Hacker drangen Ende Juni in die Generaldirektion der öffentlichen Finanzen Frankreichs ein und entzogen Steuerdaten von etwa 678.437 Personen, darunter fast 27.000 mit einem Jahreseinkommen von über 100.000 €, 386 über 1 Million € und acht über 10 Millionen €. Der Angreifer, der unter dem Pseudonym ZeroBytes operierte, behauptete, ein internes Suchwerkzeug verwendet zu haben, um die Datensätze abzurufen, bevor er unterbrochen wurde. Die Datenbank wird nun Berichten zufolge für mehrere tausend Euro auf Dark-Web-Marktplätzen zum Verkauf angeboten. Der französische Finanzminister bestätigte den Einbruch, obwohl der genaue Umfang noch untersucht wird.
Warum es wichtig ist
Die gestohlenen Datenfelder, darunter Namen, Geburtsdaten, Wohnadressen, Telefonnummern und E-Mail-Adressen, kennzeichnen nicht explizit, wer Krypto besitzt, bieten Kriminellen jedoch eine nahezu perfekte Liste wohlhabender französischer Haushalte, um sie mit On-Chain-Aktivitäten, sozialen Medien oder älteren Leaks abzugleichen. Der Bitcoin-Sicherheitsforscher Jameson Lopp, der eine der am längsten laufenden öffentlichen Datenbanken über physische Krypto-Angriffe führt, fasste die Situation auf X zusammen: "Mehr schlechte Nachrichten für Bitcoin-Besitzer, die im führenden Land für Wrench-Angriffe leben." Frankreich ist bereits das globale Epizentrum der sogenannten Wrench-Angriffe, bei denen Kriminelle Gewalt oder Zwang einsetzen, um Wallet-Zugangsdaten zu erlangen. Chainalysis verzeichnete in Frankreich allein im ersten Halbjahr 2026 30 öffentlich bekannte gewalttätige Krypto-Angriffe, bei denen über 30 Millionen Dollar erbeutet wurden, und lässt darauf schließen, dass dieses Jahr die 58 Millionen Dollar aus 2025 übertreffen wird.
Marktauswirkungen
Der Datenbruch verstärkt ein paralleles Problem: Ein französischer Steuerbeamter wurde im Juni 2025 verhaftet, weil er angeblich vertrauliche Informationen von Krypto-Investoren an kriminelle Organisationen verkauft hatte, und Chainalysis hat diesen Fall direkt mit der Welle physischer Angriffe in Verbindung gebracht. Jüngste Vorfälle verdeutlichen, wie beständig das Risiko ist, selbst nachdem Daten veraltet sind. Anfang dieser Woche wurde ein Paar im französischen Departement Somme innerhalb eines Monats dreimal angegriffen, nachdem es in ein Haus gezogen war, das zuvor von Krypto-Millionären bewohnt wurde, deren Steuerdaten und Adresse bereits im Dark Web aufgetaucht waren. Käufer von Hardware-Wallets sind ebenfalls über Drittanbieter-Lieferketten gefährdet.
Häufig gestellte Fragen
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Wie viele Personen waren vom französischen Steuerbruch betroffen?
Etwa 678.437 Steuerzahler waren betroffen, darunter fast 27.000 mit einem Jahreseinkommen von über 100.000 €, 386 über 1 Million € und acht über 10 Millionen €.
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Wer steckt hinter dem Datenbruch?
Ein Angreifer, der das Pseudonym ZeroBytes verwendet, behauptete, auf ein internes Suchwerkzeug der Generaldirektion der öffentlichen Finanzen Frankreichs zugegriffen und die Datensätze abgerufen zu haben, bevor er unterbrochen wurde.
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Warum ist dieser Datenbruch besonders gefährlich für Krypto-Besitzer?
Die gestohlenen Datensätze enthalten Namen, Adressen, Telefonnummern und E-Mails, kennzeichnen jedoch keinen Krypto-Besitz, was Kriminellen ein Verzeichnis wohlhabender Zielpersonen bietet, um es mit On-Chain-Aktivitäten und älteren Leaks abzugleichen.
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Wie schlimm sind Wrench-Angriffe in Frankreich derzeit?
Chainalysis verzeichnete im ersten Halbjahr 2026 30 öffentlich bekannte gewalttätige Krypto-Angriffe in Frankreich, bei denen über 30 Millionen Dollar erbeutet wurden, was darauf hindeutet, dass das Jahr die Rekordsumme von 58 Millionen Dollar aus 2025 übertreffen wird.
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Wurden auch Trezor-Kunden betroffen?
Trezor gab am Mittwoch bekannt, dass ein Vorfall bei seinem Versanddienstleister ShipMonk Datensätze von fast 14.000 Kunden von Hardware-Wallets betroffen hat, einschließlich Telefonnummern und Adressen von 11.742 von ihnen.
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