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Gold: Top-Analyst stuft den 30%-Rückgang als Zyklusmitte ein

Dollar-Stärke bis zum Jahresende wird Gold wahrscheinlich weitere 2-4 Wochen belasten, aber die Goldkäufe der Zentralbanken und die Erwartung geldpolitischer Lockerungen zeigen, dass der Bullenzyklus strukturell intakt ist, nicht beendet.

Der 30%-Drawdown von Gold seit seinem Februar-Höchststand sieht im Chart brutal aus, aber ein bekannter Marktanalyst argumentiert, dass der säkulare Bullenmarkt noch intakt ist und aktuell das Szenario von 1974 wiederholt. Der Gastgeber eines wöchentlichen Makro-Kanals führte die Zuschauer am Sonntag durch historische Analogien und rahmte das bisherige Jahresmuster als scharfen Ausverkauf bis in den Frühsommer, eine Erholung von rund 20% ab dem Tief und nun einen letzten Rückzug bis Mitte September oder Mitte Oktober vor dem nächsten Aufwärtsschub.

Warum es wichtig ist

Der längerfristige bullische Fall stützt sich auf drei strukturelle Säulen: Zentralbanken, die weiterhin Gold akkumulieren, anhaltende geopolitische Unsicherheit, die die Safe-Haven-Nachfrage erhöht, und die Einschätzung, dass die Politik im Falle eines Wachstumsabschwungs die Geldpresse anwerfen wird, eine Dynamik, die historisch harten Vermögenswerten zugutekommt. Der 30%-Drawdown selbst liegt klar im Rahmen historischer Normen für einen laufenden Gold-Bullenmarkt. Der Zyklus der 2000er Jahre sah Gold von Peak zu Tief um rund 33% fallen, und der Bullenmarkt der 1970er Jahre, der bis in die 1980er reichte, wies zeitweise einen Drawdown von fast 50% auf. Eine Korrektur dieser Größenordnung ist mit anderen Worten konsistent mit einer Fortsetzung statt mit einem Ende.

Der kurzfristige Gegenwind ist der US-Dollar. Der Analyst erwartet ein oder zwei Zinserhöhungen der Fed vor Jahresende, die einen kurzen DXY-Aufschwung auslösen würden, was Gold weitere 2-4 Wochen weich halten würde. Er rahmt dies als verzögertes Spiegelbild von Trumps erstem Midterm-Zyklus, in dem der Dollar einen letzten Schub nach oben inszenierte, bevor er ins Post-Wahl-Fenster kippte.

Auswirkungen auf den Markt

Das Setup, das der Analyst beobachtet, ist ein höheres Tief, das sich zwischen Mitte September und Mitte Oktober bildet, mit etwa 65% Wahrscheinlichkeit in seinem Basisszenario und 35% Chance auf ein tieferes Tief, das den Sommerboden erneut testet. In jedem Fall erwartet er einen starken Sprung von diesem Tief bis zum Jahresende, mit neuen Allzeithochs bis zu den Feiertagen, wenn die Vorlage von 1974 hält. Das Bullenmarkt-Supportband auf den monatlichen gleitenden Durchschnitten wurde während des Ausverkaufs nicht einmal getestet, was historisch ein bullisches Fortsetzungssignal und keine Warnung ist.

Die harte Invalidierungslinie ist Mitte 2027. Wenn Gold bis dahin nicht zu neuen Hochs ausgebrochen ist, gewinnt die These eines säkularen Top an Gewicht, und der Analyst müsste sein Basisszenario überdenken. Bis dahin lautet das Spielbuch: Geduld durch ein unruhiges Q3 und ein Q4-Rallye-Versuch.

Häufig gestellte Fragen

  1. Wie stark ist Gold im Jahr 2026 gefallen?

    Gold fiel vom Februar-Höchststand 2026 um rund 30%, bevor eine teilweise Erholung einsetzte. Der aktuelle Rückzug vom Sommertief beträgt rund 20%.

  2. Warum wird erwartet, dass der Gold-Bullenmarkt anhält?

    Historische Analogien aus den 1970ern (Drawdown von fast 50%) und den 2000ern (~33%) zeigen, dass Rückgänge dieser Größe mittzyklische Bereinigungen sind, keine Zeichen für ein Ende des Bullenmarktes. Die Goldkäufe der Zentralbanken und die geopolitische Nachfrage bleiben stützend.

  3. Was ist die wichtigste kurzfristige Sorge des Analysten?

    Ein kurzes Wiederaufleben des US-Dollars, wahrscheinlich ausgelöst durch ein oder zwei Fed-Zinserhöhungen vor Jahresende. Der Analyst erwartet, dass dies Gold weitere 2-4 Wochen weich hält.

  4. Wann erwartet der Analyst den Tiefpunkt bei Gold?

    Er erwartet ein höheres Tief zwischen Mitte September und Mitte Oktober 2026, mit 65% Wahrscheinlichkeit in seinem Basisszenario und 35% Chance auf ein tieferes Tief, das den Sommerboden erneut testet.

  5. Was würde die Gold-Bullen-These ungültig machen?

    Die harte Invalidierungslinie des Analysten ist Mitte 2027. Wenn Gold bis dahin nicht zu neuen Allzeithochs ausgebrochen ist, gewinnt die These eines säkularen Top an Gewicht und er müsste seine Einschätzung überdenken.

Quellenangabe
Aggregiert von Benjamin Cowen · Verifiziert · Zuletzt aktualisiert vor 48m
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