SEC-Kommissarin Hester Peirce warnte am 22. Juli, dass Krypto-Vaults und Onchain-Kreditstrategien je nach Struktur und Kontrolle über Anlageentscheidungen unter US-Wertpapiergesetze fallen könnten. Die Mahnung kommt, nachdem der Vault-Markt laut S&P Global Ratings bis April 2026 auf Einlagen von rund 131 Milliarden Dollar angewachsen ist, gegenüber 24 Milliarden Dollar drei Jahre zuvor.
Peirce nannte kein Unternehmen und erhob keine Vorwürfe. Sie zog jedoch eine klare Grenze zwischen unveränderlichen Smart Contracts, die vorab festgelegte Funktionen ausführen, und aktiv verwalteten Produkten, bei denen Kuratoren Kreditmärkte auswählen, Vermögenswerte zwischen Strategien verschieben und Risikoparameter festlegen. Letzteres ähnelt der Art von Managementleistung, für die das Wertpapierrecht geschaffen wurde.
Bitwise, Coinbase und Kraken sind inzwischen alle in diesem Bereich oder in dessen Umfeld aktiv. Bitwise, der Vermögensverwalter mit 15 Milliarden Dollar, startete im Januar seinen ersten Onchain-Vault über Morpho, wobei das Investmentteam Anforderungen an Sicherheiten und Allokationsregeln festlegt. Coinbase erlaubt berechtigten USDC-Nutzern Einlagen in von Steakhouse kuratierte Vaults auf Morpho, und Kraken stieg im Mai mit einem Bitcoin-Vault ein, der Vermögenswerte über Aave und Morpho routet.
Warum das wichtig ist
Peirces Einordnung ist die freundlichste Stimme der SEC, die eine Grenze zieht, kein Rückfall in die Durchsetzungskampagne der Gensler-Ära. Die Behörde hat sich in den vergangenen 18 Monaten von Fällen zu Krypto-Krediten und Staking zurückgezogen, eine Crypto Task Force eingerichtet, die Peirce inzwischen leitet, und arbeitet an einem Rahmen für klarere Registrierungswege. Ihre Erklärung wahrt diese Haltung, signalisiert aber, dass die Entspannung Grenzen hat, besonders wenn professionelle Manager Ermessensspielraum über Kundengelder erhalten.
Die von ihr genannten rechtlichen Anknüpfungspunkte sind etabliert. Vaults, die Kundengelder in Wertpapieren halten oder dorthin lenken, könnten Regeln für Investmentgesellschaften auslösen. Produkte mit individueller Behandlung könnten separat verwalteten Konten ähneln und Fragen zum Investment-Adviser-Recht aufwerfen. Kredite mit den passenden Merkmalen könnten nach dem Rahmen Reves v. Ernst & Young sogar als notes gelten. Keines dieser Merkmale zieht einen Vault automatisch in die Zuständigkeit der SEC, doch der Ermessensspielraum eines Managers steht im Zentrum der Prüfung.
Marktauswirkung
Die 131 Milliarden Dollar, von denen rund 94% weiter in krypto-nativem Staking, Kreditvergabe und Yield-Aggregation konzentriert sind, bilden die Institutionalisierungsgeschichte, die Bitwise als "ETFs 2.0" bezeichnet. S&P erwartet, dass Vaults langfristig Funktionen übernehmen, die mit Private Credit, Geldmarktfonds und Hedgefonds verbunden sind, wenn mehr traditionelle Vermögenswerte onchain migrieren.
Häufig gestellte Fragen
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Was sagte SEC-Kommissarin Hester Peirce zu Krypto-Vaults?
Sie warnte am 22. Juli, dass Krypto-Vaults und Onchain-Kreditstrategien je nach Struktur und Kontrolle über Anlageentscheidungen unter US-Wertpapiergesetze fallen könnten. Sie nannte kein Unternehmen und erhob keine Vorwürfe.
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Wie groß ist der Markt für Krypto-Vaults?
Einlagen in Krypto-Vaults erreichten laut S&P Global Ratings im April 2026 rund 131 Milliarden Dollar, nach 24 Milliarden Dollar drei Jahre zuvor. Etwa 94% konzentrieren sich weiter auf krypto-natives Staking, Kreditvergabe und Yield-Aggregation.
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Welche Unternehmen sind im Markt für Krypto-Vaults aktiv?
Bitwise startete im Januar seinen ersten Onchain-Vault über Morpho. Coinbase lässt berechtigte USDC-Nutzer in von Steakhouse kuratierte Vaults auf Morpho einzahlen. Kraken stieg im Mai mit einem Bitcoin-Vault ein, der Vermögenswerte über Aave und Morpho routet.
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Was kann einen Krypto-Vault potenziell zu einem Wertpapier machen?
Laut Peirce ist der zentrale Unterschied der Ermessensspielraum des Managements. Vaults mit Kuratoren, die Kreditmärkte auswählen, Vermögenswerte zwischen Strategien verschieben und Risikoparameter anpassen, ähneln der Managementleistung, die das Wertpapierrecht erfasst, während unveränderliche Smart Contracts mit…
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Ist Peirces Erklärung eine SEC-Regel oder formelle Leitlinie?
Nein. Sie spiegelt die Ansicht einer Kommissarin wider, nicht eine Regel der Commission, formelles Behördenhandeln oder eine Leitlinie des Personals. Ihre Rolle als Leiterin der Crypto Task Force der SEC verleiht ihr zusätzliches Gewicht, doch Vault-Betreiber stehen weiter vor realen Registrierungs- und…