KelpDAO hat LayerZero und dessen Mitgründer Bryan Pellegrino verklagt. Der Vorwurf: Nicht offengelegte Schwachstellen im Cross-Chain-Protokoll von LayerZero hätten den Exploit im Wert von 292 Millionen Dollar ermöglicht. Bei dem Angriff am 22. April wurden 116.500 rsETH abgezogen. Er gilt bislang als größter Exploit des Jahres 2026.
Warum das wichtig ist
KelpDAO wirft LayerZero vor, nicht auf Risiken seiner Technologie hingewiesen und die Angreifer nicht daran gehindert zu haben, in die Sicherheitsinfrastruktur einzudringen. Das Protokoll erklärt, es wolle LayerZero und Pellegrino für den Schaden an KelpDAO und dem breiteren DeFi-Ökosystem zur Verantwortung ziehen. Pellegrino bezeichnete die Klage als unbegründet und kündigte an, sich und LayerZero vor einem Gericht in British Columbia zu verteidigen.
Die Folgen des Exploits reichten weit über KelpDAO hinaus. Aave, der größte DeFi-Kreditpool, nahm 300 Millionen Dollar auf, um die steigende Nachfrage nach Auszahlungen zu bedienen. Zugleich trug der Vorfall zu einer umfassenderen Liquiditätskrise bei, durch die DeFi-Einlagen im Wert von 20 Milliarden Dollar verloren gingen. Der Angriff wurde einer nordkoreanischen Hackergruppe zugeschrieben. Im Mittelpunkt der Klage stehen jedoch die mutmaßlichen Sicherheitsmängel und die Offenlegungspflichten.
Auswirkungen auf den Markt
KelpDAO zufolge hat das Unternehmen die Bridge von rsETH auf einen sichereren Cross-Chain-Sicherheitsstandard umgestellt, um die Vermögenswerte der Nutzer zu schützen. Der Rechtsstreit bringt nun die unterschiedlichen Darstellungen des Exploits vor Gericht. Zugleich zeigt der durch den Angriff ausgelöste Abzug von Geldern, wie Fehler bei Bridges den Druck auf DeFi-Kredit- und Liquiditätsmärkte übertragen können.
Anleger werden den Prozess und weitere Sicherheitsmaßnahmen bei Cross-Chain-Protokollen im Blick behalten. Der Rechtsstreit klärt weder die technischen noch die rechtlichen Fragen unmittelbar. Er erhöht jedoch den Druck, offenzulegen, welche Risiken Bridges bergen und wer haftet, wenn sich ein Exploit im DeFi-Bereich ausbreitet.
Häufig gestellte Fragen
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Was wirft KelpDAO LayerZero vor?
KelpDAO wirft LayerZero vor, Schwachstellen und Risiken seiner Cross-Chain-Technologie nicht offengelegt und das Eindringen in die Sicherheitsinfrastruktur nicht verhindert zu haben.
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Wie viel rsETH wurde bei dem Angriff am 22. April abgezogen?
Der Angriff erbeutete 116.500 rsETH, die laut dem Ausgangsbericht rund 292 Millionen Dollar wert waren.
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Wie wirkte sich der Exploit auf Aave aus?
Aave nahm nach dem Angriff 300 Millionen Dollar auf, um die steigende Nachfrage der Nutzer nach Auszahlungen zu bedienen.
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Welche größeren Folgen hatte der Exploit für DeFi?
Der Exploit trug zu einer Liquiditätskrise bei, durch die DeFi-Einlagen im Wert von 20 Milliarden Dollar verloren gingen.
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Welche Sicherheitsmaßnahme hat KelpDAO seit dem Angriff ergriffen?
KelpDAO zufolge hat das Unternehmen die rsETH-Bridge auf einen sichereren Cross-Chain-Sicherheitsstandard umgestellt, um die Vermögenswerte der Nutzer zu schützen.
CoinDesk