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〽️NEUTRAL

Gold fällt 30 %: Zwischenwahl-Saisonalität trifft Bullen

Vergleicht man 2026 mit 2022 und 2018, liegt der Rückgang genau beim Durchschnitt früherer Zwischenwahljahre, und das Zeitfenster für ein Tief liegt zwischen Juli und Oktober.

Gold hat von seinen Hochs rund 30 % eingebüßt und notiert nun nahe $4,000 je Unze, also deutlich unter den Niveaus, die die jüngste Rally geprägt haben. Der Rückgang ist heftig, liegt aber fast exakt auf dem durchschnittlichen Jahresverlauf, den Gold in den letzten beiden Zwischenwahljahren 2022 und 2018 zeigte, und auch das Timing dieser früheren Tiefs konzentrierte sich auf das Fenster von August bis September.

Warum das wichtig ist

Das Muster ist strukturell und kein Zufall. 2022 bildete Gold Ende September nach einem Rückgang von 22 % einen Boden, 2018 Mitte August nach einem tieferen Abverkauf. Noch weiter zurück lag der Höchst-Tief-Rückgang im Zyklus 2008 bei rund 34 %, und 2006 ergab sich ein Minus von 26 %. Zwischenwahljahre brachten bei Edelmetallen durchgehend die schwächsten Jahresrenditen, bevor der Trend im Vorfeld des Wahljahres wieder an die Bullen zurückging. Derzeit liegt Gold etwa 5 bis 6 % unter seinem Jahresauftakt, während 2022 und 2018 an ihren Tiefpunkten 10 bis 11 % unter dem jeweiligen Jahresstart notierten. Der Spielraum für weitere Verluste ist also enger, als es sich anfühlt.

Marktauswirkung

Die Unterstützungszone des Gold-Bullenmarkts liegt nahe $3,800, also etwa 4 % unter dem aktuellen Niveau. Der Kurs handelte 2022 und 2008 kurzzeitig darunter, ein Test ist also nicht garantiert, doch die Zone wurde seit 2023 nicht mehr geprüft und zieht bei Annäherung oft Käufer an. Silber liegt bereits an seiner eigenen Unterstützungszone des Bullenmarkts und verliert weiter gegen Gold. Historisch dreht diese Schwäche erst, wenn Gold einen Boden bildet. Ein Zeitfenster von Juli bis Oktober gilt nun als wahrscheinlichster Bereich für eine Bodenbildung. Hält die Zone, könnte der Weg zu neuen Hochs im Vorfeld des Wahljahres frei werden.

Häufig gestellte Fragen

  1. Wie stark ist Gold von seinen jüngsten Hochs gefallen?

    Gold hat von seinen Hochs rund 30 % verloren und notiert nahe $4,000 je Unze. Damit liegt es für 2026 etwa 5 bis 6 % unter seinem Jahresauftakt.

  2. Wann bildete Gold in früheren Zwischenwahljahren einen Boden?

    Gold bildete Ende September 2022 nach einem Rückgang von 22 % einen Boden und Mitte August 2018. Im Zyklus 2008 lag der Rückgang vom Hoch zum Tief bei rund 34 %, 2006 bei 26 %.

  3. Wo liegt die Unterstützungszone des Gold-Bullenmarkts?

    Die Unterstützungszone des Gold-Bullenmarkts liegt derzeit nahe $3,800 je Unze, also etwa 4 % unter dem aktuellen Niveau. Der Kurs handelte 2022 und 2008 kurzzeitig darunter, hat die Zone aber seit 2023 nicht mehr getestet.

  4. Wann könnte 2026 ein Gold-Tief entstehen?

    Das Basisszenario ist, dass Gold zwischen Juli und Oktober 2026 einen Boden bildet und dann im Vorfeld des Wahljahres wieder anzieht. Das würde dem Rhythmus von 2022 und 2018 entsprechen.

  5. Warum läuft Silber derzeit schwächer als Gold?

    Silber ist bereits an seine eigene Unterstützungszone des Bullenmarkts gefallen und verliert weiter gegen Gold. Historisch dreht diese Underperformance erst, wenn Gold einen Boden bildet, und selbst danach kann Silber noch eine Zeit lang seitwärts laufen.

Quellenangabe
Aggregiert von Benjamin Cowen · Verifiziert · Zuletzt aktualisiert vor 1h
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