Kalshi hat eine verpflichtende Arbeitgeberoffenlegung für Nutzer eingeführt, die auf Märkten handeln, die als höheres Risiko für Insideraktivitäten oder Manipulationen eingestuft werden. Die bundesstaatlich regulierte Vorhersagemarkt-Börse gab bekannt, dass die Richtlinie sofort in Kraft tritt, nachdem Empfehlungen eines unabhängigen Überwachungsausschusses umgesetzt wurden, der ihre Durchsetzungssysteme, Überwachungswerkzeuge und Handelskontrollen überprüfte.
Die Plattform stellte auch ein Risikobewertungssystem vor, das jeden Markt anhand von Faktoren wie Insiderhandelsrisiko, regulatorischen Bedenken und nationalen Sicherheitsimplikationen bewertet. Märkte, die als hochriskant eingestuft werden, könnten strikteren Kontrollen unterliegen oder ganz von der Listung ausgeschlossen werden. Neue Whistleblower-Tools ermöglichen es Nutzern, verdächtige Aktivitäten direkt von den einzelnen Marktseiten zu melden.
Warum es wichtig ist
Diese Maßnahmen erfolgen, während Vorhersagemärkte zunehmender regulatorischer und öffentlicher Kontrolle ausgesetzt sind. Eine Studie der Yale- und London Business School, die Polymarket-Handelsdaten von 2023 bis 2025 analysierte, ergab, dass nur 3 % der Händler die meisten Preisbewegungen verursachten. Zwei hochkarätige Festnahmen — ein U.S. Army Green Beret, der wegen Wetten über 400.000 $ im Zusammenhang mit einem Überfall in Venezuela, an dem er teilgenommen hatte, angeklagt wurde, und ein Google-Ingenieur, der wegen mutmaßlichen Insiderhandels festgenommen wurde — haben die Debatte darüber, ob Vorhersagemärkte sich selbst überwachen können, verschärft. Tim Meggs, CEO der Marktdatenfirma LO:TECH, sagte gegenüber CoinDesk, dass "Kalshis Schritt, eine Beschäftigungsüberprüfung, risikobewertete Märkte und Whistleblower-Tools zu verlangen, zeigt, wie der Sektor beginnt, die Überwachungsinfrastruktur aufzubauen, um seinen Ambitionen gerecht zu werden."
Marktauswirkungen
Kalshi gibt an, dass es allein im ersten Quartal mehr als 100 potenzielle Insidergeschäfte blockiert, über 150 Ermittlungen eröffnet und mehr als 20 Fälle an die Strafverfolgungsbehörden verwiesen hat.
Häufig gestellte Fragen
-
Welche Kalshi-Märkte erfordern unter der neuen Richtlinie eine Arbeitgeberoffenlegung?
Kalshi wendet die Anforderung zur Arbeitgeberoffenlegung auf Märkte an, die sie als erhöhtes Risiko für Insiderhandel oder Manipulation einstufen. Das neue Risikobewertungssystem der Börse bewertet jeden Markt anhand von Faktoren wie Insiderhandelsrisiko, regulatorischen Bedenken und nationalen…
-
Wie viele Insiderhandelsfälle hat Kalshi bisher an die Strafverfolgungsbehörden verwiesen?
Kalshi gibt an, dass es mehr als 100 potenzielle Insidergeschäfte im ersten Quartal blockiert, über 150 Ermittlungen eröffnet, mehr als 20 Fälle an die Strafverfolgungsbehörden verwiesen und fünf disziplinarische Maßnahmen ergriffen hat. Das Unternehmen gab keine Einzelheiten zu den einzelnen Fällen bekannt, und die…
-
Was hat den Vorstoß der Vorhersagemarktbranche für strengere Überwachung ausgelöst?
Eine Studie der Yale- und London Business School ergab, dass 3 % der Polymarket-Händler zwischen 2023 und 2025 die meisten Preisbewegungen verursachten. Zwei hochkarätige Festnahmen — ein U.S. Army Green Beret und ein Google-Ingenieur, beide wegen Insiderhandels auf Polymarket angeklagt — beschleunigten die…
CoinDesk