Consensys Software Inc. spaltet sich in zwei unabhängige Unternehmen auf und trennt dabei das Endkundengeschäft mit der MetaMask-Wallet von den institutionellen und Ethereum-Infrastruktur-Operationen darunter. Die Einheit, die MetaMask beheimatet, wird unter dem Vorsitzenden und CEO Joe Lubin selbst zur Marke MetaMask umbenannt, während der restliche Geschäftsbereich unter dem neuen Namen Consensys mit CEO Mike Kriak und Präsident David Cunningham weitergeführt wird. Lubin bleibt als Executive Chairman an Bord. Die Ausgliederung soll bis Ende dieses Jahres formell vollzogen sein.
Warum es zählt
Die Aufspaltung verwandelt ein Konglomerat in zwei fokussierte Wetten mit sehr unterschiedlichen Kunden. MetaMask, das nach Unternehmensangaben über 100 Millionen Downloads in rund 190 Ländern und ein kumuliertes Transaktionsvolumen von Billionen Dollar aufweist, hat sich über seine Wallet-Wurzeln hinaus stark weiterentwickelt: eine Anfang des Jahres in den USA eingeführte Mastercard-Zahlkarte, die Belohnungen im mUSD-Stablecoin auszahlt, ein Money Account mit bis zu 4% APY auf mUSD-Guthaben sowie Integrationen mit Perps und Prognosemärkten. Die umbenannte Consensys hält dagegen die institutionelle Seite: das Linea-Netzwerk sowie die Ethereum-Clients Besu und Teku, die bereits von Institutionen wie Citi, DTCC und BNY Mellon betrieben werden.
Auswirkungen auf den Markt
Cunningham fasste die Ausgliederung als Reaktion auf den Wandel von TradFi weg von Pilotprojekten hin zum Produktivbetrieb bei Tokenisierung und Stablecoins auf. Linea wird positioniert, um institutionelles Kapital in das Ethereum-Ökosystem zu ziehen, und die Open-Source-Clients Besu und Teku sind bereits Kerninfrastruktur bei großen Finanzinstituten. Lubin hatte The Block zuvor gesagt, dass ein MetaMask-MASK-Token kommen werde, der mit der Dezentralisierungsstrategie der Wallet verknüpft ist. Fortune zufolge hielt sich das Unternehmen heute aber sowohl zu einem möglichen Börsengang als auch zum Zeitplan des Tokens bedeckt. Achten Sie auf den Rollout des MASK-Tokens sowie auf tokenisierungsspezifische Deals der neuen Consensys, sobald die Aufspaltung vor Jahresende abgeschlossen ist.
Häufig gestellte Fragen
-
Worum geht es bei der Consensys-Aufspaltung?
Consensys spaltet sich in zwei unabhängige Unternehmen auf: MetaMask mit Fokus auf das Endkunden-Wallet-Geschäft und eine umbenannte Consensys mit Fokus auf Ethereum und institutionelle Blockchain-Infrastruktur.
-
Wer wird die beiden neuen Unternehmen leiten?
Joe Lubin wird Chairman und CEO der neuen MetaMask. Die umbenannte Consensys führen CEO Mike Kriak und Präsident David Cunningham, Lubin bleibt als Executive Chairman an Bord.
-
Welche Produkte umfasst die umbenannte Consensys?
Die umbenannte Consensys umfasst das Linea-Netzwerk sowie die Ethereum-Clients Besu und Teku. Institutionen wie Citi, DTCC und BNY Mellon betreiben bereits Besu.
-
Wann tritt die Consensys-Aufspaltung in Kraft?
Die Aufspaltung soll bis Ende dieses Jahres formell vollzogen sein, so das Unternehmen in seiner Ankündigung.
-
Wird es einen MetaMask-Token oder einen IPO geben?
Joe Lubin hatte zuvor angekündigt, dass ein MASK-Token komme, der an die Dezentralisierungsstrategie der Wallet geknüpft ist. Fortune zufolge hielt sich das Unternehmen heute aber sowohl zum IPO als auch zum Token-Zeitplan bedeckt.