MoneyGram hat am Dienstag seinen eigenen, an den US-Dollar gekoppelten Stablecoin MGUSD auf der Stellar-Blockchain gestartet und das Token als selbstverwaltete Balance direkt in seine App eingebettet, die über das globale Zahlungsnetzwerk des Unternehmens geleitet wird. MGUSD wird zunächst US-Kunden zur Verfügung gestellt, eine globale Ausweitung auf MoneyGrams 60 Millionen Kunden und fast 500.000 Einzelhandelsstandorte ist geplant. Das Token wird von Bridge herausgegeben — der Stablecoin-Infrastrukturplattform, die von Stripe übernommen wurde —, mit Smart Contracts von M0 und Wallet-Infrastruktur von Fireblocks. Damit wird regulierte Emission auf MoneyGrams bestehende, fünfjährige Zusammenarbeit mit der Stellar Development Foundation aufgesetzt.
Warum das wichtig ist
Der Launch formalisiert die Wende eines Zahlungsunternehmens hin zur Stablecoin-Emission, die PayPal, Western Union und SoFi bereits vollzogen haben. MoneyGram geht dabei einen anderen Weg als SoFis Eigenentwicklung: Das Unternehmen lagert die Emission an Bridge aus, den regulierten Emittenten, den Stripe übernommen hat, und bindet Bridges regulierten Compliance-Stack in die eigene Distribution ein. „MGUSD ist der Stablecoin, den wir für unsere Kunden gebaut haben, für die Familien, die Geld nach Hause schicken, und für die Milliarden Menschen weltweit mit eingeschränktem Zugang zu Finanzdienstleistungen“, sagte Chairman und CEO Anthony Soohoo in einer Stellungnahme. Denelle Dixon, CEO der Stellar Development Foundation, formulierte es als „zweckgebundene Blockchain, gepaart mit einem vertrauenswürdigen Zahlungsnetzwerk“ — ein direkter Hinweis darauf, dass die Abwicklung auf öffentlichen Chains für Überweisungen nun produktionsreif ist.
Auswirkungen auf den Markt
Der Schritt kommt in einer Phase, in der Stablecoins zu einem der am schnellsten wachsenden Sektoren im Krypto-Bereich geworden sind und Banken, Fintechs und Zahlungsdienstleister Blockchain-Rails für grenzüberschreitende Geldflüsse aufsetzen. Citi hat prognostiziert, dass der Markt bis 2030 von derzeit rund 300 Mrd. US-Dollar auf 4 Bio. US-Dollar wachsen könnte — eine These, auf die MGUSD zugeschnitten ist. Der Infrastruktur-Stack liest sich zugleich wie eine Vorlage: regulierter Emittent (Bridge), On-Chain-Mint/Redeem-Logik (M0), institutionelle Verwahrung (Fireblocks), Distribution (MoneyGram), Rails (Stellar). Mit 60 Millionen Endnutzern als On-Ramp ist das aussagekräftigere Signal die Distributionsdichte im großen Maßstab — eine Bilanz eines Zahlungsunternehmens plus ein regulierter US-Emittent hinter einem einzigen Token —, nicht der Launch selbst.
Häufig gestellte Fragen
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Was ist MGUSD und wer gibt es heraus?
MGUSD ist ein an den US-Dollar gekoppelter Stablecoin, den MoneyGram auf der Stellar-Blockchain gestartet hat. Er wird von Bridge herausgegeben, der Stablecoin-Infrastrukturplattform, die von Stripe übernommen wurde, mit Smart Contracts von M0 und Wallet-Infrastruktur von Fireblocks.
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Wer kann MGUSD beim Launch nutzen?
MGUSD ist am Dienstag für US-Kunden an den Start gegangen. MoneyGram kündigte eine breitere internationale Ausweitung auf seine 60 Millionen Kunden und fast 500.000 Einzelhandelsstandorte weltweit an.
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Wie unterscheidet sich MoneyGrams Ansatz von SoFis Stablecoin?
MoneyGram lagert die regulierte Emission an das zu Stripe gehörende Bridge aus, während SoFi sein SoFiUSD-Token selbst entwickelt hat. Zudem bindet MoneyGram Bridges Compliance-Stack in sein eigenes Distributionsnetzwerk ein, anstatt die Rails selbst zu entwickeln.
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Warum hat sich MoneyGram bei MGUSD für Stellar entschieden?
MoneyGram arbeitet seit fünf Jahren mit der Stellar Development Foundation bei Stablecoin-basierten Überweisungen zusammen. Stellar wurde für Zahlungen im institutionellen Maßstab konzipiert, und Stellar-CEO Denelle Dixon rahmte MGUSD als Beleg dafür, dass öffentliche Chain-Rails produktionsreife Überweisungsvolumina…
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Wie groß könnte der Stablecoin-Markt werden?
Die globale Bank Citi hat prognostiziert, dass der Stablecoin-Markt bis 2030 von derzeit rund 300 Mrd. US-Dollar auf 4 Bio. US-Dollar wachsen könnte, getrieben von Banken, Fintechs und Zahlungsdienstleistern, die Blockchain-Rails für grenzüberschreitende Geldflüsse aufsetzen.