David Mercer, CEO der LMAX Group, argumentiert, dass die nächste Wachstumsphase von Krypto nicht auf weiterer Dezentralisierung beruht, sondern darauf, die Koordinationsinfrastruktur zu übernehmen, die traditionelle Kapitalmärkte über Jahrhunderte hinweg aufgebaut haben. "Zentralisierung löst das Koordinationsproblem", sagte Mercer gegenüber CoinDesk. "Käufer und Verkäufer erhalten die besten Preise, indem sie an einem einzigen zentralen Markt teilnehmen."
Warum es wichtig ist
Das Argument hat Gewicht, weil LMAX kein peripherer Akteur ist. Das Kerngeschäft im Devisenhandel verzeichnete im ersten Quartal den stärksten Wert in der Geschichte mit etwa 50 Milliarden Dollar im durchschnittlichen Tagesvolumen und bedient die größten Banken, Vermögensverwalter und Handelsunternehmen der Welt. Mercer gründete 2018 LMAX Digital in der Erwartung, dass eine institutionelle Kredit-, Clearing- und Prime-Brokerage-Infrastruktur schnell in den Krypto-Sektor folgen würde. Acht Jahre später sagt er, dass deren Fehlen die größte Einschränkung für das Wachstum institutionellen Kapitals im Sektor bleibt.
Das Problem der Sicherheiten ist der schärfste Punkt dieses Arguments. Heute befinden sich traditionelle Vermögenswerte, digitale Vermögenswerte und Stablecoins in separaten regulatorischen und operationellen Silos – Sicherheiten können nicht frei zwischen ihnen bewegt werden. Während der Marktvolatilität im ersten Quartal fanden Institutionen, die zwischen Aktien, Gold und Bitcoin rotierten, vorab positioniertes Fiat, das an zentralisierten Börsen gesperrt war und nicht anderweitig eingesetzt werden konnte. Mercers Umfragedaten unterstreichen, wie nah Institutionen daran sind, zu handeln: 91 % beschäftigen sich bereits in irgendeiner Form mit Stablecoins, und mehr als 40 % untersuchen aktiv On-Chain-Sicherheiten und Liquiditätsmanagement.
Marktauswirkungen
Mercers These ist, dass der echte Wendepunkt für digitale Vermögenswerte kein Bitcoin-Preis-Meilenstein sein wird – es wird das Entstehen einer fungiblen, interoperablen Sicherheiten-Schicht sein, die TradFi und Krypto verbindet.
Häufig gestellte Fragen
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Warum sagt der CEO der LMAX Group, dass Krypto noch nicht über die Infrastruktur verfügt, die Institutionen benötigen?
Mercer argumentiert, dass die Kredit-, Clearing- und Prime-Brokerage-Mechanismen – das Rückgrat der traditionellen Kapitalmärkte – in Krypto nie vollständig entwickelt wurden, was das Wachstum institutionellen Kapitals behindert und Sicherheiten in separaten regulatorischen Silos einsperrt.
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Welcher Anteil der Institutionen beschäftigt sich bereits mit Stablecoins, laut Mercers Umfrage?
91 % der Institutionen, mit denen Mercer sprach, gaben an, sich bereits in irgendeiner Form mit Stablecoins zu beschäftigen, während mehr als 40 % aktiv On-Chain-Sicherheiten und Liquiditätsmanagement untersuchen.
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Was identifiziert Mercer als den echten Wendepunkt für die Akzeptanz digitaler Vermögenswerte?
Mercer sagt, der Wendepunkt wird kein Bitcoin-Preis-Meilenstein sein, sondern das Entstehen einer fungiblen, interoperablen Sicherheiten-Schicht, die traditionelle Finanzen und digitale Vermögenswerte verbindet und eine effiziente Kapitalbereitstellung in beiden Welten ermöglicht.
CoinDesk