Mastercard öffnet sein Abwicklungsnetzwerk für regulierte US-Dollar-Stablecoins — einschließlich Circles USDC, Paxos-emittierten PYUSD und USDP, Ripples RLUSD und SoFiUSD — über sechs Blockchain-Netzwerke: Ethereum, Solana, Polygon, Base, Arbitrum und XRPL. Der neue Rahmen ermöglicht Intraday-, Wochenend- und Feiertagsabwicklungen neben bestehenden Fiat-Prozessen und bewegt das weltweit zweitgrößte Karten-Netzwerk in Richtung eines wirklich immer aktiven Modells.
Warum es wichtig ist
Seit Jahrzehnten ist die Kartenautorisierung sofort, aber die Interbankabwicklung erfolgt in Batchzyklen, die durch Bankzeiten und Feiertagskalender eingeschränkt sind. Der Schritt von Mastercard verändert diese Backend-Infrastruktur. Wie Raj Dhamodharan, EVP von Mastercard für Blockchain und digitale Vermögenswerte, es ausdrückte: "Die nächste Phase der Stablecoin-Adoption dreht sich um die reale Anwendbarkeit, insbesondere in der Abwicklung, wo Timing und Liquidität am wichtigsten sind." Frühe Anwender — Cross River, Lead Bank, CBW Bank, ARQ und Nuvei — sind in den USA und Lateinamerika tätig und signalisieren, dass die Einführung echte grenzüberschreitende Liquiditätsprobleme anspricht und nicht nur ein Pilotprojekt ist.
Marktauswirkungen
Die Ankündigung legitimiert Stablecoins als Abwicklungsinfrastruktur auf der höchsten Ebene globaler Zahlungen, ein strukturelles Upgrade von ihrer früheren Identität als Krypto-Handels-Kollateral. Für USDC- und PYUSD-Emittenten stellen die Rails von Mastercard einen Vertriebsweg dar, der alles zuvor Verfügbare in den Schatten stellt. Für die Ökosysteme von Ethereum, Solana und Polygon ist das On-Chain-Abwicklungsvolumen eines Netzwerks in Mastercard-Größe ein wesentlicher neuer Nachfragefaktor. Konkurrenznetzwerke — Visa, Swift's CBDC-Pilotprojekte — sehen sich nun einem schärferen Maßstab dafür gegenüber, wie "modernisierte Abwicklung" aussieht.