Goldman Sachs hat Beschäftigten den Handel mit Kontrakten auf Prognosemärkten aus Sorge vor Insiderhandel untersagt, wie ein CNBC-Bericht zeigt. Die Bank hat Mitarbeitern verboten, Kontrakte zu handeln, die Goldman selbst, Wahlen, Finanzmärkte, makroökonomische Daten und Geopolitik betreffen. Morgan Stanley hat bereits ähnliche Beschränkungen, während Bank of America laut Berichten seine Richtlinien aktualisiert.
Der Vorstoß kommt, nachdem US-Aufseher im Mai einen Google-Mitarbeiter angeklagt hatten, mit nicht-öffentlichen Informationen rund 1,2 Millionen Dollar an Polymarket-Kontrakten verdient zu haben. Der Fall rückte Prognosemärkte klar auf die Radare der Wall-Street-Compliance. Für Banken mit materiellem nicht-öffentlichem Informationsfluss über praktisch jede Marktkategorie sind Kontrakte auf Prognosemärkten ein struktureller Interessenkonflikt: Dieselbe Person, die Order Flow, M&A-Dialoge oder Fed-Vorablesungen sieht, kann zugleich eine Ja/Nein-Wette auf den Ausgang platzieren.
Warum das wichtig ist
Prognosemärkte bewegen sich in einer regulatorischen Grauzone. Die CFTC beaufsichtigt die Kontrakte selbst, doch wie Finanzfirmen die Exposition ihrer Mitarbeiter auf diesen Plattformen handhaben, ist eine Frage von Verhalten und Reputation, nicht der Lizenzierung. Banken ziehen den Perimeter präemptiv enger, bevor der nächste Insiderhandelsfall sie dazu zwingt.
Marktauswirkungen
Für Polymarket und Kalshi bedeutet das eine Konzentration auf Retail- und Krypto-nativen Flow, während Wall-Street-Beschäftigte während ihrer Anstellung effektiv aus dem Handel gedrängt werden. Für die breitere Kategorie der Prognosemärkte sind Nachahmer-Restriktionen an jeder großen US-Bank zu erwarten, ebenso wachsender Druck auf regulierte Broker-Dealer, die Mitarbeiteraktivität auf diesen Plattformen abwickeln oder finanzieren.
Häufig gestellte Fragen
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Was genau hat Goldman Sachs seinen Mitarbeitern im Handel verboten?
Laut CNBC hat Goldman Mitarbeitern den Handel mit Prognosemarkt-Kontrakten untersagt, die an die Bank selbst, Wahlen, Finanzmärkte, makroökonomische Daten und Geopolitik geknüpft sind.
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Warum schränken Banken den Zugang zu Prognosemärkten jetzt ein?
Aus Sorge, dass Mitarbeiter mit Zugang zu nicht-öffentlichen Informationen durch den Handel mit verwandten Kontrakten profitieren könnten. Die Anklage gegen einen Google-Mitarbeiter im Mai wegen Polymarket-Trades hat diese Sorge an der Wall Street verschärft.
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Haben andere große Banken ähnliche Regeln?
Morgan Stanley hat bereits vergleichbare Beschränkungen, und Bank of America aktualisiert Berichten zufolge seine Richtlinien, um die Exposition gegenüber Prognosemärkten abzudecken.
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Welche Prognosemarkt-Plattform ist am stärksten betroffen?
Polymarket ist das namentlich genannte Beispiel nach dem Fall des Google-Mitarbeiters. Kalshi und alle anderen Plattformen, die Wall-Street-Personal bedienen, trifft derselbe Flow-Effekt, wenn Banken den Zugang einschränken.
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Ist der Handel auf Polymarket legal?
Die Kontrakte selbst fallen unter die Aufsicht der CFTC, doch die Verhaltensregeln der Arbeitgeber sind davon getrennt. Banken verschärfen ihre internen Richtlinien unabhängig von der Legalität der Plattform, um Insiderhandelsrisiken zu steuern.