Google Multi-Party Compute befindet sich in einer privaten Vorschau. Große Finanzinstitute testen den Dienst, und Alphabet nutzt ihn, um digitale Vermögenswerte auf Ethereum und Solana zu sichern. Google plant, den Dienst Anfang 2027 kommerziell verfügbar zu machen. Das System verteilt die Kontrolle über Signaturschlüssel auf separate Umgebungen und prüft Transaktionen vor der Signatur anhand institutioneller Regeln. So soll der mögliche Schaden durch kompromittierte Geräte oder nicht autorisierte Überweisungen begrenzt werden.
Warum das wichtig ist
Laut Chainalysis waren 2024 kompromittierte private Schlüssel für 43,8 % der gestohlenen Kryptowährungen verantwortlich. Das System sorgt dafür, dass der vollständige Schlüssel nicht an einem einzigen Ort gespeichert wird. Institutionen können Schlüsselanteile auf Google Cloud, eigene Hardware und andere Cloud-Anbieter verteilen. Google zufolge behalten Kunden die Kontrolle über ihr Schlüsselmaterial, und Google kann nicht in unverschlüsselter Form darauf zugreifen.
Die Richtlinien-Engine kann vor der Signatur einer Transaktion Überweisungslimits, Empfänger-Wallets und erforderliche Genehmigungen prüfen. So können Banken Cloud-Infrastruktur nutzen, ohne einem einzelnen Anbieter sämtliche Zugangsdaten anzuvertrauen, die für die Übertragung von Vermögenswerten nötig sind. Das beseitigt weder das Risiko durch Anbieter noch schützt es vor jeder Bedrohung. Dazu zählen auch Fälle, in denen ein legitimer Nutzer dazu verleitet wird, eine schädliche Transaktion zu genehmigen.
Auswirkungen auf den Markt
Google tritt in einen Markt ein, in dem spezialisierte Anbieter wie Fireblocks, Fordefi und BitGo aktiv sind. Die Beziehungen des Unternehmens zu Banken und seine Cloud-Infrastruktur könnten Institutionen ansprechen, die eigene Verwahrungsdienste aufbauen wollen. Die Einführung hängt jedoch davon ab, wie sie das Anbieterrisiko bewerten und Signaturbeteiligte sowie Genehmigungsregeln einrichten.
Google zufolge lässt sich die Architektur für künftige Upgrades auf Post-Quanten-Kryptografie auslegen. Die aktuellen Schutzmaßnahmen richten sich gegen kompromittierte Zugangsdaten und nicht autorisierte Transaktionen, nicht gegen einen hypothetischen Bruch der Kryptografie hinter Blockchain-Signaturen. Das Produkt soll bei der allgemeinen Verfügbarkeit Signaturen mit ECDSA und Ed25519 unterstützen. Einen Zeitplan für Post-Quanten-Signaturen hat Google nicht genannt.
Häufig gestellte Fragen
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Wie schützt Google Multi-Party Compute Schlüssel für digitale Vermögenswerte?
Der Dienst verteilt Schlüsselanteile auf separate Umgebungen, sodass der vollständige private Schlüssel nicht an einem Ort gespeichert wird. Mehrere Teile kryptografischer Informationen müssen zusammenwirken, um eine Transaktion zu autorisieren.
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Welche Transaktionskontrollen können Institutionen einrichten?
Institutionen können Überweisungslimits festlegen, Empfänger-Wallets einschränken und vor der Signatur Genehmigungen aus mehreren Abteilungen verlangen.
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Welche Blockchains sichert Alphabet mit dem Dienst?
Alphabet nutzt Google Multi-Party Compute, um seine digitalen Vermögenswerte auf Ethereum und Solana zu sichern.
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Wann will Google den Verwahrungsdienst kommerziell anbieten?
Google plant die kommerzielle Verfügbarkeit für Anfang 2027. Der Dienst befindet sich derzeit in einer privaten Vorschau.
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Schützt der Dienst derzeit vor Quantenangriffen?
Die aktuellen Schutzmaßnahmen richten sich gegen kompromittierte Zugangsdaten und nicht autorisierte Transaktionen. Google zufolge kann die Architektur künftige Post-Quanten-Upgrades unterstützen, einen Zeitplan dafür hat das Unternehmen jedoch nicht genannt.