Crypto-Börse Luno baut rund 20 % ihrer weltweiten Belegschaft ab, die zweite große Entlassungsrunde des Unternehmens in dreieinhalb Jahren. CEO James Lanigan bestätigte die Kürzungen gegenüber Bloomberg, nannte aber keine genaue Zahl und verwies auf ein Jahr mit Investitionen in Automatisierung sowie schwächere Handelsvolumina im Retail-Bereich. Luno will weiter in Retail-Produkte, Infrastruktur und die Einhaltung regulatorischer Vorgaben investieren und gleichzeitig das B2B-Angebot ausbauen.
Warum das wichtig ist
Luno ist die jüngste verbrauchernahe Plattform, die sich öffentlich verkleinert, statt den Zyklus auszusitzen. BitMEX und BitMart haben in diesem Jahr ihre Aktivitäten zurückgefahren, und die breitere Abschwächung des Retail-Handels, die 2024-2025 die Volumina an zentralisierten Börsen gedrückt hat, schlägt nun auf Personalentscheidungen durch. Die von DCG gehaltene Börse strich im Januar 2023 35 % der Stellen und signalisiert erneut, dass die frühere Kostenbasis nicht mehr zum Umsatzmix passt. Lanigans Einordnung, wonach Automatisierung die für den Betrieb nötigen Ressourcen verändert, ist die Sprache, die Börsen verwenden, wenn KI und Tools die Zahl der Mitarbeiter pro Trade dauerhaft gesenkt haben, nicht wenn sich ein Abschwung bald umkehren soll.
Marktauswirkung
Die strategische Verschiebung ist ebenso wichtig wie die Kürzungen. Luno verbindet heute eine Retail-Börse mit 16 Millionen Nutzern mit einem White-Label-Service, der Banken, Fintechs und Telekoms erlaubt, Krypto-Produkte unter eigener Marke anzubieten, während Luno Liquidität, Wallets und Compliance-Infrastruktur liefert. South Afrikas Discovery Bank startete im Dezember 2025 den Zugang zu mehr als 50 Kryptowährungen über Luno, das Vorbild für diese Sparte. Die Börse stellte außerdem die Betreuung von Kunden in einigen Märkten zum 1. September ein, um sich auf Afrika und Südostasien zu konzentrieren. Die Lehre für den Sektor: Die Ökonomie der Verbraucherbörsen wird weiter enger, und die Wachstumschance für Anbieter der mittleren Größe liegt nun darin, Krypto in die Rails von TradFi zu integrieren, statt direkt Retail-Trader zu gewinnen.
Häufig gestellte Fragen
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Warum baut Luno jetzt Stellen ab?
CEO James Lanigan sagte Bloomberg, dass ein Jahr mit Investitionen in Automatisierung und schwächeren Handelsvolumina im Retail-Bereich den Ressourcenbedarf für den Betrieb verändert habe.
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Wie viele Mitarbeitende baut Luno ab?
Rund 20 % der weltweiten Belegschaft. Lanigan bestätigte die Kürzungen, nannte aber keine genaue Zahl der betroffenen Stellen.
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Gab es bei Luno schon früher Entlassungen?
Ja. Luno strich im Januar 2023 35 % der Stellen und verwies damals auf ein extrem schwieriges Marktjahr. Die aktuelle Runde ist die zweite große Reduktion der Belegschaft in etwa dreieinhalb Jahren.
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Wem gehört Luno?
Digital Currency Group übernahm Luno 2020. Die Börse betreibt eine Retail-Plattform mit 16 Millionen Nutzern sowie einen B2B-White-Label-Service für Banken, Fintechs und Telekoms.
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Was ist Lunos B2B-Strategie?
Luno betreibt einen White-Label-Service, über den Banken, Fintechs und Telekommunikationsanbieter Krypto-Produkte unter eigener Marke anbieten können. Dabei stellt Luno Liquidität, Wallets und die Compliance-Infrastruktur bereit. South Afrikas Discovery Bank startete im Dezember 2025 den Zugang zu mehr als 50…