Cardano-Gründer Charles Hoskinson sagt, Vitalik Buterins Warnung vor mathematischen Durchbrüchen durch KI könnte die Einführung quantenresistenter Kryptografie bremsen. In einem Beitrag vom 9. Oktober verteidigte Hoskinson gitterbasierte Ansätze. Jahrzehntelange Forschung habe bekannte Angriffe berücksichtigt, und ein Verzicht darauf könnte die Möglichkeiten für Entwickler einschränken.
Warum das wichtig ist
Buterin hat argumentiert, KI könnte mathematische Entdeckungen beschleunigen, die Kryptografie schwächen, die gegen Quantencomputer ausgelegt ist. Ethereums langfristige „Lean“-Roadmap setzt deshalb zunehmend auf hashbasierte Signaturen und Beweise statt auf gitterbasierte Verfahren. Hoskinson widerspricht der Kritik an Gittern: Die Analogie zu Fortschritten bei Angriffen auf RSA belege keine vergleichbare Schwäche der Gitterkryptografie.
Die Debatte betrifft Standards, die bereits über die Kryptobranche hinaus eingesetzt werden. Das US-amerikanische National Institute of Standards and Technology standardisierte 2024 ML-KEM zur Schlüsselverkapselung und ML-DSA für digitale Signaturen. Hoskinson zufolge spiegeln deren Sicherheitsparameter bekannte Angriffe wider. Änderungen sollten messbaren Fortschritten bei Angriffsmethoden folgen, statt pauschal eine Verzehnfachung der Schlüsselgrößen vorzuschlagen.
Auswirkungen auf den Markt
Die Entscheidung ist wichtig, weil die Ansätze unterschiedliche Anforderungen erfüllen. Hashbasierte Signaturen können eine quantenresistente Transaktionsautorisierung ermöglichen, während gitterbasierte Verfahren auch Schlüsselverkapselung und weitere kryptografische Konstruktionen unterstützen, die in Verschlüsselungs- und Datenschutzsystemen zum Einsatz kommen. Ein Ende der Gitterforschung könnte Entwicklern, die sichere Kommunikation und Datenschutzanwendungen entwickeln, verfügbare Werkzeuge nehmen.
Hoskinson warnte außerdem davor, hashbasierte Verfahren als immun gegen künftige Entdeckungen zu betrachten. Er verwies auf frühere Schwächen von MD5 und SHA-1, räumte aber ein, dass diese Fehler keine Schwachstellen moderner Konstruktionen wie SHA-256 belegen. Auch die Forschung zu Poseidon und Poseidon2, für Ethereum relevante Hashfunktionen für Zero-Knowledge-Beweise, stellte er infrage. Entwickler müssen daher konkurrierende kryptografische Risiken abwägen. Einen nachgewiesenen Bruch eines der beiden Ansätze gibt es nicht.
Häufig gestellte Fragen
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Warum widerspricht Hoskinson Buterins Warnung vor Gitterkryptografie?
Hoskinson sagt, jahrzehntelange Forschung habe bekannte Angriffe auf Gittersysteme berücksichtigt. Von ihrer Nutzung abzuraten könnte die Einführung quantenresistenter Schutzmaßnahmen bremsen.
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Welche kryptografischen Ansätze bevorzugt Ethereums langfristige Roadmap?
Dem Artikel zufolge setzt Ethereums langfristige „Lean“-Roadmap zunehmend auf hashbasierte Signaturen und Beweise statt auf gitterbasierte Verfahren.
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Welche Post-Quanten-Standards hat NIST 2024 eingeführt?
NIST standardisierte 2024 ML-KEM zur Schlüsselverkapselung und ML-DSA für digitale Signaturen.
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Welche unterschiedlichen Anwendungen unterstützen gitterbasierte und hashbasierte Kryptografie?
Hashbasierte Signaturen können quantenresistente Transaktionsautorisierung ermöglichen. Gitterbasierte Verfahren unterstützen außerdem die Schlüsselverkapselung und weitere Konstruktionen für Verschlüsselungs- und Datenschutzsysteme.
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Belegt der Streit, dass moderne hashbasierte Kryptografie gebrochen wurde?
Nein. Hoskinson verwies auf historische Schwächen von MD5 und SHA-1, sagte aber nicht, dass diese Schwächen eine Anfälligkeit moderner Konstruktionen wie SHA-256 belegen.