Fed hält Zinsen wohl stabil, 2-Jahres-Rendite signalisiert Hike

Die 29%igen FedWatch-Chancen für eine Juli-Anhebung wirken plausibel. Der wichtigere Hinweis ist, dass die 2-Jahres-Rendite den Fed-Funds-Satz in Richtung 4,25% drückt, genau auf das Niveau, das der Markt bis Dezember sehen will.

Das FOMC-Treffen der Federal Reserve am 29. Juli hat laut CME FedWatch Tool nur eine implizite Wahrscheinlichkeit von 29,4% für eine Zinserhöhung, doch der wichtigere Hinweis ist die Rendite zweijähriger US-Staatsanleihen, die den aktuellen Fed-Funds-Satz bereits überschritten hat. Der Markt preist den Fed-Funds-Satz bis Dezember auf rund 4,25% ein, also auf das Niveau, in dessen Nähe die 2-Jahres-Rendite bereits notiert, was signalisiert, dass der Ausschuss nicht mehr im restriktiven Bereich ist. Die Erstanträge auf Arbeitslosenhilfe lagen zuletzt bei 187.000, dem niedrigsten Stand seit Jahrzehnten, während die Arbeitslosenquote seit November 2025 sinkt. Das gibt der Fed wenig offensichtlichen Grund für weitere Senkungen. Die Inflation hat sich vom Hoch bei 4,1% abgekühlt, doch Energie- und Arbeitsmarktbedingungen lassen Raum für eine straffere Reaktion.

Warum das wichtig ist

Das Muster, dass 2-Jahres-Renditen Entscheidungen beim Fed-Funds-Satz vorwegnehmen, gehört zu den klarsten geldpolitischen Signalen im Chart. Da die 2-Jahres-Rendite nun über dem Leitzins liegt, sagt der Anleihemarkt der Fed im Grunde, dass sie anheben soll. Die Fed, die 2024 und 2025 jeweils dreimal gesenkt hat, hat Zinssenkungszyklen historisch eher im September als im Juli begonnen, was eine Sommeranhebung selten macht. Mehrere Banken haben ein Szenario für eine Juli-Anhebung skizziert, doch sowohl die FedWatch-Preise als auch die Einschätzung des Kanals sprechen eher für ein Halten morgen, während der Schritt stattdessen im September kommt.

Marktauswirkung

Die erwartete Abfolge ist ein Fed-Halten morgen, dann ein von Bond-Vigilanten getriebener Anstieg, der die 10-Jahres-Rendite in Richtung 5% und die 30-Jahres-Rendite über 5,2% drückt, ein Rückgang am Aktienmarkt um 10-20% im August-September-Fenster und anschließend ein oder zwei Fed-Anhebungen später im Jahr. Bitcoin bildet historisch im vierten Quartal von Zwischenwahljahren ein Tief, und ein strafferes geldpolitisches Umfeld stützt dieses Timing. Die Bitcoin-Dominanz hat sich zwar gehalten, aber nur dann wirklich sichtbar, wenn Stablecoins ausgeklammert werden. Die Stablecoin-Dominanz hat sich seit Oktober 2025 von 6% auf über 13% etwa verdoppelt und verdeckt darunter die Flucht in Sicherheit.

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Häufig gestellte Fragen

  1. Hebt die Fed die Zinsen auf der FOMC-Sitzung am 29. Juli an?

    Die FedWatch-Preise setzen die Wahrscheinlichkeit bei 29,4% an, und der Kanal rechnet mit einem Halten. Das historische Muster von Senkungszyklen mit Start im September 2024 und 2025 macht eine Sommeranhebung ungewöhnlich.

  2. Was signalisiert die 2-Jahres-Treasury-Rendite für die Fed?

    Die 2-Jahres-Rendite liegt bereits über dem aktuellen Fed-Funds-Satz und notiert in der Nähe von 4,1-4,2%. Fed-Funds-Futures preisen den Leitzins bis Dezember bei rund 4,25% ein, was darauf hindeutet, dass der Anleihemarkt eine Anhebung von den aktuellen Niveaus will.

  3. Wie wirken sich extrem niedrige Erstanträge auf die Fed-Entscheidung aus?

    Die Erstanträge lagen bei 187.000, dem niedrigsten Stand seit Jahrzehnten, und die Arbeitslosenquote sinkt seit November 2025. Ein enger Arbeitsmarkt gibt der Fed weniger Grund für Senkungen und mehr Anlass zu einem hawkishen Kurs.

  4. Wie sieht der erwartete Pfad für die 10-Jahres- und 30-Jahres-Renditen aus?

    Wenn die Fed die Zinsen hält, erwartet der Kanal, dass Bond-Vigilanten die 10-Jahres-Rendite wieder in Richtung 5% und die 30-Jahres-Rendite über ihre 5,2%-Decke treiben, die seit 2023 hält.

  5. Wann bildet Bitcoin historisch in einem Zwischenwahljahr ein Tief?

    Bitcoin hat historisch in der zweiten Jahreshälfte von Zwischenwahljahren ein Tief gebildet, typischerweise im Q4. Die erwartete 10-20%ige Aktienkorrektur ab August-September würde diesem Tief vorausgehen und damit früheren Zyklen entsprechen.

Quellenangabe
Aggregiert von Benjamin Cowen · Verifiziert · Zuletzt aktualisiert vor 25d
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