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Binance: 70% der EU-Abhebungen gehen in Self-Custody-Wallets

Die Aufteilung liest sich als spitze Kritik von der Börse, die den Block gerade verlassen hat: MiCA treibt Nutzer möglicherweise weiter weg von regulierten Plattformen, nicht näher an sie heran.

Richard Teng, CEO von Binance, sagte, dass rund 70 Prozent der Abhebungen von EU-Nutzern nach der MiCA-bedingten Aussetzung von Dienstleistungen der Börse in selbstverwahrte Wallets flossen, während die übrigen 30 Prozent an MiCA-konforme Plattformen gingen. Teng stellte die Migration als Beleg dafür dar, dass Europas Vorzeige-Kryptoregulierung ihre eigenen Verbraucherschutzziele untergraben könnte, indem sie Nutzer in Richtung selbst gehosteter Wallets drängt, die außerhalb der Aufsicht jeder lizenzierten Plattform liegen.

Warum das wichtig ist

MiCA sollte die europäische Kryptoaktivität auf überwachte Plattformen mit Eigenkapital-, Offenlegungs- und Verhaltensregeln lenken. Eine 70/30-Aufteilung zugunsten von Self-Custody läuft diesem Anspruch zuwider: Sie deutet darauf hin, dass die Kosten der Compliance für Nutzer in Bequemlichkeit und Produktverfügbarkeit gemessen werden, nicht in Sicherheit. Selbst gehostete Wallets haben keine AML-Meldepflicht, keine Emittentenhaftung und keine Rückgriffsmöglichkeit bei Schlüsselverlust. Tenges Framing ist eigennützig, da Binance der größte Abwanderer aus dem Block ist, doch die zugrunde liegenden Flussdaten sind das, was Regulatoren lesen werden.

Auswirkungen auf den Markt

Binance pausierte mehrere EU-Produktlinien, statt Lizenzen in allen 27 Mitgliedstaaten anzustreben, und frühere Berichte bezifferten die wöchentlichen Nettoabflüsse von der Börse während des Abwicklungsprozesses auf rund $1.23B. Mehrere EU-Jurisdiktionen haben Binance seither eingeladen, lokale Lizenzen zu beantragen, und das Unternehmen baut parallel seine Präsenz in Asien aus. Für europäische Krypto-Nutzer bedeutet das praktisch, dass die Liste regulierter Plattformen dünner ist, als MiCA-Rhetorik suggerierte, und das Kapital votiert mit den Füßen.

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Häufig gestellte Fragen

  1. Was hat Binance-CEO Richard Teng konkret über EU-Abhebungen gesagt?

    Richard Teng erklärte, rund 70 Prozent der Abhebungen von EU-Nutzern nach der MiCA-bedingten Aussetzung seien in selbstverwahrte Wallets geflossen, etwa 30 Prozent an MiCA-konforme Plattformen.

  2. Warum wertet Binance das als Problem für MiCA?

    Teng argumentierte, die Abwanderung in selbst gehostete Wallets zeige, dass MiCA ihre eigenen Verbraucherschutzziele untergrabe, da Self-Custody außerhalb der Aufsicht lizenzierter Börsen stattfindet.

  3. Wie groß waren die Abflüsse von Binance in Europa?

    Frühere Berichte bezifferten die wöchentlichen Nettoabflüsse von Binance während der Abwicklung der EU-Dienste auf rund $1.23B.

  4. Hat Binance nach dem Rückzug EU-Lizenzen beantragt?

    Mehrere EU-Jurisdiktionen haben Binance eingeladen, lokale Lizenzen zu beantragen, während das Unternehmen seine Präsenz in Asien weiter ausbaut.

  5. Welche regulatorische Sorge wirft die 70-Prozent-Self-Custody-Zahl auf?

    Selbst gehostete Wallets haben keine AML-Meldepflicht, keine Emittentenhaftung und keinen Rückgriff bei Schlüsselverlust, also genau die Aufsichtslücke, die MiCA durch die Lenkung auf überwachte Plattformen schließen wollte.

Quellenangabe
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