Die US-Senatorin Kirsten Gillibrand sagte am Mittwoch auf der Consensus Miami 2026, dass der Digital Asset Market Clarity Act den Senat nicht passieren könne, wenn er keine Ethikbestimmung enthalte, die hochrangigen Regierungsvertretern — einschließlich des Präsidenten und des Vizepräsidenten — persönliche Krypto-Interessen untersage. Die Demokratin aus New York, eine der führenden überparteilichen Verhandlerinnen des Gesetzes, bezeichnete die Bestimmung als verfassungsrechtliche und antikorruptive Notwendigkeit und nicht als verhandelbaren Zusatzantrag.
„Es wird niemand für dieses Gesetz stimmen, wenn wir keine Ethikbestimmung haben“, sagte Gillibrand. „Wir können nicht zulassen, dass Kongressabgeordnete, hochrangige Regierungsvertreter, Präsidenten oder Vizepräsidenten aufgrund ihres Insider-Status an diesen Branchen verdienen. Es ist die schlimmste Form von Pay-for-Play.“
Warum das wichtig ist
Die Bestimmung zielt vor allem auf die persönlichen Krypto-Geschäftsinteressen von Präsident Donald Trump ab, und das Weiße Haus hat Formulierungen öffentlich zurückgewiesen, die seiner Lesart nach gezielt auf den Präsidenten abzielen. Da die Anhörung des Bankenausschusses des Senats möglicherweise schon in der nächsten Woche ansteht, sagte Gillibrand, die Ethikfrage müsse innerhalb von rund sieben Tagen geklärt werden, damit das Gesetz den Ausschuss mit einer überparteilichen Abstimmung passieren könne.
Der Clarity Act ist die wichtigste Washingtoner Forderung der Krypto-Branche — ein Marktstruktur-Rahmenwerk, das die Zuständigkeit von SEC und CFTC für digitale Vermögenswerte abgrenzen würde. Eine Streichung oder Aufweichung des Ethikzusatzes birgt das Risiko, die Unterstützung der Demokraten zu verlieren; sein unveränderter Erhalt birgt das Risiko eines Vetosignals aus dem Weißen Haus, noch bevor das Gesetz das Plenum erreicht.
Marktauswirkungen
Gillibrand sagte eine mögliche endgültige Senatsabstimmung in der ersten Augustwoche voraus, sofern eine Einigung hält — das letzte Zeitfenster, bevor der Kongress sich den Midterms zuwendet, mit noch rund zehn nutzbaren Senatswochen in dieser Sitzungsperiode. Ein Scheitern der Verhandlungen würde die umfassende US-Krypto-Gesetzgebung über den Wahlzyklus hinaus verschieben und die Branche unter dem bestehenden Flickwerk aus SEC-Durchsetzungsmaßnahmen und CFTC-Leitlinien weiterarbeiten lassen.
In einem separaten Consensus-Panel äußerte sich Summer Mersinger, CEO der Blockchain Association und ehemalige CFTC-Kommissarin, gelassener und argumentierte, legislative Zeitfenster öffneten sich auch dann wieder, wenn dieses schließe.
Häufig gestellte Fragen
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Was ist der Digital Asset Market Clarity Act?
Er ist die wichtigste US-politische Priorität der Krypto-Branche — ein Marktstrukturgesetz, das die Zuständigkeit für digitale Vermögenswerte zwischen der SEC und der CFTC abgrenzen und das derzeitige Flickwerk aus Durchsetzungsmaßnahmen und Behördenleitlinien ersetzen würde.
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Warum möchte Senatorin Gillibrand eine Ethikbestimmung anhängen?
Sie argumentiert, dass kein Demokrat für das Gesetz stimmen werde, wenn es Kongressabgeordneten, hochrangigen Regierungsvertretern, dem Präsidenten und dem Vizepräsidenten nicht untersagt werde, persönlich an Krypto zu verdienen — und bezeichnet Insider-Bereicherung als die „schlimmste Form von Pay-for-Play“.
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Auf wen zielt die Ethikbestimmung ab?
Vor allem auf die persönlichen Krypto-Geschäftsinteressen von Präsident Donald Trump. Das Weiße Haus hat jeden Interessenkonflikt bestritten und erklärt, es werde keine Formulierung akzeptieren, die gezielt auf den Präsidenten abzielt.
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Wie sieht der legislative Zeitplan für das Gesetz aus?
Gillibrand sagte, die Ethikverhandlungen müssten sich innerhalb etwa einer Woche lösen, damit der Bankenausschuss des Senats das Gesetz überparteilich voranbringen könne. Eine mögliche endgültige Plenumsabstimmung wäre in der ersten Augustwoche, bevor der Kongress sich den Midterms zuwendet.
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Was passiert, wenn die Verhandlungen scheitern?
Eine umfassende US-Krypto-Gesetzgebung würde voraussichtlich über den Wahlzyklus 2026 hinaus verschoben, sodass Emittenten und institutionelle Desks weiterhin unter bestehenden SEC-Durchsetzungsmaßnahmen und CFTC-Leitlinien statt unter einem gesetzlichen Rahmenwerk arbeiten müssten.